TRADERS´ Briefing 509 - 21.09.2020

Index-Check: DAX
DAX weiterhin im Jojo-Modus

Nachdem sich der DAX am vergangenen Donnerstag noch gegen den Abwärtsdruck an den US-Börsen stemmen konnte, setzte der deutsche Leitindex zum Wochenausklang am Freitag um 0,7 Prozent bis auf einen Schlusskurs von 13.116 Punkten zurück. Hierdurch hat sich auch das Wochenergebnis auf einen Kursverlust in gleicher Höhe erhöht. In den zurückliegenden drei Wochen schwankte das Barometer damit überwiegend in einer Trading-Range zwischen 13.050 und 13.300 Punkten, wobei jeweils zwei kurzzeitige Ausbruchsversuche auf der Ober- und der Unterseite zu beobachten waren. In diesem Zeitraum gab es insgesamt sieben Richtungswechsel. Auch im längerfristigen Zeitfenster hat seit Anfang Juni das Aufwärtsmomentum deutlich sichtbar nachgelassen.
Dennoch ist der im März eingeleitete Aufwärtstrend aufgrund der steigenden temporären Hoch- und Tiefpunkte unverändert intakt. Mit einem nachhaltigen Ausbruch über die Barriere bei 13.300 Zählern könnte der DAX zunächst bis zum aktuell noch gültigen Allzeithoch bei 13.795 Punkten steigen. Auf der Unterseite gilt es dagegen die 13.000er-Marke zu verteidigen. Denn dort verläuft derzeit ebenfalls die seit Mitte Juni bestehende Aufwärtstrendgerade, die mit ungefähr 20 Punkten pro Tag ansteigt. Sollte diese Auffanglinie nach unten durchstoßen werden, dann könnte ein Abwärtsschub den DAX bis zur 200-Tage-Linie im Bereich von derzeit 12.197 Punkten nach unten drücken.
Vonseiten der Markttechnik steht die Ampel zurzeit nach wie vor auf Grün. Denn die Indikatoren befinden sich sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis alle in der Kaufzone. Damit überwiegt trotz der aktuellen Seitwärtstendenz die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch auf der Oberseite.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Börsen im Abwärtssog

Die drei führenden amerikanischen Aktienbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 setzten am vergangenen Freitag die bereits zur Wochenmitte eingeleitete Abwärtsbewegung fort. Dabei gaben die Indizes zwischen 0,9 Prozent und 1,3 Prozent nach. Angeführt wurde die Abwärtsbewegung erneut von den Technologieaktien. Dabei konnten lediglich 20 der im Nasdaq 100 enthaltenen Aktien einen Kursgewinn erzielen. Mit einem Tagestief von 10.769 Punkten erreichte das Technologiebarometer zudem das niedrigste Kursniveau seit Anfang August. Vom Allzeithoch, das am 02. September im Tagesverlauf bei 12.439 Zählern erreicht wurde, verlor der Index in der Spitze damit 1670 Punkte oder umgerechnet 13,4 Prozent. Das bedeutet gleichzeitig den größten Rücksetzer seit dem Corona-Tiefpunkt im März.
Dagegen fiel der maximale Kursrückgang beim Blue-Chip-Barometer S&P 500 mit 7,1 Prozent bislang deutlich geringer aus. Allerdings konnten sich die Indizes in den letzten beiden Handelsstunden vor dem Wochenende etwas von ihren Tagestiefstständen erholen. Mit einem Schlusskurs von 3319 Punkten verteidigte der S&P 500 damit sogar die charttechnische Unterstützungszone zwischen 3300 und 3310 Punkten und befindet sich nach wie vor in der Trading-Range der zurückliegenden neun Handelstage, die sich zwischen 3310 und 3430 Zählern erstreckt.
Sollte das Barometer jedoch nach unten durchbrechen, dann wäre ein Test der 200-Tage-Linie im Bereich von derzeit 3104 Punkten wahrscheinlich. Insbesondere die Indikatoren im Zweistunden-Chart deuten auf weiteren Korrekturbedarf hin. Denn sowohl der Timing-Indikator als auch der Random-Walk-Index befinden sich in dieser Zeitebene im Short-Modus. Und der Z-Score steht unmittelbar vor dem Fall in die Verkaufszone.


Im Fokus: Covestro
Fulminanter Ausbruch nach oben

Mit einem Kurssprung von fünf Prozent war Covestro am vergangenen Freitag der stärkste DAX-Titel. Auslöser für den fulminanten Kursanstieg waren Übernahmegerüchte durch den amerikanischen Private-Equity-Fund Apollo Global Management. Zwar wurden Gespräche zwischen den beiden Firmen von Covestro umgehend dementiert, dennoch hielten sich die Gerüchte hartnäckig am Markt. Mit einem Schlusskurs von 46,83 Euro durchbrach die Aktie zudem die seit Februar 2018 gültige langfristige Abwärtstrendgerade, die zurzeit bei ungefähr 45,50 Euro verläuft. Im Zuge dieses Abwärtstrends war Covestro vom Allzeithoch bei 95,76 Euro bis auf das Corona-Tief bei 23,50 Euro abgestürzt. Von dort setzte der Titel zu einer Aufwärtsbewegung an, die ab August nochmals an Aufwärtsdynamik gewann. Dabei bildete sich inzwischen ein mittelfristiger Aufwärtstrendkanal heraus, dessen unter Begrenzung aktuell bei 37 Euro notiert.
Aus charttechnischer Sicht eröffnet sich auf der Oberseite jetzt weiteres Aufwärtspotenzial bis zum 2019er-Hoch bei knapp 56 Euro. Darüber liegt der nächste bedeutende Widerstand erst wieder im Bereich von 65 Euro. Unterstützung erhält die Aktie ebenfalls durch die Markttechnik. Denn die Indikatoren befinden sich auf Tagesbasis bereits seit Mitte Mai im Kaufmodus. Inzwischen hat der Random-Walk-Index zwar bereits ein ambitioniertes Niveau erreicht, dennoch besteht nach oben noch Luft. Lediglich durch einen Rücksetzer unter das Ausbruchsniveau von 44,50 Euro würde sich das aktuell bullische Bild erneut eintrüben.


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