TRADERS´ Briefing 493 - 28.08.2020

Index-Check: DAX
DAX ohne klare Tendenz

Der DAX prallte gestern erneut an der 13.200-Punkte-Marke nach unten ab. Nachdem der deutsche Leitindex gleich nach Handelsbeginn das Tageshoch bei 13.218 Punkten markiert hatte, entwickelte sich ein volatiler Handel. In den letzten beiden Handelsstunden fiel das Barometer sogar unter die 13.100er-Marke und schloss bei 13.096 Zählern. Damit erweist sich die Widerstandszone zwischen 13.200 und 13.300 Punkten bislang als äußerst hartnäckig. Zum einen ist dort das Hoch vom Juli. Zum anderen befindet sich dort die markante Notierungslücke vom 24. Februar, die durch ein Abwärts-Gap zwischen 13.200 und 13.500 Punkten erzeugt wurde.
Gleichzeitig verläuft aktuell im Bereich von 13.200 Zählern ebenfalls eine flache Abwärtstrendgerade, die ihren Ursprung im Allzeithoch bei 13.795 Punkten hat. In Verbindung mit der Aufwärtstrendgeraden von Ende März, die zurzeit bei 12.830 Punkten notiert, lässt sich ein Dreieck aufspannen. Da sich beide Linien zum Beginn der nächsten Woche bei 13.170 Punkten schneiden, ist ein größerer Trendimpuls in den nächsten Tagen nahezu vorprogrammiert. Während das Kursziel auf der Oberseite mit dem Allzeithoch relativ konkret angegeben werden kann, sind im Fall eines Ausbruchs auf der Unterseite mehrere Kursziele möglich. Zunächst träfe der DAX zwischen 12.800 und 13.000 Punkten auf eine massive Unterstützungszone, die sich seit Monatsbeginn als sehr tragfähig erwiesen hat. Darunter wäre sogar ein Test der 200-Tage-Linie möglich, die derzeit bei 12.204 Punkten verläuft.
Vonseiten der Markttechnik überwiegen die Chancen für einen Ausbruch auf der Oberseite. Denn sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis notieren die Indikatoren alle in der mittleren Kaufzone, ohne bislang Anzeichen einer Überhitzung aufzuweisen.


Index-Check: S&P 500
Die Volatilität steigt an

Nach einer mehrtägigen Aufwärtsbewegung an den amerikanischen Aktienmärkten waren gestern bei den führenden US-Börsenbarometern deutlich höhere Kursschwankungen zu beobachten. So stieg das Volatilitätsbarometer VIX um mehr als fünf Prozent auf 24,5 Punkte an und notiert damit für die aktuell bullische Börsenphase auf einem relativ hohen Niveau. Auslöser für die höheren Kursausschläge war die Rede des Fed-Vorsitzenden Powell auf dem virtuellen Jackson Hole Symposium. Dabei verkündete Powell, dass die Fed in Zukunft höhere Inflationsraten tolerieren werde. Hierauf reagierten die Börsen mit teilweise heftigen Schwankungen, allerdings per saldo ohne klare Tendenz.
Der Dow Jones und der S&P 500 legten geringfügig um 0,6 Prozent und 0,2 Prozent zu, während das Technologiebarometer Nasdaq 100 mit 0,4 Prozent im Minus schloss. Profiteure der neuen Fed-Ausrichtung waren insbesondere die Finanztitel. So gehörte JP Morgan mit einem Kursanstieg von 3,3 Prozent zu den stärksten Dow-Titeln. Das Blue-Chip-Barometer S&P 500 übersprang mit einem Tageshoch von 3501 Zählern erstmals in der Geschichte die 3500er-Marke. Zum Sitzungsende notierte das Barometer dann aber wieder etwas tiefer bei 3485 Punkten.
Aus charttechnischer Sicht ist der Aufwärtstrend damit zwar weiterhin intakt, allerdings wird die Luft zunehmend dünner. Das wird auch durch die Indikatoren bestätigt. Der Random-Walk-Index (RWI) notiert auf Tagesbasis in der überkauften Zone, während der Z-Score nur knapp darunter liegt. Im Zweistunden-Chart befindet sich der RWI bereits im extrem überhitzten Bereich und drehte gestern schon leicht nach unten. Damit rückt eine Korrektur immer näher. Solange dabei die langfristige Aufwärtstrendgerade im Bereich von 3420 Punkten erfolgreich verteidigt werden kann, bleiben die mittelfristigen Aussichten unverändert bullisch.


Im Fokus: HeidelbergCement
Langfristiger Aufwärtstrendwechsel greifbar

Die Aktie des global tätigen Baustoffkonzerns HeidelbergCement legte gestern um 0,1 Prozent zu und beendete mit einem Schlusskurs von 53,04 Euro am zweiten Tag in Folge den Handel hauchdünn oberhalb der 200-Tage-Linie. Damit ist ein nachhaltiger Wechsel in den langfristigen Aufwärtstrendmodus greifbar. Hierzu wäre ein Break über die Widerstandszone zwischen 53 und 54 Euro notwendig. Von diesem Kursniveau ist der Kurs seit Juni bereits drei Mal nach unten abgeprallt. Sollte der Ausbruch dieses Mal gelingen, dann würde die Aktie auf den höchsten Stand seit Ende Februar vordringen.
Aus charttechnischer Sicht wäre danach der Weg bis zum nächsten Widerstand bei 60 Euro frei. Dort würde das Wertpapier zudem auf die seit Januar 2018 bestehende langfristige Abwärtstrendgerade treffen, die ihren Ursprung am markanten Zwischenhoch bei 94,50 Euro hat. Bei einem erneuten Abprall nach unten läge dagegen bei 51 Euro eine trendentscheidende Unterstützung. Denn dort verläuft die seit Mitte März gültige Aufwärtstrendgerade. Bei einem Durchbruch nach unten würde sich unmittelbar weiteres Abwärtspotenzial bis etwa 46 Euro eröffnen.
Aus dem Blickwinkel der Markttechnik stehen die Ampeln zurzeit jedoch auf Grün. Denn die Indikatoren haben auf niedrigem Niveau soeben erst Momentum nach oben aufgenommen. Und auch auf der Intraday-Zeitebene signalisieren die Indikatoren im Kaufbereich weiter steigende Kurse.


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