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TRADERS´ Briefing 766 - 22.11.2021

Index-Check: DAX
Dax mit kleinem Schwächeanfall

Der Dax verabschiedete sich am Freitag mit einem Kursrückgang von 62 Punkten bzw. 0,4 Prozent ins Wochenende. Für die gesamte vergangene Woche reichte es aber per saldo dennoch zu einem kleinen Kursanstieg von 66 Zählern oder umgerechnet 0,4 Prozent. Dennoch besteht beim deutschen Leitindex weiterer Konsolidierungsbedarf. Denn der Kursverlust am Freitag war das Resultat einer gefährlichen Mischung aus Angst vor einer sich verschärfenden Corona-Pandemie einerseits und dem offen ausgetragenen Streit über die weitere EZB-Politik zwischen dem Noch-Bundesbankchef Weidmann sowie der EZB-Präsidenten Lagarde andererseits. Im Ergebnis führte dies beim Dax am Freitag nach einer freundlichen Eröffnung und einem Tageshoch von 16.283 Zählern zu einem zwischenzeitlichen Absturz von 200 Punkten auf ein Tagestief von 16.083 Punkten. In den letzten beiden Handelsstunden konnte sich das Barometer wieder bis auf einen Schlusskurs von 16.160 Zählern erholen.
Aus charttechnischer Sicht setzte der Index im Tief nahezu punktgenau auf der seit Anfang Oktober bestehenden Aufwärtstrendgerade auf. Sollte diese Unterstützung jedoch nach unten durchstossen werden, dann würde sich unmittelbar weiteres Abwärtspotenzial bis in den Auffangbereich zwischen 15.800 und 16.000 Punkten eröffnen. Daher kommt es in dieser Woche entscheidend darauf an, ob der Dax die wichtige 16.000er-Marke auf Schlusskursbasis erfolgreich verteidigen kann.
Die Markttechnik deutet dabei kurzfristig auf weiteren Konsolidierungsbedarf hin. Denn alle Indikatoren im Zweistunden-Chart haben auf teilweise extrem überkauften Niveau deutlich nach unten gedreht. Dagegen ist das mittelfristig markttechnische Bild auf Basis der Indikatoren im Tages-Chart bullisch, ohne Tendenzen einer überreizten Situation aufzuweisen.


Index-Check: S&P 500
Uneinheitlich Entwicklung an Amerikas Börsen

Zum Wochenausklang war am vergangenen Freitag an den US-Börsen eine äusserst unterschiedliche Kursentwicklung zu beobachten. Während der Blue-Chip-Index Dow Jones zum Handelsbeginn um ein halbes Prozent nachgab, notierte der Technologieindex Nasdaq 100 wenige Minuten nach Sitzungsbeginn ein halbes Prozent im Plus. Diese Divergenz hielt bis zum Schluss an, wobei der Dow Jones per saldo 0,8 Prozent an Wert verlor und der Nasdaq 100 um 0,6 Prozent stieg. Der S&P 500 lag mit einem marginalen Minus von 0,1 Prozent zwischen diesen beiden Barometern und schloss bei 4698 Punkten hauchdünn unterhalb des 4700-Punkte-Widerstands. Aus charttechnischer Sicht setzte sich die Seitwärtsbewegung beim S&P 500, die bereits seit dem 05. November anhält, fort. Dabei bestand bislang für den Anfang Oktober eingeleiteten Aufwärtstrend allerdings keine Gefahr. Die dazugehörige Aufwärtstrendgerade verläuft derzeit im Bereich von 4555 Zählern und steigt mit etwa 40 Punkten bzw. einem knappen Prozent pro Woche weiter an. Sobald der Index die 4700er-Marke hinter sich gelassen hat, könnte in den nächsten Wochen die runde Marke bei 5000 Punkten ins Visier geraten.
Vonseiten der Markttechnik kommt aktuell kein Störfeuer. Die Indikatoren im Zweistunden-Chart bewegen sich auf hohem Kaufniveau seitwärts. Lediglich der nach wie vor extrem überreizte Zustand beim Random-Walk-Index deutet auf eine kurzfristige Fortsetzung der Seitwärtsphase hin.


Im Fokus: Zalando
Vielversprechende Ausgangslage

Die Aktie des Online-Modehändlers Zalando führte am vergangenen Freitag in einem allgemein bärischen Börsenumfeld die Liste der Gewinner im HDax an. Mit einem Kurssprung von 4,1 Prozent auf einen Schlusskurs von 85,60 Euro wurde dabei eine Bodenbildungsformation beendet, sodass nach den Regeln der Charttechnik mit einem weiteren Kursanstieg gerechnet werden kann. Denn die Aktie hat sich in eine äusserst aussichtsreiche Ausgangslage manövriert. Nachdem der Titel im Juli dieses Jahres bei 106 Euro das bis heute gültige Allzeithoch markiert hatte, begann für das Wertpapier eine Korrektur, die erst im Bereich der 75-Euro-Unterstützung gestoppt wurde. Auf diesem Kursniveau bildete die Aktie seit Mitte Oktober ein Doppel-Tief aus. Mit dem Aufwärtsimpuls vom Freitag wurde zugleich der 84-Euro Widerstand nach oben durchbrochen, wodurch die Bodenbildung komplettiert wurde. Der nächste Widerstand auf der Oberseite wird durch die 200-Tage-Linie und die seit Juli bestehende Abwärtstrendgerade im Bereich von 90 Euro gebildet. Bei einem Break nach oben wäre der Weg zunächst bis 95 Euro und danach bis zur historischen Bestmarke frei.
Auch die Markttechnik hat sich inzwischen deutlich sichtbar aufgehellt. Zwar notieren der Timing-Indikator und der Random-Walk-Index noch in der Verkaufszone, allerdings mit klar steigender Tendenz. Und der Z-Score produzierte auf Tagesbasis bereits am Freitag ein neues Kaufsignal.


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