TRADERS´ Briefing 494 - 31.08.2020

Index-Check: DAX
DAX testet 13.000er-Marke

Nach einer positiven Eröffnung bei 13.141 Punkten geriet der DAX am vergangenen Freitag in der ersten Handelsstunde spürbar unter Druck und fiel unter die 13.000-Punkte-Marke bis auf das Tagestief bei 12.951 Zählern. Danach konnte der deutsche Leitindex die runde 13.000er-Barriere jedoch rasch wieder zurückerobern und pendelte sich danach zwischen 13.000 und 13.100 Punkten ein. Der Schlusskurs wurde bei 13.033 Punkten festgestellt, was einen Tagesverlust von einem halben Prozent bedeutete. Dagegen legte der Index auf Wochensicht um 2,1 Prozent zu. Dennoch hat sich das charttechnische Bild seit Dienstag etwas eingetrübt. Denn nach dem Ausbruch auf der Oberseite vom vergangenen Montag scheiterte der DAX anschließend mehrmals an der Überwindung des 13.200-Punkte-Widerstands. Positiv schlägt dagegen zu Buche, dass der Test der Unterstützung bei 13.000 Punkten bislang erfolgreich verlief. Damit bleibt vorerst die Chance auf einen Break über das Juli-Hoch bei 13.313 Zählern gewahrt. Darüber wäre der Weg bis zum Allzeithoch bei 13.795 Punkten frei. Sollte der DAX dagegen nachhaltig unter die Unterstützungszone zwischen 12.800 und 13.000 Punkten fallen, dann wäre ein Test der 200-Tage-Linie bei aktuell 12.203 Zählern wahrscheinlich.
Markttechnisch stehen die Ampeln jedoch weiterhin auf Grün. Denn sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis notieren derzeit alle Indikatoren in der Kaufzone, ohne bislang Überhitzungserscheinungen aufzuweisen. Deshalb könnte in den nächsten Wochen beim DAX durchaus ein neues Allzeithoch auf dem Kurszettel erscheinen.


Index-Check: S&P 500
Rallye an US-Börsen geht weiter

Nachdem sich die amerikanischen Aktienmärkte am vergangenen Donnerstag eine kleine Verschnaufpause gönnten, setzte sich die Rallye bereits am Freitag wieder fort. Die drei führenden US-Barometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 legten zum Wochenschluss jeweils etwa 0,6 Prozent zu und bauten damit ihre Wochengewinne auf 2,6 Prozent bis 3,8 Prozent aus. Am vorletzten Handelstag im August zeichnet sich damit für alle drei Indizes der fünfte Monatsgewinn in Folge ab. Dabei markierten sowohl der S&P 500 bei 3505 Punkten als auch der Nasdaq 100 bei 11.996 Zählern neue Allzeithochs. Dagegen notiert der Dow Jones mit einem Schlusskurs von 28.654 Punkten noch ca. 915 Punkte oder umgerechnet 3,2 Prozent unter dem bisherigen Rekordhoch bei 29.569 Zählern.
Allerdings wird der Dow Jones nach einem Aktiensplit bei Apple im Verhältnis eins zu vier – hierdurch reduziert sich das Gewicht von Apple im kursgewichteten Dow Jones erheblich, da der Kurs von Apple entsprechend von 500 auf 125 Dollar sinken wird – ab heute neu strukturiert. Nach 92 Jahren Zugehörigkeit fällt mit Exxon das noch 2011 teuerste Unternehmen der Welt aus dem amerikanischen Leitindex heraus. Daneben müssen der Pharmakonzern Pfizer und der Raumfahrt- und Rüstungskonzern Raytheon den Index verlassen. Neu aufgenommen werden das Cloud-Computing-Unternehmen Salesforce, das Biotechnologieunternehmen Amgen sowie der Technologiekonzern Honeywell. Der Dow Jones ist damit zukünftig deutlich technologielastiger ausgerichtet, wodurch sich die Performance derjenigen des S&P 500 und des Nasdaq 100 annähern dürfte.
Aus chart- und markttechnischer Sicht befindet sich der Blue-Chip-Index S&P 500 in einem extrem starken Aufwärtstrend. Anzeichen einer Umkehr sind derzeit nicht erkennbar. Allerdings haben die Indikatoren sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis inzwischen teilweise stark überhitztes Niveau erreicht. Daher kann es nun jederzeit zu einem temporären Rücksetzer kommen. Solange dabei die seit Ende Juni gültige Aufwärtstrendgerade im Bereich von aktuell 3400 Punkten nicht nachhaltig unterschritten wird, bleiben die Trendpfeile in allen Zeitebenen aufwärts gerichtet.


Im Fokus: Dürr
Ende des langfristigen Abwärtstrends in Sicht

In einem insgesamt schwächeren allgemeinen Börsenumfeld gehörte die Aktie des Maschinenbauers Dürr am vergangenen Freitag mit einem Kursgewinn von 2,3 Prozent zu den stärksten Aktien im gesamten HDAX-Universum. Dabei durchbrach der Kurs in den ersten Handelsminuten den Widerstand bei 27,70 Euro. Mit dem Tageshoch bei 28,38 Euro wurde sogar das bisherige Augusthoch überboten und gleichzeitig das höchste Kursniveau seit Ende Februar erreicht. Mit dem Schlusskurs von 27,74 Euro fiel das Wertpapier zum Sitzungsende allerdings wieder bis auf das Ausbruchsniveau zurück.
Dennoch befindet sich Dürr auf einem guten Weg, den im November 2017 eingeleiteten Abwärtstrend zu beenden. Die dazugehörige Abwärtstrendgerade verläuft derzeit bei knapp 30 Euro. Sollte die Aktie das zuletzt an den Tag gelegte hohe Aufwärtsmomentum beibehalten – seit Monatsbeginn sattelte der Titel fast 20 Prozent auf –, dann könnte diese Barriere in Kürze erreicht werden. Aus charttechnischer Sicht befindet sich der Kurs seit Mitte März in einem stabilen Aufwärtstrend, dessen untere Begrenzung derzeit bei 25 Euro verläuft. Knapp darunter befindet sich zudem die 200-Tage-Linie.
Vonseiten der Markttechnik werden ebenfalls weiter steigende Kurse signalisiert. Auf Tagesbasis befinden sich die Indikatoren bereits seit drei Wochen im Long-Modus. Und die Indikatoren im Zweistunden-Chart haben sich nach einer zwischenzeitlichen Überhitzung bereits wieder deutlich abgekühlt. Damit eröffnet sich auch aus diesem Blickwinkel weiteres Aufwärtspotenzial.


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