TRADERS´ Briefing 492 - 27.08.2020

Index-Check: DAX
DAX bleibt im Aufwärtsmodus

Der DAX testete gestern wenige Minuten nach dem Handelsstart mit einem Tagestief bei 13.011 Punkten die runde 13.000er-Marke. Doch danach stieg der deutsche Leitindex bis zum Sitzungsende mit zwei dynamischen Aufwärtsschüben um 1,0 Prozent bis auf den Schlusskurs von 13.190 Zählern an. Damit markierte der Index den höchsten Schlussstand seit dem 21. Februar. Im nächsten Schritt müsste das Barometer das Verlaufshoch vom Juli bei 13.313 Punkten überbieten, um den Weg bis zum derzeit noch gültigen Allzeithoch bei 13.795 Punkten freizuschaufeln.
Aus charttechnischer Sicht befindet sich der DAX zurzeit noch unmittelbar unterhalb der seit Ende Februar bestehenden und relativ flach verlaufenden Abwärtstrendgeraden. Ein Break nach oben wäre daher ein zusätzliches Kaufsignal. Auf der Unterseite befindet sich dagegen zwischen 12.800 und 13.000 Punkten eine breite Auffangzone.
Vonseiten der Markttechnik kommt derzeit ebenfalls starke Unterstützung. Zum einen hat sich die Marktbreite sichtbar verbessert. Denn aktuell notieren 70 Prozent der DAX-Titel über der 200-Tage-Linie, nachdem diese Quote Ende Juli noch bei 50 Prozent gelegen hatte. Zum anderen befinden sich die Indikatoren in allen Zeitebenen im Kaufmodus. Damit scheint die Fortsetzung des jüngsten Aufwärtspfades vorgezeichnet zu sein.


Index-Check: S&P 500
Die Rekordjagd geht weiter

In Amerika setzten der Nasdaq 100 und der S&P 500 ihre Rekordjagd mit Kursaufschlägen von 2,1 Prozent und 1,0 Prozent fort. Dabei markierte der S&P 500 mit dem Schlusskurs von 3479 Punkten am vierten Tag in Folge ein neues Allzeithoch, während das Technologiebarometer bei 11.972 Zählern den fünften historischen Rekordwert hintereinander erreichte. Die stärksten Titel kamen erneut aus der Internet- und Computerbranche. So schoss Netflix um elf Prozent nach oben, Adobe sprang um neun Prozent hoch, Facebook sattelte acht Prozent auf und Tesla schaffte immerhin einen Kursanstieg von sechs Prozent. Die 30 im Dow Jones enthaltenen Wertpapiere konnten hier nicht mithalten. Das bekannteste Aktienbarometer der Welt legte gerade einmal um 0,3 Prozent zu.
Aus charttechnischer Sicht befindet sich der Blue-Chip-Index S&P 500 in einem sehr dynamischen Bullenmarkt. Insbesondere nach dem Ausbruch über die 3400er-Marke gewann die Aufwärtsbewegung so richtig an Fahrt. Mangels weiterer technischer Widerstände orientieren sich die nächsten Kursziele an runden Marken, sodass der Index als nächstes 3500 Punkte ansteuern dürfte.
Allerdings zeigen sich inzwischen die ersten Überhitzungserscheinungen. So erreichte der Random-Walk-Index (RWI) auf Tagesbasis den Schwellenwert von „2“. Das bedeutet, dass der Aufwärtstrend aus statistischer Sicht bereits sehr weit fortgeschritten ist. Und im Zweistunden-Chart ist neben dem RWI ebenfalls der Z-Score bereits deutlich in überhitztes Terrain vorgestoßen. Sobald diese Indikatoren ihre Triggerlinien für den überkauften Bereich von oben nach unten durchstoßen, könnte der S&P 500 in den Korrekturmodus übergehen. Bis es soweit heißt es vorerst aber weiterhin „The Trend is your Friend.“

 


Im Fokus: Fuchs Petrolub
Aussichtsreiche charttechnische Ausgangslage

Der Schmierstoffmittelhersteller Fuchs Petrolub gehörte gestern mit einem Kursanstieg von 2,7 Prozent zu den größten Gewinnern im MDAX. Mit einem Schlusskurs von 39,04 Euro durchbrach die Aktie den charttechnisch wichtigen Widerstand bei 38,50 Euro. Gleichzeitig schloss der Titel auf dem höchsten Stand seit dem 21. Februar. Aus charttechnischer Sicht eröffnet sich jetzt weiteres Aufwärtspotenzial bis in den Bereich von 43 Euro. Oberhalb dieses Kursniveaus bildete die Aktie zwischen dem 13. Dezember des vergangenen Jahres und dem 20. Januar eine obere Inselumkehr aus. In dessen Verlauf markierte Fuchs Petrolub bei 45,70 Euro ein markantes Zwischenhoch. Sollte das Wertpapier diese Barriere ebenfalls überspringen, dann wäre der Weg bis zum Allzeithoch im Bereich von 51,50 Euro frei. Allerdings ist ein weiterer Kursanstieg kein Selbstläufer. Denn bislang notiert die Aktie erst ca. drei Prozent über der 200-Tage-Linie. Da kann es jederzeit nochmals zu einem Abwärtstrendwechsel kommen. Dabei würde der Kurs zwischen 35 Euro und 36 Euro auf eine massive Unterstützungszone treffen.
Aus dem Blickwinkel der Markttechnik stehen die Ampeln derzeit jedoch voll und ganz auf Grün. Die Indikatoren auf Tagesbasis nehmen auf niedrigem Niveau soeben erst Momentum nach oben auf. Im Zweistunden-Chart steigen die Indikatoren dagegen in der Kaufzone bereits sehr dynamisch an. Daher überwiegt derzeit die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung der gestern eingeleiteten Aufwärtsbewegung.

 


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