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TRADERS´ Briefing 784 - 16.12.2021

Index-Check: DAX
Dax mit zaghafter Erholung

Der Handel am deutschen Aktienmarkt wurde gestern geprägt durch eine abwartende Haltung im Vorfeld der Sitzung der amerikanischen Notenbank Fed, die ihre zinspolitischen Entscheidungen erst nach dem offiziellen Handelsschluss an der deutschen Börse bekanntgab. Zunächst eröffnete der Dax bei 15.503 Punkten oberhalb der charttechnisch wichtigen 15.500-Punkte-Grenze mit einem Aufwärts-Gap von 50 Zählern im Vergleich zum Vortagesschlusskurs. Danach pendelte der deutsche Leitindex bis zum frühen Nachmittag um die 15.500er-Marke, bevor eine Verkaufswelle den Index auf ein Tagestief von 15.452 Zählern nach unten drückte. Eine leichte Erholung in der letzten Handelsstunde führte danach zu einem Schlusskurs bei 15.476 Zählern, was einem Plus von 23 Punkten bzw. 0,2 Prozent entspricht.
Damit geht der Kampf um 15.500 Punkte weiter. Sollte diese Barriere nachhaltig unterschritten werden, dann droht ein weiterer Kursverfall bis in die massive Auffangzone zwischen 14.800 und 15.000 Punkten. Auf der Oberseite müsste das Barometer dagegen den 15.800-Punkte-Widerstand überwinden, um erneut das Allzeithoch, das am 18. November bei 16.290 Punkten markiert wurde, ins Visier nehmen zu können. Das markttechnische Bild trübt sich dagegen immer mehr ein. Die Indikatoren auf Zweistunden-Basis dringen immer weiter in die Verkaufszone vor und deuten damit auf weiteren Korrekturbedarf hin.



Index-Check: S&P 500
Entschlossene Notenbank Fed beflügelt die Aktienmärkte

Die Ankündigung der amerikanischen Notenbank Fed, den erhöhten inflationären Tendenzen energisch entgegenzutreten und die Anleihekaufprogramme schneller als bisher geplant zurückzufahren, sowie im nächsten Jahr mit ersten Zinserhöhungen den Preissteigerungen entgegenzutreten, wurde an den Aktienmärkten mit Kurssteigerungen honoriert. Die drei führenden Aktienbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 drehten nach der Bekanntgabe der weithin erwarteten Strategieanpassung nach oben, nachdem die Kursentwicklung zuvor eine klar abwärts gerichtete Tendenz aufgewiesen hatte. Dabei nahm die Aufwärtsdynamik sukzessive zu und bis zum Sitzungsende erkämpften sich die drei Leitindizes satte Kursgewinne zwischen 1,1 und 2,3 Prozent, wobei der Nasdaq 100 mit deutlichem Vorsprung der Tagesgewinner war. Das Blue-Chip-Barometer S&P 500 verteidigte mit einem Tagestief von 4611 Punkten und einem Schlusskurs von 4710 Zählern erneut die 4600er-Unterstützung, die durch die untere Grenze der Notierungslücke vom 07. November definiert wird. Auf der Oberseite ist damit der Weg zum bestehenden Allzeithoch von 4744 Punkten jetzt wieder frei.
Auf die Markttechnik hat sich das gestrige Intraday-Reversal ebenfalls bullisch ausgewirkt. Denn alle Indikatoren im Zweistunden-Chart drehten knapp oberhalb ihrer jeweiligen Verkaufszonen wieder nach oben und signalisieren damit erneut weiteres Aufwärtspotenzial.


Im Fokus: Evotec
Auf dem Weg zu neuem Allzeithoch

Die Aktie des Biotechnologieunternehmens Evotec befindet sich seit etwa einem Vierteljahr in einer Konsolidierungsphase. Die Aktie hatte am 17. September dieses Jahres bei 45,83 Euro ein neues Allzeithoch erreicht, nachdem der Kurs Mitte März 2020 noch bei 17,17 Euro ein zyklisches Tief markiert hatte. In den zurückliegenden drei Monaten schwankte der Titel überwiegend zwischen 39 und 45 Euro. Im Bereich der unteren Grenze drehte die Aktie bereits drei Mal nach oben ab. Gestern war Evotec zudem mit einem Kurssprung von 7,8 Prozent der stärkste Titel im HDax-Universum. Dabei erreichte der Kurs im Tageshoch ein Niveau von 44,84 Euro, bevor der Schlusskurs geringfügig niedriger bei 44,58 Euro festgestellt wurde. Sollte dem Titel in den nächsten Tagen der Sprung über den Widerstandsbereich bei 45 Euro gelingen, dann wäre das nächste Kursziel auf der Oberseite die runde 50-Euro-Marke.
Unterstützung erhält Evotec derzeit auch von der Markttechnik. Zum einen notiert die Aktie mehr als 13 Prozent über der 200-Tage-Linie, die derzeit bei 37,85 Euro verläuft. Zum anderen haben auf Tagesbasis alle Indikatoren innerhalb ihrer jeweiligen Kaufzonen Momentum nach oben aufgenommen.


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