TRADERS´ Briefing 496 - 02.09.2020

Index-Check: DAX
Rückeroberung der 13.000-Punkte-Marke misslungen

Der DAX startete gestern sehr vielversprechend bei 13.037 Punkten mit einem Aufwärts-Gap von 92 Zählern in den Monat September. In der ersten Handelsstunde markierte das Barometer bei 13.127 Punkten das Tageshoch. Danach legte der deutsche Leitindex erneut den Rückwärtsgang ein. Am Nachmittag verstärkte sich der Abwärtsdruck und drückte den Index auf ein Tief von 12.850 Zählern. Mit einer Mini-Rallye in der letzten Handelsstunde rettete sich der DAX knapp ins Plus. Allerdings lag der Schlusskurs mit 12.974 Punkten erneut unterhalb der wichtigen 13.000er-Marke. Damit scheiterte das Barometer zwar an der erneuten Rückeroberung des 13.000-Punkte-Widerstands. Auf der anderen Seite wurde dagegen die 12.800-Punkte-Unterstützung verteidigt. Sollte diese jedoch in den nächsten Tagen nach unten durchstoßen werden, dann könnte dies zu einem Test der 200-Tage-Linie, die aktuell bei 12.200 Punkten verläuft, führen. Auf der Oberseite müsste der DAX dagegen die Sperrzone zwischen 13.000 und 13.200 Punkten überwinden, um das Allzeithoch bei 13.795 Zählern ins Visier nehmen zu können.
Aus dem Blickwinkel der Markttechnik werden auf Tagesbasis weiterhin mittelfristig steigende Kurse unterstützt. Im Zweistunden-Chart befinden sich zwar ebenfalls alle Indikatoren noch in der Kaufzone, allerdings mit sinkender Tendenz. Daher könnte sich die Seitwärtsphase zwischen 12.800 und 13.000 Punkten in den nächsten Tage weiter fortsetzen.


Index-Check: S&P 500
US-Indizes mit neuen Allzeithochs

Die drei führenden amerikanischen Börsenbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 setzten gestern ihre Aufwärtsbewegungen mit Kursanstiegen von 0,8 Prozent bis 1,5 Prozent fort. Dabei hatte einmal mehr der Nasdaq 100 die Nase vorn und markierte bei 12.293 Punkten ein neues Allzeithoch. Auch der Blue-Chip-Index S&P 500 erreichte bei 3527 Zählern einen neuen historischen Schlussrekord. Bei den Einzeltiteln gehörten insbesondere amerikanische und chinesische Internetaktien zu den größten Gewinnern. So schoss Zoom Video Communications um 40 Prozent in die Höhe, daneben erzielte auch DocuSign mit 20 Prozent einen überproportionalen Kursgewinn.
Aus charttechnischer Sicht ist der Aufwärtstrend beim S&P 500 zurzeit in allen Zeitebenen intakt. Dabei gibt es in charttechnischem Neuland auf der Oberseite keine Widerstände. Auf der Unterseite hat der Index Luft bis zur Aufwärtstrendgeraden vom März, die aktuell bei 3455 Punkten verläuft. Darunter befindet sich im Bereich von derzeit 3420 Punkten eine kurzfristigere Aufwärtstrendgerade, die ihren Ursprung im temporären Tief von Ende Juni hat.
Etwas Sorgen bereiten dagegen die Indikatoren. Denn sowohl der Random-Walk-Index auf Tagesbasis als auch die Indikatoren im Zweistunden-Chart befinden sich bereits in der überhitzten Zone. Daher könnte in Kürze am amerikanischen Aktienmarkt eine Verschnaufpause einsetzen.


Im Fokus: Software AG
Auf dem Weg zum Allzeithoch

Die Aktie des Darmstädter Software Unternehmens Software AG legte gestern um 1,9 Prozent zu und beendete den Handel bei 42,58 Euro. Damit notiert der Kurs unmittelbar unterhalb des jüngsten Hochs von 43,04 Euro. Sollte der Titel dieses Zwischenhoch übersteigen, dann würde die Aktie gleichzeitig auf ein Zweijahreshoch klettern. Darüber müsste nur noch der charttechnische Widerstand bei 44 Euro, der durch vier temporäre Hochpunkte zwischen Mai und August 2018 gebildet wird, überwunden werden, um den Weg zum Allzeithoch freizuschaufeln. Dieses wurde im Januar 2018 bei 49,80 Euro markiert. Von dort begann damals eine Korrektur, die bereits vor einem Jahr im Bereich von 23 Euro beendet schien. Doch nach einer Zwischen-Rallye sackte der Kurs im Zuge der Corona-Krise erneut ab und erreichte Mitte März bei 21,60 Euro ein zyklisches Tief. Seitdem verläuft die Kursentwicklung innerhalb eines mustergültigen Aufwärtstrends.
Mit der Überwindung der 200-Tage-Linie Ende April im Bereich von 29 Euro generierten auch die Indikatoren auf Tagesbasis die bis heute intakten Kaufsignale. Dabei hat inzwischen der Random-Walk-Index überkauftes Niveau erreicht, was auf eine bevorstehende Konsolidierung hindeuten könnte. Solange dabei die Unterstützung bei 38,50 Euro nicht unterschritten wird, bleiben die Trendpfeile weiterhin aufwärts gerichtet.


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