TRADERS´ Briefing 503 - 11.09.2020

Index-Check: DAX
DAX prallt an 13.300er-Marke nach unten ab

Nach dem kräftigen Kursanstieg vom Mittwoch setzte der DAX gestern zum Handelsbeginn die Aufwärtsbewegung fort. Innerhalb der ersten Handelsminuten stieg der Index bis auf knapp 13.300 Punkte. Danach begann eine sinusförmige Seitwärtsbewegung, wobei das Barometer drei Mal bis unmittelbar vor die 13.300er-Marke stieg und damit ein lupenreines Dreifachhoch generierte. In den letzten beiden Handelsstunden überwogen jedoch die Abwärtskräfte, sodass der Schlusskurs bei 13.209 Zählern festgestellt wurde. Damit befindet sich der deutsche Leitindex weiterhin in einer breiten Widerstandszone zwischen 13.000 und 13.300 Zählern. Bei einem Ausbruch über die obere Grenze dieser Sperrzone müsste der Index auf dem Weg zum Allzeithoch noch das jüngste Zwischenhoch bei 13.460 Punkten überwinden.
Auf der Unterseite bleibt die runde 13.000-Punkte-Marke dagegen weiterhin eine Schlüsselunterstützung. Sollte hier ein Break nach unten erfolgen – es wäre der sechste seit Mitte Juli – dann könnte das Kursniveau bei 12.800 Zählern erneut auf den Prüfstand gestellt werden. Damit würde auch gleichzeitig die seit Mitte Juni bestehende kurzfristige Aufwärtstrendgerade nach unten durchstoßen. Dies könnte in der Folge zu einem Test der 200-Tage-Linie im Bereich von aktuell 12.197 Punkten führen.
Allerdings bestehen aus markttechnischer Sicht derzeit sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis Kaufsignale auf breiter Basis, sodass zurzeit die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch nach oben überwiegt.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Börsen setzen Korrektur fort

Nach der Erholung vom Mittwoch nahm der amerikanische Aktienmarkt gestern erneut Fahrt nach unten auf. Die drei führenden Börsenbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 gaben zwischen 1,5 Prozent und 2,1 Prozent nach. Dabei waren die größten Verlierer im Technologiesektor zu finden. Der Nasdaq 100 schloss mit 11.154 Punkten nur 0,8 Prozent oberhalb des jüngsten Verlaufstiefs von 11.068 Zählern, nachdem das Barometer kurz nach der Eröffnung noch bei 11.566 Zählern das Tageshoch markiert hatte. Insgesamt verbuchten lediglich drei der 100 Indexaktien am Sitzungsende kleinere Kursgewinne.
Das Blue-Chip-Barometer S&P 500 kippte ebenfalls nach einem freundlichen Start nach unten weg. Dabei fiel der Kurs vom Tageshoch bei 3426 Punkten bis zum Handelsende kontinuierlich bis auf den Schlusskurs von 3339 Punkten zurück. Das Tagestief lag punktgenau auf dem jüngsten Verlaufstief von 3329 Punkten. Damit könnte sich auf diesem Kursniveau ein kurzfristiger Boden ausbilden. Allerdings müsste der Index für eine nachhaltige Entspannung den 3450-Punkte-Widerstand nach oben durchbrechen. Auf der Unterseite eröffnet sich dagegen bei einem Bruch der 3330er-Marke weiteres Abwärtspotenzial bis in den Bereich von 3230 Zählern. Darunter könnte sogar die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 3096 Punkten verläuft, getestet werden.
Vonseiten der Markttechnik deutet sich ebenfalls weiterer Korrekturbedarf an. Denn im Zweistunden-Chart dringt der Timing-Indikator immer tiefer in die Verkaufszone vor, während beim Random-Walk-Index und beim Z-Score Verkaufssignale greifbar sind.


Im Fokus: ProSiebenSat.1
Erneuter Ausbruchsversuch auf der Oberseite

In einem insgesamt richtungslosen Markt legte die Aktie des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 gestern um 1,3 Prozent zu. Dabei bestätigte der Titel mit einem Schlusskurs von 10,82 Euro den am Dienstag erfolgten Ausbruch über die 200-Tage-Linie. Seit November des vergangenen Jahres ist das bereits der dritte Versuch, die langfristige Durchschnittslinie nachhaltig zu überwinden. Im Dezember 2019 und im Juni dieses Jahres konnte sich der Kurs jeweils nur wenige Tage über dem GD(200) halten. Seit Oktober 2015 waren die Ausflüge über die 200-Tage-Linie jeweils nur von kurzer Dauer. Ausgehend vom Allzeithoch, das im November 2015 bei knapp 51 Euro markiert wurde, befindet sich die Aktie seitdem in einem massiven Abwärtstrend. Sollte jetzt der Ausbruch auf der Oberseite gelingen, dann könnte aus charttechnischer Sicht ein neuer langfristiger Abwärtstrend beginnen. Hierzu müsste der Kurs zunächst den Widerstand bei 12,50 Euro und danach die markante Barriere bei 14 Euro aus dem Weg räumen.
Aus dem Blickwinkel der Markttechnik stehen die Chancen für einen Break nach oben derzeit sehr gut. Denn während der Random-Walk-Index bereits am Dienstag ein Kaufsignal generierte, befinden sich der Z-Score und der Timing-Indikator vor dem Eindringen in die Kaufzone. Damit könnte ein kräftiger Aufwärtsimpuls jetzt unmittelbar bevorstehen.


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