TRADERS´ Briefing 497 - 03.09.2020

Index-Check: DAX
DAX überwindet Widerstand bei 13.200 Punkten

Der DAX war gestern von Beginn an in Hausse-Laune. Mit dem Eröffnungskurs bei 13.072 Zählern durchbrach der Index gleich zu Beginn die seit vergangenem Donnerstag bestehende kurzfristige Abwärtstrendgerade. Danach stieg der Index kontinuierlich weiter an und erreichte noch am Vormittag das Tageshoch bei 13.303 Punkten. Der Schlusskurs wurde etwas tiefer bei 13.243 Zählern festgestellt und bedeutete einen Kursgewinn von drei Prozent. Zugleich markierte der deutsche Leitindex damit den höchsten Schlussstand seit dem 21. Februar. Lediglich das Juli-Hoch bei 13.313 Punkten sowie das Abwärts-Gap vom 24. Februar zwischen 13.250 und 13.500 Punkten versperren jetzt noch den Weg bis zum Allzeithoch bei 13.795 Zählern.
Mit dem gestrigen Aufwärtsimpuls ist der DAX zudem aus einem charttechnischen Dreieck nach oben ausgebrochen. Dieses wird durch die vom Allzeithoch ausgehende Abwärtstrendgerade und die seit Mitte Juni bestehende Aufwärtstrendgerade aufgespannt. Nach den Regeln der Charttechnik lässt sich durch den Ausbruch auf der Oberseite ein minimales Kursziel von ungefähr 14.400 Punkten ableiten. Auch die Indikatoren unterstützen derzeit sowohl mittel- als auch kurzfristig weiter steigende Kurse. Denn im Zweistunden-Chart haben der Timing-Indikator und der Random-Walk-Index auf relativ niedrigem Kaufniveau sichtbar nach oben gedreht. Damit steht die Börsenampel für den DAX vollumfänglich auf Grün.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Börsen im Höhenrausch

In Amerika setzte sich die bereits seit mehreren Wochen anhaltende Rallye gestern mit erhöhter Dynamik fort. Die drei führenden Barometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 legten zwischen 1,0 Prozent und 1,6 Prozent zu. Dabei zogen sich die Kursgewinne durch alle Branchen. Insbesondere Wertpapiere aus dem Bereich der Versorger und Halbleiteraktien stiegen überproportional an. Sowohl der Nasdaq 100 als auch der S&P 500 markierten neue Allzeithochs, während der Dow Jones mit einem Schlusskurs von 29.101 Zählern erstmals seit dem 20. Februar wieder über der 29.000er-Marke schloss. Bis zum Allzeithoch, das am 12. Februar bei 29.569 Punkten markiert wurde, fehlen dem bekanntesten Börsenbarometer der Welt noch 468 Punkte oder umgerechnet 1,6 Prozent.
Beim S&P 500 nimmt die Aufwärtsbewegung inzwischen schon eine exponentielle Steigung an. Seit Ende Juli sattelte das Barometer respektable 300 Punkte auf. Dies hat inzwischen zu einer extrem überhitzten Situation geführt. So befinden sich der Random-Walk-Index (RWI) und der Z-Score auf Tagesbasis jeweils in der überhitzten Zone. Und im Zweistunden-Chart hat der RWI einen Extremwert erreicht, der letztmals im Januar 2018 zu beobachten war. Damals folgte wenige Tage später einer der schärfsten Kurseinbrüche in der Geschichte des amerikanischen Aktienmarktes. Daher dürfte die Aufwärtsbewegung an den US-Börsen vorerst bereits ziemlich ausgereizt sein. Im Zuge einer Konsolidierung könnte der S&P 500 bis auf das jüngste Ausbruchsniveau bei knapp 3400 Punkten zurückfallen, ohne den langfristigen Aufwärtstrend zu verletzen.

 


Im Fokus: Carl Zeiss Meditec
Wechsel in langfristigen Aufwärtstrendmodus geschafft

Die Aktie von Carl Zeiss Meditec gehörte gestern mit einem Kursanstieg von 4,2 Prozent in einem allgemein bullischen Börsenumfeld zu den Top-Gewinnern im gesamten HDAX-Universum. Dabei durchbrach der Kurs gleich zur Eröffnung mit einem Aufwärts-Gap den Widerstand bei 96 Euro und baute diesen Kursgewinn im Sitzungsverlauf weiter aus. Der Schlusskurs von 98,60 Euro markierte zugleich den höchsten Stand seit Anfang März. Zudem schloss die Aktie erstmal seit dem 24. Februar wieder oberhalb der 200-Tage-Linie, die aktuell bei 97,56 Euro verläuft. Damit befindet sich Carl Zeiss definitionsgemäß im langfristigen Aufwärtstrendmodus.
Aus charttechnischer Sicht eröffnet sich jetzt weiteres Aufwärtspotenzial bis zum nächsten bedeutenden Widerstand im Bereich von 110 Euro. Darüber wäre der Weg bis zum Allzeithoch, das am 20. Januar bei 122 Euro markiert wurde, frei. Auf der Unterseite wird die Aktie durch die Unterstützungszone zwischen 94 und 96 Euro abgesichert.
Vonseiten der Markttechnik haben die Indikatoren auf Tagesbasis soeben erst im Bereich der unteren Kaufzone Momentum nach oben aufgenommen. Dagegen erreichte der Z-Score auf Intraday-Basis mit dem gestrigen Aufwärtsimpuls bereits die extrem überhitzte Zone. Daher könnte die Aktie vor dem nächsten Aufwärtsschub erst noch eine kleine Verschnaufpause einlegen.

 


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