TRADERS´ Briefing 501 - 09.09.2020

Index-Check: DAX
DAX setzt Zick-Zack-Bewegung fort

Nachdem der DAX mit einer kräftigen Aufwärtsbewegung zum Wochenbeginn die 13.000er-Marke zurückerobert hatte, fiel der deutsche Leitindex bereits gestern wieder unter diese Barriere zurück. Damit kreuzte das Barometer diese wichtige charttechnische Marke innerhalb der vergangenen beiden Monate schon zum zehnten Mal. Dabei verlief die gestrige Abwärtsbewegung bis zum frühen Nachmittag innerhalb eines mustergültigen Abwärtstrendkanals. Das Tagestief wurde mit 12.856 Punkten ungefähr 100 Punkte über dem Tief vom vergangenen Freitag festgestellt. Bis zum Handelsende erholte sich der Index auf 12.968 Punkte.
Aus charttechnischer Sicht ist der im März eingeleitete Aufwärtstrend weiterhin intakt. Denn bislang wird die Kursentwicklung durch steigende Hochs und steigende Tiefs charakterisiert. Diese Folge wäre erst mit einem Unterschreiten des Juli-Tiefs bei 12.254 Zählern durchbrochen. Knapp unter diesem Kursniveau verläuft zudem die 200-Tage-Linie bei aktuell 12.196 Zählern. Auf dem Weg dorthin müsste der DAX zuvor jedoch die massive Unterstützungszone zwischen 12.500 und 12.600 Punkten durchschlagen. Auf der Oberseite hat sich inzwischen der Bereich zwischen 13.000 und 13.200 Punkten als äußerst hartnäckiges Hindernis entpuppt.
Damit scheint für die nächsten Tage eine Fortsetzung der volatilen Seitwärtsphase vorgezeichnet. Hierauf deuten auch die Indikatoren im Zweistunden-Chart hin. In diesem Zeitfenster befindet sich der Z-Score im Long-Modus und der Timing-Indikator im Short-Modus. Dagegen hat der Random-Walk-Index einen neutralen Zustand erreicht. Daher dürfte sich der DAX zunächst weiterhin im Zick-Zack-Modus bewegen.


Index-Check: S&P 500
Kursverfall bei US-Technologieaktien setzt sich fort

Nach der feiertagsbedingten Pause am Montag starteten die amerikanischen Aktienmärkte gestern mit starken Kursrückgängen in die neue Handelswoche. Die führenden US-Börsenbarometer gaben zwischen 2,3 Prozent und 4,8 Prozent nach. Insbesondere bei den Technologieaktien war erhöhter Verkaufsdruck zu beobachten. Der Nasdaq 100 schloss bei 11.068 Punkten auf dem niedrigsten Stand seit fast einem Monat. Damit verlor der Technologieindex innerhalb von nur vier Handelstagen 1350 Punkte oder umgerechnet 11 Prozent. Größter Verlierer war gestern die Aktie von Tesla, die um 21 Prozent einbrach.
Der Blue-Chip-Index S&P 500 durchbrach mit einem Schlusskurs von 3332 Punkten die wichtige Unterstützung bei 3400 Zählern. Damit entpuppt sich der jüngste Ausbruch über das ehemalige Allzeithoch bei 3395 Punkten als Fehlsignal. Aus charttechnischer Sicht eröffnet sich jetzt weiteres Abwärtspotenzial bis in den Bereich von 3230 Zählern. Sollte auch diese Auffanglinie nach unten durchstoßen werden, dann könnte in Kürze sogar ein Test der 200-Tage-Linie bei 3094 Punkten erfolgen.
Vonseiten der Markttechnik besteht ebenfalls noch weiterer Korrekturbedarf. Denn die Indikatoren auf Tagesbasis haben soeben erst die überhitzte Zone nach unten verlassen und befinden sich nach wie vor im oberen Bereich der Kaufzone. Somit besteht noch ausreichend Luft nach unten. Im Zweistunden-Chart nähern sich die Indikatoren mit Riesenschritten dem Short-Bereich, nachdem hier in der vergangenen Woche ebenfalls noch ein stark überkaufter Zustand vorherrschte. Insgesamt deutet die Gesamtlage auf weitere Kursrückgänge hin, wobei sich Anleger auf eine anhaltend hohe Volatilität einstellen sollten.


Im Fokus: BASF
Aufwärtstrendwechsel greifbar

In einem insgesamt schwachen Börsenumfeld zählte die Aktie des Chemieriesen BASF mit einem Kursanstieg von 1,5 Prozent gestern zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Mit einem Schlusskurs von 53,97 Euro schaffte der Titel erstmals seit Ende Januar wieder den Sprung über die 200-Tage-Linie, wenn auch nur hauchdünn. Damit ist zwar definitionsgemäß der Wechsel in den langfristigen Aufwärtstrendmodus vollzogen. Zur Untermauerung dieses bullischen Signals sollte jedoch der Abstand zum GD(200) auf mindestens zwei Prozent ausgebaut werden.
Gleichzeitig bestätigte BASF mit dem gestrigen Kursanstieg den Ausbruch aus einem charttechnischen Dreieck, der bereits am vergangenen Freitag erfolgte. Dabei durchbrach der Kurs die seit Anfang Juni bestehende kurzfristige Abwärtstrendgerade im Bereich von 51 Euro. Inzwischen befindet sich die Aktie bereits vor der nächsten Abwärtstrendgeraden. Diese hat ihren Ursprung am Zwischenhoch vom November des vergangenen Jahres im Bereich von 72 Euro und verläuft derzeit bei ungefähr 55 Euro. Sollte auch diese Barriere nach oben durchstoßen werden, dann wäre der Weg bis zur langfristigen Abwärtstrendgeraden, die im Januar 2018 am Allzeithoch bei 97 Euro beginnt, frei.
Aus markttechnischer Sicht werden weiter steigende Kurse unterstützt. Denn auf Tagesbasis befinden sich die Indikatoren noch im unteren Bereich der Kaufzone. Im Zweistunden-Chart wurden dagegen bereits vor zwei Wochen Kaufsignale generiert, wobei aktuell noch ausreichend Potenzial auf der Oberseite vorhanden ist.


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