TRADERS´ Briefing 495 - 01.09.2020

Index-Check: DAX
DAX schließt unter 13.000 Punkten

Der DAX beendete den August gestern bei 12.945 Punkten mit einem Kursabschlag von 0,7 Prozent. Auf Monatssicht legte der deutsche Leitindex aber dennoch um respektable 5,1 Prozent zu. Seit dem vergangenen Donnerstag zeigt das Barometer jedoch Ermüdungserscheinungen. Nachdem eine Überwindung der 13.200er-Marke vorerst als gescheitert angesehen werden kann, hat sich das Barometer in die ehemalige Trading-Range zwischen 12.800 und 13.000 Punkten zurückgezogen. Jetzt kommt es entscheidend darauf an, ob der Index die wichtige Unterstützung bei 12.800 Zählern erfolgreich verteidigen kann. Sollte diese Barriere nach unten durchstoßen werden, dann würde sich weiteres Abwärtspotenzial bis zur 200-Tage-Linie, die aktuell bei 12.202 Punkten verläuft, eröffnen. Damit müsste gleichzeitig der im März eingeleitete Aufwärtstrend zu den Akten gelegt werden.
Allerdings befinden sich derzeit die Indikatoren in allen Zeitebenen noch im Kaufmodus. Im Zweistunden-Chart notiert der DAX zudem oberhalb des GD(200), der zurzeit bei 12.844 Punkten notiert. Diese wichtige Auffanglinie wurde seit Ende März nur zum Monatswechsel Juli/August kurzzeitig unterschritten. Aus diesem Blickwinkel besteht daher eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass der DAX spätestens dort wieder nach oben abdreht.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Technologieaktien klettern weiter

Am amerikanischen Aktienmarkt war gestern zum Wochenstart eine uneinheitliche Kursentwicklung zu beobachten. Während die beiden Blue-Chip-Barometer Dow Jones und S&P 500 um 0,8 Prozent und um 0,2 Prozent nachgaben, legte der Nasdaq 100 um ein Prozent zu. Dabei schloss das Technologiebarometer mit 12.111 Zählern erstmals in der Geschichte oberhalb der 12.000er-Marke. Seit dem Tief Ende März bei knapp 7000 Zählern überwand das Barometer damit bereits die sechste Tausendermarke. Zu den stärksten Titeln zählten Apple und Tesla. Beide Aktien führten gestern Aktiensplits durch. Dennoch stieg Apple um mehr als drei Prozent an, während Tesla sogar knapp 13 Prozent in die Höhe schoss. Dagegen zählten Wertpapiere aus den Bereichen Banken, Energie und Luftfahrt zu den größten Verlierern.
Dem S&P 500 gelang per Schlusskurs eine Punktlandung bei 3500 Zählern, wobei die Schwankungsbreite mit ca. 20 Punkten relativ gering ausfiel. Aus charttechnischer Sicht zeigen die Trendpfeile bei dem Index weiterhin in allen Zeitebenen nach oben. Auf der Unterseite müsste das Barometer unter 3400 Punkte fallen, damit der seit März gültige Aufwärtstrend in Gefahr geriete. Darunter befindet sich im Bereich von 3250 Zählern eine weitere starke Unterstützung, bevor bei 3085 Zählern die 200-Tage-Linie in den Fokus rücken würde.
Aus markttechnischer Sicht befinden sich die Z-Score-Werte sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis im stark überhitzten Bereich. Auch der Abstand zum GD(200) ist mit knapp 14 Prozent aus historischer Sicht kurzfristig ausgereizt. Die Vorboten für eine Verschnaufpause am amerikanischen Aktienmarkt nehmen damit deutlich zu.


Im Fokus: Aurubis
Neuer Aufwärtsschub voraus

Der MDAX-Titel Aurubis ist einer der weltweit größten Kupferhersteller. Parallel zum steigenden Kupferpreis – das Industriemetall hat sich vom Corona-Tief Mitte März um mehr als 50 Prozent erholt – hat sich der Aktienkurs von Aurubis im gleichen Zeitraum verdoppelt. Gestern gehörte das Wertpapier in einem allgemein schwächeren Börsenumfeld mit einem Kursanstieg von zwei Prozent zu den stärksten Titeln im gesamten HDAX-Universum.
Dabei zeichnet sich mit dem Schlusskurs von 60,14 Euro aus charttechnischer Sicht ein Ende der seit Anfang Juli bestehenden Konsolidierung ab. In den zurückliegenden beiden Monaten schwankte der Kurs überwiegend zwischen 57 und 60 Euro, wobei ein Ausbruchsversuch auf der Oberseite zwar mit einem temporären Hoch bei 62,90 Euro zum höchsten Kursniveau seit September 2018 führte, jedoch fiel der Titel danach wieder in die Trading-Range zurück. Sollte der Ausbruch dieses Mal zu einer nachhaltigen Aufwärtsbewegung führen, dann läge das nächste Kursziel im Bereich von 70 Euro. Darüber wäre der Weg bis zum Allzeithoch, das im Januar 2018 bei 86,80 Euro markiert wurde, frei.
Unterstützung erhält die Aktie von der Markttechnik. Denn die Indikatoren haben im Zweistunden-Chart soeben erst neue Kaufsignale generiert. Und auf Tagesbasis befindet sich Aurubis bereits seit Ende April im Kaufmodus. Daher überwiegt aktuell die Wahrscheinlichkeit für weiter steigende Kurse.


Die ersten Tagesprognosen zum DAX, MDAX und TecDAX noch vor Börseneröffnung?
Alles, was Sie tun müssen, ist, sich zu registrieren, und schon erhalten Sie unser TRADERS´ Briefing jeden Morgen, noch vor 09:00 Uhr.

TRADERS´ media GmbH
Alfred-Nobel-Str. 7
97080 Würzburg
Tel: +49 - 931 - 452 26-0

Rechtliches

Follow Us