TRADERS´ Briefing 499 - 07.09.2020

Index-Check: DAX
DAX nähert sich trendentscheidender Unterstützung
Der DAX setzte am Freitag die am Tag zuvor eingeleitete Korrektur fort. In einem teilweise sehr volatilen Handel gab der deutsche Leitindex um weitere 1,7 Prozent nach und ging mit einem Schlusskurs von 12.843 Zählern ins Wochenende. Damit notiert das Barometer nur noch wenige Punkte oberhalb der wichtigen 12.800-Punkte-Unterstützung. Diese wurde zwar mit einem Tagestief von 12.754 Zählern auf den Prüfstand gestellt, konnte aber auf Schlusskursbasis vorerst noch verteidigt werden. Sollte der DAX jedoch nachhaltig unter 12.800 Punkte fallen, dann könnte dies in den nächsten Tagen zu einem Test der 200-Tage-Linie bei aktuell ca. 12.200 Zählern führen. Auf der Oberseite müsste dagegen zunächst die 13.000er-Marke und danach der Widerstand bei 13.200 Punkten aus dem Weg geräumt werden, um für eine Entspannung zu sorgen.
Danach sieht es derzeit jedoch nicht aus. Denn im Zweistunden-Chart stehen sowohl der Random-Walk-Index als auch der Z-Score kurz vor der Generierung von Verkaufssignalen. Auch wurde in diesem Intraday-Zeitfenster bereits der GD(200) um 55 Punkte unterschritten. Dagegen sind die mittelfristigen Aussichten aus markttechnischer Sicht unverändert bullisch. Insgesamt deutet die gesamte technische Konstellation daher auf kurzfristig weiteren Konsolidierungsbedarf bei mittelfristig unverändert bullischen Aussichten hin.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Technologieaktien bleiben unter Druck
In Amerika setzte sich am Freitag die tags zuvor begonnene Talfahrt an den Aktienmärkten fort. Die drei führenden Aktienbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 gaben zwischen 0,6 Prozent und 1,3 Prozent nach, wobei Technologieaktien am stärksten an Wert verloren. Zwischenzeitlich notierten die Indizes sogar noch deutlich tiefer. So erreichte der Nasdaq 100 im Tief 11.146 Punkte und stürzte damit in der Spitze innerhalb von nur zwei Handelstagen um mehr als zehn Prozent ab. Beim S&P 500 belief sich der maximale Kursrückgang im gleichen Zeitraum auf 6,7 Prozent. Immerhin konnten die Kursverluste in der zweiten Sitzungshälfte deutlich verringert werden. Dies kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass aufgrund der enorm hohen Volatilität die Lage am US-Aktienmarkt weiterhin angespannt bleiben dürfte.
Aus charttechnischer Sicht sind sowohl die im März eingeleiteten Aufwärtstrends als auch die seit Ende Juni bestehenden kurzfristigeren Aufwärtstrendgeraden gebrochen. Positiv ist dagegen zu vermerken, dass der S&P 500 das Kursniveau des ehemaligen Allzeithochs bei knapp 3400 erfolgreich verteidigen konnte. Sollte hier allerdings ein Durchbruch nach unten erfolgen, dann würde sich weiteres Abwärtspotenzial bis zur nächsten Unterstützungszone zwischen 3230 und 3250 Punkten eröffnen. Darunter wäre auch ein Test der 200-Tage-Linie bei aktuell 3093 Zählern nicht auszuschließen.
Vonseiten der Markttechnik beginnen sich die Indikatoren auf Tagesbasis jetzt erst abzukühlen, nachdem bis in die Mitte der vergangenen Woche noch eine extrem überhitzte Situation vorlag. Und auch im Zweistunden-Chart nehmen die Indikatoren sichtbar Fahrt nach unten auf. Das Korrekturpotenzial scheint daher noch nicht ganz ausgeschöpft zu sein, sodass der Abwärtsdruck in den nächsten Tagen anhalten dürfte. Heute bleiben die US-Börsen aufgrund eines Feiertages (Labor Day) geschlossen.


Im Fokus: Commerzbank
Kraftvoller Ausbruch nach oben
Inmitten der starken Turbulenzen an den internationalen Aktienmärkten schoss die Aktie der Commerzbank am vergangenen Freitag um neun Prozent nach oben. Dabei überwand das Wertpapier mit einem Schlusskurs bei 5,15 Euro den wichtigen Widerstand im Bereich von 4,90 Euro. Dieser kann aus zwei markanten temporären Tiefpunkten zwischen August und Oktober des vergangenen Jahres sowie mehreren Hochpunkte seit Juni abgeleitet werden. Gleichzeitig markierte der Titel den höchsten Stand seit Anfang März. Damit eröffnet sich jetzt unmittelbar weiteres Aufwärtspotenzial bis zur Sechs-Euro-Marke. Auf diesem Kursniveau befinden sich mehrere Zwischenhochs vom zweiten Halbjahr 2019. Mit einem Ausbruch über diese Barriere würde die Commerzbank gleichzeitig die seit Anfang 2018 gültige Abwärtstrendgerade, die aktuell bei etwa 5,80 Euro verläuft, nach oben durchstoßen. Damit befände sich die Aktie in einem neuen langfristigen Aufwärtstrend.
Unterstützend wirkt dabei die Tatsache, dass der Abstand zur 200-Tage-Linie am vergangenen Freitag auf komfortable 14 Prozent ausgebaut werden konnte. Zugleich haben die Indikatoren auf relativ niedrigem Niveau innerhalb der Kaufzone Momentum nach oben aufgenommen. Damit überwiegt derzeit die Wahrscheinlichkeit für weiter steigende Kurse.


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