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TRADERS´ Briefing 774 - 02.12.2021

Index-Check: DAX
Erholung auf breiter Front

Der Dax befand sich gestern von Beginn an auf Erholungskurs. Bereits der Eröffnungskurs lag mit 15.233 Zählern um 133 Punkte oder umgerechnet 0,9 Prozent über dem Vortagesschlusskurs. Danach stieg der deutsche Leitindex bis zum Handelsende kontinuierlich weiter an und beendete die Sitzung bei 15.473 Punkten mit einem Plus von 373 Punkten bzw. 2,5 Prozent. Unterstützt wurde das Barometer dabei von einer hohen Marktbreite. Denn 33 der 40 Indexaktien beendeten den Handel im Plus. Vor allem zyklische Wertpapiere wie z.B. Infineon, Siemens und die Automobiltitel standen in der Gunst der Anleger ganz weit oben.
Aus charttechnischer Sicht ist der kurzfristige Abwärtstrend allerdings unverändert intakt. Denn die seit dem 19. November bestehende Abwärtstrendgerade verläuft derzeit bei ca. 15.630 Zählern. Zudem trifft der Dax zwischen 15.500 und 15.900 Punkten auf die massive Notierungslücke vom Freitag. Sollte dem Dax aber dennoch die Überwindung dieser Widerstandszone gelingen, dann wäre der nächste Anlaufpunkt das Allzeithoch bei 16.290 Punkten.
Das markttechnische Bild hat sich trotz der gestrigen Erholung noch nicht aufgehellt. Alle Indikatoren im Zweistunden-Chart befinden sich noch tief in der Verkaufszone. Der Dax bleibt daher anfällig für weitere Rückschläge.


Index-Check: S&P 500
Bärisches Intraday-Reversal

In Amerika sah es gestern in der ersten Sitzungshälfte nach einer deutlichen Erholung aus. Die führenden Börsenbarometer lagen gegenüber dem Vortagesschlusskurs zeitweise mit über zwei Prozent im Plus. So eröffnete der Blue-Chip-Index S&P 500 bei 4603 Zählern mit einem Plus von 36 Punkten und stieg danach bis auf das Tageshoch bei 4653 Punkten.
Dann liefen Meldungen über die Ticker, wonach sich kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Russland und der Ukraine verdichteten. Dies führte an den US-Börsen zu einer Trendumkehr und der S&P 500 fiel bis zum Handelsende vom Tageshoch um 143 Punkte bzw. 3,1 Prozent bis auf ein Tagestief von 4510 Zählern zurück und vollzog hierdurch ein klassisches bärisches Intraday-Reversal. Der Schlusskurs wurde nur unwesentlich höher bei 4513 Punkten festgestellt, was einem Minus von 1,2 Prozent entspricht. Damit schloss das Barometer zugleich auf dem tiefsten Stand seit dem 18. Oktober. Zudem wurde bei 4540 Punkten eine wichtige Unterstützung unterschritten. Diese wird durch das ehemalige Allzeithoch von Anfang September sowie den GD(200) im Zweistunden-Chart definiert. Die nächste Unterstützung befindet sich jetzt erst wieder bei 4300 Zählern.
Vonseiten der Markttechnik haben sowohl der Random-Walk-Index als auch der Z-Score im Intraday-Zeitfenster gestern in den Short-Modus gedreht. Der Timing-Indikator notiert in diesem Zeitintervall bereits seit vorgestern in der Verkaufszone. Kurzfristig eröffnet sich daher weiteres Abwärtspotenzial.


Im Fokus: Daimler
Aktie prallt von wichtiger Unterstützung nach oben ab

Die Aktie des schwäbischen Automobilherstellers Daimler gehörte gestern in einem allgemein bullischen Börsenumfeld mit einem Kursgewinn von 4,3 Prozent zu den stärksten Titeln im HDax, in dem alle Wertpapiere aus Dax, MDax und TecDax zusammengefasst sind. Mit dem Schlusskurs von 86,59 Euro drang der Kurs in die Notierungslücke vom vergangenen Freitag, die durch ein massives Abwärts-Gap zwischen 85 und 88 Euro entstand, vor. Sollte der Aktie eine nachhaltige Überwindung dieser Widerstandszone gelingen, dann würde das Jahreshoch, das Mitte November bei 91,63 Euro markiert wurde, in den Fokus rücken. Darüber würde Daimler Kurs auf das Allzeithoch im Bereich von 96 Euro, das im März 2015 erreicht wurde, nehmen. Auf der Unterseite wird der Titel durch eine starke Unterstützung bei 80 Euro abgesichert. Diese wurde seit Anfang Oktober bereits zweimal erfolgreich getestet, letztmals am Dienstag dieser Woche.
Auch aus markttechnischer Sicht wird derzeit weiteres Aufwärtspotenzial angezeigt. Denn durch die Korrektur in den zurückliegenden beiden Wochen haben sich die Indikatoren deutlich abgekühlt und haben mit dem gestrigen Aufwärtsimpuls wieder Momentum nach oben aufgenommen, wobei bis zur überhitzten Zone noch ausreichend Luft vorhanden ist.


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