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TRADERS´ Briefing 795 - 25.01.2022

Index-Check: DAX
Dax fällt deutlich unter 200-Tage-Linie

Zum Wochenauftakt setzte sich gestern die Abwärtsbewegung beim Dax mit weiterhin hoher Dynamik fort. Nach dem zweiprozentigen Kursrutsch vom Freitag gab der deutsche Leitindex gestern um weitere 3,8 Prozent nach. Bereits der Eröffnungskurs lag mit 15.500 Punkten mehr als 100 Punkte unter dem Freitagsschlusskurs. Nach einer kurzen Zwischenerholung fiel der Dax anschliessend kontinuierlich bis auf das Tagestief bei 14.953 Zählern und erreichte damit das niedrigste Kursniveau seit dem 06. Oktober. Bis zum Sitzungsende konnte das Barometer immerhin die 15.000er-Marke knapp zurückerobern und schloss bei 15.011 Punkten. Damit befindet sich der Index am oberen Rand der massiven Auffangzone, die sich zwischen 14.800 und 15.000 Punkten erstreckt. Dabei notiert der Dax inzwischen deutlich unterhalb der 200-Tage-Linie, die aktuell bei 15.382 Punkten verläuft.
Auch aus der Perspektive der Markttechnik besteht zurzeit weiterer Korrekturbedarf. Denn alle Indikatoren im Zweistunden-Chart notieren aktuell tief in der Verkaufszone. Dabei wurden inzwischen jedoch extrem überkaufte Niveaus erreicht, sodass die Wahrscheinlichkeit für das Erreichen eines nahenden vorläufigen Tiefpunktes und damit einer Gegenreaktion nach oben deutlich gestiegen ist.


Index-Check: S&P 500
An den US-Börsen tanzt der Bär

An den amerikanischen Börsen ging es gestern zum Wochenbeginn äusserst turbulent zu. Nach einem bereits sehr schwachen Start sackten die führenden Börsenbarometer zeitweise um bis zu vier Prozent in den Keller. In der zweiten Sitzungshälfte setzte jedoch eine Erholung ein, wobei die Indizes den Handel sogar noch mit kleinen Kursgewinnen zwischen 0,3 Prozent und 0,5 Prozent beenden konnten. Dabei war das Technologiebarometer Nasdaq 100 zuvor im Tagestief mit 13.725 Zählern auf den niedrigsten Stand seit Juni des vergangenen Jahres gefallen. In der Spitze verlor das Barometer damit vom Allzeithoch bei 16.765 Punkten, das am 22. November des vergangenen Jahres markiert wurde, 3000 Punkte oder umgerechnet knapp 18 Prozent. Der gestrige Schlusskurs lag dann aber bereits wieder bei 14.510 Punkten. Dennoch ist der Index charttechnisch angeschlagen.
Das Blue-Chip-Barometer S&P 500 markierte mit dem Tagestief von 4223 Punkten ebenfalls den niedrigsten Stand seit Juni 2021. Mit dem Schlusskurs von 4410 Punkten verteidigte der Index aber immerhin die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 4400 Zählern verläuft. Auch wenn das Intraday-Reversal beeindruckend war, ist das Barometer charttechnisch ebenfalls angeschlagen. Üblicherweise folgt auf Turbulenzen dieser Art eine mehrtägige Erholung, bevor das Tief nochmals getestet wird.
Für dieses Szenario spricht auch die Markttechnik. Denn die Indikatoren im Zweistunden-Chart haben im extrem überverkauften Bereich scharf nach oben gedreht und signalisieren damit eine Gegenreaktion nach oben. Dabei würde der S&P 500 allerdings bei 4500 Punkten auf einen massiven Widerstand treffen. Anleger müssen sich im weiteren Wochenverlauf deshalb auf eine anhaltend hohe Volatilität einstellen.


Im Fokus: Telefonica Deutschland
Aktie an trendentscheidendem Widerstand

Aktien aus defensiven Sektoren zeigen in turbulenten Börsenphasen üblicherweise relative Stärke gegenüber dem Gesamtmarkt. Daher verwundert es auch kaum, dass Wertpapiere aus dem Telekommunikationssektor gestern zu den stabilsten Titeln an einem ansonsten äusserst schwachen Aktienmarkt zählten. Die Aktie von Telefonica Deutschland war mit einem marginalen Kursabschlag von 0,3 Prozent eine der stärksten Aktien im gesamten HDax-Universum. Dabei erreichte die Aktie im Tageshoch bei 2,63 Euro das höchste Kursniveau seit Mai des vergangenen Jahres. Der Schlusskurs lag mit 2,57 Euro allerdings deutlich niedriger. Dennoch eröffnet sich aus charttechnischer Sicht jetzt weiteres Aufwärtspotenzial bis zu den Tops vom Oktober 2019 und vom Juni 2020 bei ungefähr 2,90 Euro. Darüber wäre der Weg sogar bis etwa 3,40 Euro frei.
Auch das markttechnische Bild spricht derzeit für weiter steigende Kurse. Denn der Kurs von Telefonica hat seit der Überkreuzung der 200-Tage-Linie Mitte Dezember den Abstand zur langfristigen Durchschnittslinie auf fast neun Prozent ausgebaut. Hinzu kommt, dass aktuell alle Indikatoren auf Tagesbasis im Kaufbereich notieren. Dabei wurden teilweise zwar bereits überkaufte Niveaus erreicht. Solange jedoch die Unterstützung im Bereich von 2,50 Euro verteidigt werden kann, bleiben die Trendpfeile in allen Zeitebenen unverändert aufwärts gerichtet.


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