TRADERS´ Briefing 502 - 10.09.2020

Index-Check: DAX
Der Kampf um die 13.000er-Marke setzt sich fort

Der DAX machte gestern von Beginn an deutlich, wo die Reise hingeht. Bereits in der ersten Handelsstunde wurde der Widerstand bei 13.000-Punkten durchbrochen, nachdem am Vortag noch ein Tagestief bei 12.857 Punkten auf dem Kurszettel stand. Am Nachmittag folgte ein zweiter kräftiger Aufwärtsschub, sodass der deutsche Leitindex mit 13.237 Zählern nur 20 Punkte unter dem Tageshoch schloss. Damit hat der Index in den zurückliegenden vier Handelstagen die 13.000er-Marke auf Schlusskursbasis vier Mal gekreuzt. Sollte der gestrige Ausbruch über diese trendentscheidende Barriere heute durch einen weiteren Kursanstieg bestätigt werden, dann könnte der DAX in Kürze das Allzeithoch bei 13.795 Punkten erreichen. Zuvor müsste das Barometer jedoch noch das jüngste Zwischenhoch bei 13.460 Punkten überwinden.
Vonseiten der Markttechnik stehen die Chancen hierfür sehr gut. Denn sowohl der Random-Walk-Index als auch der Z-Score haben im Zweistunden-Chart kurz vor dem Eintritt in die Verkaufszone wieder scharf nach oben gedreht und verbleiben damit im Long-Modus. Und auch der Timing-Indikator steht unmittelbar vor der Generierung eines neuen Kaufsignals. Lediglich durch einen erneuten Rückfall unter 13.000 Punkte würde sich das derzeit positive Gesamtbild erneut eintrüben.


Index-Check: S&P 500
Amerikanischer Aktienmarkt auf Erholungskurs

Nach drei Tagen Kursrutsch in Folge setzte gestern am amerikanischen Aktienmarkt eine Erholung auf breiter Front ein. Dabei sattelten die drei führenden Börsenbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 zwischen 1,6 Prozent und 2,9 Prozent auf. An der Spitze der Aufwärtsbewegung standen die zuletzt arg gebeutelten Technologietitel. So schossen die Aktien von Zoom Video Communications und Tesla um jeweils etwa elf Prozent nach oben. Dennoch liegt der Schlusskurs des Nasdaq 100 mit 11.142 Punkten um mehr als 900 Zähler oder umgerechnet fast acht Prozent unter dem Allzeithoch aus der vergangenen Woche. Damit befindet sich das amerikanische Technologiebarometer weiterhin im Korrekturmodus.
Auch der Blue-Chip-Index S&P 500 hat mit dem gestrigen Schlusskurs von 3399 Zählern erst ein Viertel des jüngsten Kursrutsches aufgeholt. Aus charttechnischer Sicht befindet sich das Barometer nahezu punktgenau auf der trendentscheidenden 3400er-Marke. Knapp darunter liegt das ehemalige Allzeithoch vom Januar dieses Jahres. Sollte der S&P 500 dieses Kursniveau in den nächsten Tagen nachhaltig unterschreiten, dann könnte in der vergangenen Woche eine mittelfristige Trendwende eingeleitet worden sein. Dabei würde der Index auf der Unterseite zwischen 3230 Punkten und 3270 Punkten auf eine massive Unterstützungszone treffen. Darunter hätte der Markt Luft bis zur 200-Tage-Linie, die aktuell bei 3095 Zählern verläuft.
Markttechnisch wird ebenfalls weiterer Korrekturbedarf angezeigt. Denn auf Zweistunden-Basis generierte der Timing-Indikator gestern ein Verkaufssignal. Dieses würde allenfalls durch eine rasche und nachhaltige Überwindung des Widerstands bei 3400 Punkten neutralisiert werden.


Im Fokus: Kion Group
Allzeithoch im Visier

Die Aktie des Maschinenbaukonzerns Kion Group – einem der weltweit führenden Anbieter von Gabelstaplern und nach dem Börsengang 2013 seit 2014 im MDAX gelistet – gehörte gestern mit einem Kursanstieg von 2,9 Prozent in einem bullischen Marktumfeld zu den größten Gewinnern im gesamten HDAX-Universum. Dabei durchbrach die Aktie mit einem Schlusskurs von 73,98 Euro den wichtigen Widerstand im Bereich von 72 Euro und markierte damit gleichzeitig den höchsten Stand seit April 2018. Damit wurde zudem eine seit Mitte Juli anhaltende Konsolidierungsformation nach oben aufgelöst. Hierdurch wurde der Mitte März eingeleitete Aufwärtstrend, der am zyklischen Tief von ungefähr 34 Euro begann, bestätigt. Aus charttechnischer Sicht ist der Weg jetzt bis zum Allzeithoch frei. Dieses wurde Anfang Oktober 2017 bei 81,95 Euro gesetzt. Aufgrund der aktuell sehr hohen Aufwärtsdynamik – Kion gehört mit einem Kursanstieg von 28 Prozent innerhalb der zurückliegenden beiden Monate zu den trendstärksten deutschen Aktien – könnte eine neue historische Bestmarke bereits in Kürze auf dem Kurszettel stehen.
Vonseiten der Markttechnik haben die Indikatoren auf Tagesbasis bereits Anfang Juni Kaufsignale generiert. Dabei wurde Ende Juli ein überhitzter Zustand erreicht, der sich im Zuge der nachfolgenden Konsolidierung abgebaut hat. Damit hat sich inzwischen erneut frisches Aufwärtspotenzial aufgebaut.


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