TRADERS´ Briefing 498 - 04.09.2020

Index-Check: DAX
DAX mit bärischem Intraday-Reversal

Der DAX begann gestern sehr vielversprechend und eröffnete bei 13.355 Punkten mit einem Aufwärts-Gap von mehr als 100 Punkten. Noch am Vormittag stieg der Index auf ein Tageshoch von 13.460 Zählern und erreichte damit das höchste Kursniveau seit dem 24. Februar. Doch danach gab der deutsche Leitindex stark nach, wobei die Abwärtsdynamik mit der Eröffnung des regulären Handels an den US-Börsen deutlich zunahm. In den letzten beiden Handelsstunden fiel das Barometer wie ein Stein nach unten und markierte bei 13.005 Punkten das Tagestief. Zum Sitzungsende notierte der Dax bei 13.058 Punkten, was einem Kursrückgang von 1,4 Prozent entspricht. Das technische Bild hat sich mit dem gestrigen Intraday-Reversal erheblich eingetrübt. Denn der vorgestern erfolgte Ausbruch auf der Oberseite entpuppte sich als Fehlsignal. Zudem entstand gestern ein bärisches „Engulfing Pattern“. Denn der gestrige Candlestick-Körper umschließt komplett die Kerze des Vortages, da der gestrige Eröffnungskurs über dem Hoch vom Mittwoch und der Schlusskurs unter dem entsprechenden Vortagestief liegt. Jetzt kommt es entscheidend darauf an, ob der Dax die massive Unterstützungszone zwischen 12.800 und 13.000 Punkten erfolgreich verteidigen kann. Sollte auch diese Barriere nach unten durchstoßen werden, dann könnte in Kürze ein Test der 200-Tage-Linie bei 12.200 Punkten erfolgen. Vonseiten der Markttechnik haben die Indikatoren im Tageschart noch nicht auf den Rücksetzer reagiert. Dagegen sind die Indikatoren auf Zweistunden-Basis bereits deutlich nach unten eingeknickt, befinden sich jedoch nach wie vor in der Kaufzone. Das Korrekturpotenzial dürfte jedoch noch nicht ganz ausgeschöpft sein.


Index-Check: S&P 500
US-Börsen im Korrekturmodus

Die drei führenden amerikanischen Aktienbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 befanden sich gestern von Beginn an im Abwärtsmodus. Zum Sitzungsende notierten die Indizes zwischen 2,8 Prozent und 5,2 Prozent unterhalb ihrer Vortagesschlusskurse. Angeführt wurde der Kursrutsch von den Technologieaktien. Lediglich zwei der 100 Nasdaq 100-Titel konnten ein marginales Plus über die Ziellinie retten. Insbesondere Wertpapiere, die in den vergangenen Wochen überproportionale Kursgewinne erzielt hatten, standen stark unter Druck. So verlor Apple acht Prozent oder umgerechnet 150 Milliarden Dollar an Wert. Damit erlitten sowohl die Aktie als auch der Nasdaq 100 ihre größten Kursrückgänge seit dem Hochpunkt der Corona-Krise Mitte März. Das Blue-Chip-Barometer S&P 500 gab um 3,5 Prozent nach und beendete den Handel bei 3455 Punkten. Aus charttechnischer Sicht wird sich hierdurch der im März eingeleitete Aufwärtstrend deutlich abflachen. Solange der Index jedoch das Ausbruchsniveau im Bereich des ehemaligen Allzeithochs knapp unterhalb der 3400er-Marke erfolgreich verteidigt, kann von einer Trendwende noch nicht gesprochen werden. Erst bei einem Fall unter diese Auffangzone würde sich weiteres Abwärtspotenzial eröffnen. Dabei könnte auch ein Test der 200-Tage-Linie bei derzeit 3091 Zählern erfolgen. Aus der Perspektive der Markttechnik wurde gestern eine längst überfällige Korrektur eingeleitet. Denn die stark überhitzten Indikatoren benötigen dringend eine Abkühlung, um neues Aufwärtspotenzial freizusetzen. Bislang haben die Indikatoren erst auf sehr hohem Niveau nach unten gedreht. Daher besteht aus diesem Blickwinkel noch weiterer Korrekturbedarf.


Rational
Ausbruch auf Oberseite bestätigt

In einem insgesamt schwierigen Marktumfeld legte der MDax-Titel Rational gestern um 2,7 Prozent zu und gehörte damit zu den Top-Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Dabei bestätigte die Aktie mit einem Schlusskurs von 580 Euro den Ausbruch auf der Oberseite, der am Mittwoch mit einem Kurssprung von 4,2 Prozent erfolgte. Dabei durchbrach der Titel den Widerstand bei 545 Euro, der sich seit Mitte März als äußerst hartnäckig erwiesen hatte. Mit dem gestrigen Kursschub überkreuzte das Wertpapier zudem erstmals seit dem 21. Februar wieder die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 566 Euro verläuft. Aus technischer Sicht bestehen jetzt allerbeste Chancen für eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. Dabei würde der Kurs erst wieder im Bereich von 650 Euro auf den nächsten Widerstand treffen. Auf diesem Kursniveau befindet sich eine Notierungslücke, die durch das Abwärts-Gap am 24. Februar zwischen 640 und 650 Euro entstand. Darüber wäre der Weg bis zum Allzeithoch vom 20. Januar bei 740 Euro frei. Unterstützung erhält Rational zurzeit ebenfalls durch die Markttechnik. Denn die Indikatoren auf Tagesbasis haben soeben erst Momentum nach oben aufgenommen und befinden sich inzwischen alle im Kaufmodus. Lediglich durch einen Rücksetzer unter die bereits erwähnte Unterstützung bei 545 Euro würde sich das aktuell bullische technische Bild erneut eintrüben.


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