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TRADERS´ Briefing 785 - 17.12.2021

Index-Check: DAX
Dax überwindet kurzfristigen Abwärtstrend

Der Dax reagierte gestern auf die positiven Vorgaben von der Wallstreet mit einem deutlichen Kursanstieg. Schon der Eröffnungskurs lag mit 15.709 Punkten um 233 Zähler oder umgerechnet 1,5 Prozent über dem Vortagesschlusskurs. Danach setzte der deutsche Leitindex die Aufwärtsbewegung zunächst weiter fort, wobei das Tageshoch bei 15.780 Zählern markiert wurde. Danach wurde der Dax jedoch durch die schwächere Wallstreet mit nach unten gezogen, sodass der Schlusskurs nur noch bei 15.636 Punkten festgestellt werden konnte. Dies entspricht jedoch immer noch einem Kurszuwachs von 1,0 Prozent. Aus charttechnischer Sicht durchbrach das Barometer zudem die kurzfristige Abwärtstrendgerade, die ihren Ursprung im Allzeithoch bei 16.290 Punkten hat und derzeit bei etwa 15.690 Punkten verläuft, nach oben. Der weitere Weg auf der Oberseite wird jetzt noch durch einen kleineren Widerstand bei 15.800 Punkten versperrt. Darüber würde die historische Bestmarke in den Fokus rücken. Bei einem Break über diese Barriere könnte im Zuge einer Jahresend-Rallye sogar die nächste runde Zielmarke bei 17.000 Punkten erreicht werden.
Das markttechnische Bild hat durch den Kursrückgang in der gestrigen letzten Handelsstunde allerdings einen kleinen Kratzer erhalten. Denn der Z-Score fiel im Zweistunden-Chart erneut in die Short-Zone, während der Timing-Indikator bereits zu Wochenbeginn ein Verkaufssignal generierte. Lediglich der Random-Walk-Index notiert noch knapp in der Kaufzone, allerdings mit stark fallender Tendenz. Die nächsten Tage könnten deshalb von einer anhaltend hohen Volatilität geprägt sein.



Index-Check: S&P 500
Amerikanischer Technologiesektor unter Druck

Nach dem beeindruckenden bullischen Intraday-Reversal vom Mittwoch gaben die Kurse an den US-Börsen gestern zum Teil bereits wieder kräftig nach. Insbesondere der Technologiesektor stand unter Druck. So stürzte der vielbeachtete Halbleiterindex der Philadelphia Stock Exchange um mehr als vier Prozent ab und durchlief damit nahezu die komplette Handelsspanne der zurückliegenden vier Wochen. Das Barometer hatte erst in der vergangenen Woche ein neues Allzeithoch erreicht und könnte sich jetzt in der Phase einer Top-Bildung befinden. Bei den drei führenden Leitindizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 lagen die Kursrückgänge zwischen 0,1 und 2,6 Prozent. Dabei stellte der Dow Jones seine bereits in den vergangenen Handelstagen zu beobachtende relative Stärke einmal mehr unter Beweis. Tagesverlierer war dagegen der Nasdaq 100, der mit einem Schlusskurs von 15.864 Zählern den kompletten Vortagesgewinn zunichte machte und jetzt erneut schnurstracks auf das Monatstief im Bereich von 15.600 Punkten zusteuert.
Beim Blue-Chip-Index S&P 500 fiel der Kursrückgang mit 0,9 Prozent deutlich geringer aus. Der Index schloss mit 4669 Zählern aber erneut unterhalb der 4700er-Marke. Die nächste Unterstützung auf der Unterseite befindet sich bei 4600 Punkten, darunter wäre Luft bis in den Bereich von 4500 Punkten. Vonseiten der Markttechnik wird dagegen unverändert ein bullisches Szenario angezeigt. Denn im Zweistunden-Chart notieren derzeit alle Indikatoren weiterhin in ihrer jeweils mittleren Kaufzone.


Im Fokus: Jungheinrich
Neues Allzeithoch greifbar

Die im MDax gelistete Aktie des Maschinenbaukonzerns Jungheinrich war gestern mit einem Kursanstieg von 3,7 Prozent der stärkste Titel im HDax, in dem alle Wertpapiere aus Dax, MDax und TecDax zusammengefasst sind. Mit einem Schlusskurs von 44,54 Euro schob sich die Aktie in die Nähe des Allzeithochs, das am 28. April dieses Jahres bei 48,04 Euro markiert wurde. Damals begann eine Konsolidierungsphase, was nach einem Anstieg vom 2020er-Tief bei ungefähr zehn Euro in einer Grössenordnung von fast 400 Prozent auch völlig normal ist. Dabei schwankte der Kurs in den zurückliegenden neun Monaten überwiegend zwischen 40 und 48 Euro, wobei diese Handelsspanne innerhalb dieses Zeitraums fünf Mal durchlaufen wurde. Zwischenzeitlich fiel der Kurs dabei Ende September zwar unter die 200-Tage-Linie, diese konnte jedoch Ende Oktober mit einem kräftigen Aufwärtsimpuls wieder zurückerobert werden. Seitdem pendelte die Aktie um ihre langfristige Durchschnittslinie, die aktuell bei 42,82 Euro verläuft. Mit dem gestrigen Aufwärtsimpuls könnte diese Schlacht zu Gunsten der Bullen gewonnen worden sein. Sollte Jungheinrich jetzt auch noch der Sprung auf eine neue historische Rekordmarke gelingen, dann wäre der weitere Weg nach oben vorgezeichnet.
Aus markttechnischer Sicht befinden sich die Indikatoren auf Tagesbasis nach dem volatilen Verlauf der vergangenen Wochen zwar auf dem Weg nach unten. Derzeit notieren jedoch noch alle Indikatoren in der Kaufzone und signalisieren damit mittelfristig weiter steigende Kurse.

 

 

Das Team von TRADERS’ Briefing wünscht allen Lesern erholsame und vor allem gesunde Weihnachtsfeiertage sowie einen guten Start in das neue Börsenjahr 2022. Die nächste Ausgabe des TRADERS’ Briefing erscheint am 10. Januar 2022.


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