TRADERS´ Briefing 510 - 22.09.2020

Index-Check: DAX
Dax bricht nach unten aus

Der Dax stürzte gestern um 4,4 Prozent ab und erlebte damit den stärksten Kursrückgang seit dem 11. Juni. Mit dem Schlusskurs von 12.542 Punkten fiel das Barometer auf den niedrigsten Stand seit Ende Juli. Gleichzeitig durchschlug der deutsche Leitindex gleich mehrere Unterstützungen. Zum einen wurde die massive Unterstützungszone zwischen 12.800 und 13.000 Punkten durchstoßen. Zum anderen wurde damit ebenfalls die seit Mitte Juni gültige Aufwärtstrendgerade nachhaltig nach unten durchbrochen. Die nächste Auffanglinie auf der Unterseite ist jetzt die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 12.195 Zählern verläuft. Sollte der Dax auch diese Barriere unterschreiten, dann läge das nächste Kursziel erst wieder bei etwa 11.500 Punkten. Dort befindet sich die obere Begrenzung der markanten Notierungslücke, die durch das enorme Abwärts-Gap am 09. März zwischen 10.700 und 11.500 Punkten gerissen wurde. Auf der Oberseite mutierte dagegen die bereits erwähnte ehemalige Unterstützungszone mit dem gestrigen Kursrutsch zum Widerstandsbereich.
Vonseiten der Markttechnik befinden sich die Indikatoren auf Tagesbasis nach wie vor in der Kaufzone, sodass die mittelfristigen Aussichten unverändert bullisch sind. Dagegen dominieren im Zweistunden-Chart die Short-Signale, wobei der GD(200) auf dieser Intraday-Zeitebene bereits um mehr als drei Prozent unterschritten wurde. Kurzfristig ist daher mit einem weiteren Kursrückgang zu rechnen.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Börsen mit hohen Kursausschlägen

Am US-Aktienmarkt ging es gestern gleich zum Handelsbeginn steil bergab. Die drei führenden US-Aktienbarometer eröffneten mit deutlichen Abwärts-Gaps und fielen in der ersten Sitzungshälfte jeweils um mehr als zwei Prozent. In den letzten beiden Handelsstunden konnten sich die Barometer jedoch kräftig erholen, wobei der Nasdaq 100 sogar den Sprung in die Pluszone schaffte. Dagegen verloren der S&P 500 und der Dow Jones 1,2 Prozent und 1,8 Prozent an Wert.
Das breit aufgestellte Blue-Chip-Barometer S&P 500 ging mit einem Schlusskurs von 3281 Punkten aus dem Handel, nachdem im Tagesverlauf ein Tief bei 3229 Zählern festgestellt wurde. Damit erreichte der Index den niedrigsten Stand seit Ende Juli. Aus charttechnischer Sicht hat sich ausgehend vom Allzeithoch, das am 02. September bei 3588 Punkten markiert wurde, ein steiler Abwärtstrend etabliert. Die dazugehörige Abwärtstrendgerade verläuft aktuell bei etwa 3370 Punkten und fällt mit ca. 20 Punkten pro Tag. Sollte diese Barriere nach oben durchstoßen werden, dann könnte die Korrektur bereits wieder vorbei sein. Auf der Unterseite ist das nächste markante Kursziel dagegen die 200-Tage-Lnie bei derzeit 3104 Punkten.
Aus markttechnischer Sicht besteht kurzfristig weiterer Korrekturbedarf. Denn im Zweistunden-Chart befinden sich inzwischen alle Indikatoren im Short-Modus. Gleichzeitig wurde in dieser Zeitebene gestern erstmals seit Ende April wieder der GD(200) im Bereich von 3345 Punkten durchbrochen. Damit überwiegt zurzeit die Wahrscheinlichkeit für weiter fallende Kurse.


Im Fokus: Deutsche Börse
Aktie mit spannender charttechnischer Formation

Die Aktie der Deutschen Börse fiel gestern in einem allgemein schwachen Börsenumfeld gerade einmal um ein halbes Prozent und war damit der stärkste Dax-Titel. Der Schlusskurs liegt mit 147,20 Euro an einem charttechnisch entscheidenden Punkt. Zum einen verläuft hauchdünn darüber die 200-Tage-Linie. Zum anderen setzte das Wertpapier auf der wichtigen Unterstützungszone zwischen 145 und 147 Euro auf. Dieses Kursniveau wurde seit Anfang Mai nicht mehr unterschritten. Zugleich befindet sich in diesem Bereich eine markante Notierungslücke vom 09. März, die durch ein Abriss-Gap auf der Unterseite entstand. Sollte der Kurs unter die 145er-Marke fallen, dann wäre zudem eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation vollendet, die sich seit Anfang Mai ausgebildet hat. Die linke Schulter entstand dabei Mitte Mai, im Juli bildete sich der Kopf aus, und Ende August formierte sich die rechte Schulter. Nach den Regeln der Charttechnik würde sich mit einem Break auf der Unterseite ein Mindestkursziel von 120 Euro errechnen.
Das bärische Szenario wird zurzeit durch die Markttechnik unterstützt. Denn die Indikatoren befinden sich teilweise bereits im Short-Modus oder stehen zumindest unmittelbar davor. Lediglich durch einen Ausbruch über die seit Mitte Juli bestehende Abwärtstrendgerade, die derzeit bei ungefähr 155 Euro verläuft, würde sich das negative technische Bild wieder aufhellen.


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