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TRADERS´ Briefing 771 - 29.11.2021

Index-Check: DAX
Dax stark unter Druck

Das Auftreten der neuen Corona-Virusvariante setzte dem Dax am letzten Handelstag in der vergangenen Woche sehr stark zu. Mit einem Kurssturz von 661 Punkten oder umgerechnet 4,2 Prozent erlitt der deutsche Leitindex den größten Tagesverlust seit dem 28. Oktober des vergangenen Jahres. Auf Wochensicht summieren sich die Kursrückgänge damit auf insgesamt 900 Zähler bzw. 5,6 Prozent. Bereits der Eröffnungskurs lag am Freitag mit 15.384 Punkten mehr als 500 Punkte unter dem Vortagesschlusskurs. Zugleich wurden damit eine ganze Reihe wichtiger Widerstände nach unten durchschlagen. Daneben notiert der Index mit dem Schlusskurs von 15.257 Punkten wieder unterhalb der 200-Tage-Linie, die aktuell bei 15.383 Zählern verläuft. Definitionsgemäß befindet sich der Dax damit erneut im langfristigen Abwärtstrendmodus. Auf der Unterseite eröffnet sich jetzt weiteres Abwärtspotenzial bis in die massive Auffangzone zwischen 14.800 und 15.000 Punkten. In dieser Kurszone bildete der Dax seit Mai mehrere markante Zwischentiefs aus. Darunter läge die nächste Unterstützung erst wieder im Bereich von 14.100 Zählern.
Aus der Perspektive der Markttechnik hat sich die Lage ebenfalls sichtbar eingetrübt. Zwar befinden sich auf Tagesbasis weiterhin alle Indikatoren in der Kaufzone, allerdings mit steil nach unten gerichteter Tendenz. Im Zweistunden-Chart notieren dagegen jetzt alle Indikatoren im Short-Modus. Dabei ist bis zum Erreichen der jeweils überkauften Zustände noch reichlich Luft nach unten. Das Abwärtspotenzial dürfte daher aktuell noch nicht komplett ausgeschöpft sein.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Börsen im Abwärtssog

Auch in Amerika konnten sich die Aktienmärkte am vergangenen Freitag der durch die neue Corona-Variante ausgelösten Verunsicherung nicht entziehen. Die drei führenden Börsenbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 standen von Beginn an stark unter Druck. So eröffnete der Blue-Chip-Index S&P 500 bei 4665 Punkten bereits 37 Zähler bzw. 0,8 Prozent unter dem Vortagesschlusskurs. Danach setzte sich die Talfahrt ungebremst fort, wobei der Tiefstkurs des Tages bei 4585 Punkten erreicht wurde. Der Schlusskurs lag mit 4595 Punkten nur knapp darüber und bedeutete einen Tagesverlust von 2,3 Prozent. Zugleich war dies der stärkste Rückgang innerhalb eines Tages seit Ende Oktober des vergangenen Jahres. Auf Wochensicht erlitt der Index den zweitgrößten Rückschlag seit Ende Januar.
Dennoch befindet sich das Barometer aus charttechnischer Sicht weiterhin innerhalb des seit Anfang Oktober gültigen Aufwärtstrends. Die korrespondierende Aufwärtstrendgerade verläuft derzeit bei etwa 4570 Zählern und steigt mit ca. 30 Punkten pro Woche weiter an. Sollte diese Auffanglinie nachhaltig nach unten durchstossen werden, dann würde sich in einem bärischen Szenario weiteres Abwärtspotenzial bis zu den Tiefpunkten von Anfang Oktober bei 4270 Punkten eröffnen. Knapp darüber verläuft zudem bei aktuell 4290 Punkten die 200-Tage-Linie.
Auch das markttechnische Bild hat sich zum Ende der vergangenen Woche erheblich eingetrübt, wenn auch die Indikatoren im Zweistunden-Chart derzeit noch alle in der Kaufzone notieren. Allerdings besteht hier bereits eine hohe Abwärtsdynamik, sodass Verkaufssignale bereits in der Luft liegen. Eine weitere Kursschwäche besitzt daher eine hohe Wahrscheinlichkeit.


Im Fokus: Software AG
Kurssprung könnte Trendwende einleiten

Das sowohl im TecDax als auch im MDax gelistete Softwareunternehmen Software AG war am vergangenen Freitag mit einem Kurssprung von 9,4 Prozent auf einen Schlusskurs von 37,96 Euro in einem ansonsten sehr bärischen Börsenumfeld der stärkste Titel im gesamten HDax-Universum. Damit könnte die seit Anfang September anhaltende Korrektur beendet sein. Ausgehend vom bisherigen Jahreshoch bei knapp 44 Euro begann damals für die Aktie ein Abwärtstrend, der noch am vergangenen Dienstag zu einem zyklischen Tief bei 34 Euro führte. Das kräftige Aufwärts-Gap vom Freitag, das zwischen 35 Euro und 38 Euro eine imposante Notierungslücke im Chartbild gerissen hat, könnte die Initialzündung für weitere Kursgewinne gewesen sein. Hierfür müsste der Kurs allerdings noch die 200-Tage-Linie bei 38 Euro überkreuzen und danach die Abwärtstrendgerade im Bereich von derzeit 39 Euro nach oben durchstossen. Anschließend könnte das Jahreshoch bei 44 Euro ins Visier genommen werden.
Eine ausgemachte Sache ist der Aufwärtstrendwechsel zurzeit noch nicht. Denn bei der Markttechnik überwiegen derzeit noch die Verkaufssignale. Zwar liegt beim Z-Score bereits ein Long-Signal vor, dagegen benötigen sowohl der Timing-Indikator als auch der Random-Walk-Index noch etwas höhere Kurse, bevor auch diese Indikatoren die Kaufzone erreichen werden.


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