TRADERS´ Briefing 489 - 24.08.2020

Index-Check: DAX
DAX durchbricht wichtige Unterstützung
Nach einer positiven Eröffnung geriet der DAX am vergangenen Freitag ab dem frühen Nachmittag etwas stärker unter Druck und fiel vom Tageshoch bei 12.911 Punkten bis auf ein Tagestief bei 12.634 Zählern zurück. In der letzten Handelsstunde konnte sich der deutsche Leitindex bis auf einen Schlusskurs von 12.765 Punkten erholen. Auf Wochensicht verlor das Barometer damit etwas mehr als ein Prozent an Wert.
Weitaus entscheidender ist jedoch die Tatsache, dass die wichtige Unterstützung bei 12.800 Punkten unterschritten wurde. Aus charttechnischer Sicht eröffnet sich jetzt weiteres Abwärtspotenzial bis zunächst 12.500 Punkte. Darunter wäre der Weg bis zur 200-Tage-Linie, die aktuell bei 12.206 Punkten verläuft, frei. Mit einer Trendentscheidung ist dabei innerhalb der nächsten beiden Wochen zu rechnen. Denn zurzeit läuft der DAX in die Spitze eines charttechnischen Dreiecks hinein, das sich durch die seit dem 21. Juli gültige kurzfristige Abwärtstrendgerade und die seit Mitte Juni bestehende Aufwärtstrendgerade aufspannen lässt.
Aus dem Blickwinkel der Markttechnik besitzt derzeit ein Ausbruch auf der Oberseite eine höhere Wahrscheinlichkeit. Zum einen befinden sich aktuell jeweils etwa 60 Prozent der Indexaktien oberhalb der 200- oder der 50-Tage-Linie. Daneben verlaufen auf Tagesbasis alle Indikatoren in der oberen Kaufzone, wobei bis zum überkauften Bereich noch ausreichend Platz vorhanden ist. Und im Zweistunden-Zeitfenster überwiegen aktuell ebenfalls noch die Kaufsignale. Daher werden erst die nächsten Tage entscheiden, ob sich die moderat bärische Charttechnik oder die bullische Markttechnik durchsetzen wird.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Aktienbarometer klettern weiter
In Amerika sind die Aktienmärkte derzeit nicht zu stoppen. Am Freitag kletterten die führenden Indizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 zwischen 0,3 Prozent und 0,7 Prozent weiter nach oben. Dabei markierten sowohl der Nasdaq 100 als auch der S&P 500 neue Allzeithochs. Performance-Spitzenreiter bei den Einzeltiteln war mit einem Kurssprung von mehr als fünf Prozent Apple. Die Aktie gewann damit an einem einzelnen Tag mehr als 100 Milliarden Dollar an Wert.
Gleichzeitig weitet sich jedoch die Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern immer weiter aus. Denn ein Fünftel aller S&P 500-Aktien befinden sich mehr als 50 Prozent unterhalb ihres historischen Höchstkurses. Im Durchschnitt notieren die Indexaktien knapp 30 Prozent unterhalb des Allzeithochs. Das bedeutet, dass die Rallye nur von wenigen schwergewichteten Aktien getragen wird.
Dennoch befindet sich das Blue-Chip-Barometer S&P 500 unverändert auf Hausse-Kurs. Am Freitag erreichte der Index bei 3397 Punkten eine neue historische Bestmarke, wodurch der Ende März eingeleitete Aufwärtstrend bestätigt wurde. Sollte die 3400er-Marke überwunden werden, dann könnte das Aufwärtsmomentum, das seit Monatsbeginn etwas nachgelassen hat, erneut an Fahrt gewinnen. Das weitere Aufwärtspotenzial könnte in diesem bullischen Szenario auf etwa zehn Prozent taxiert werden. Im Fall einer Verschnaufpause würde der Index dagegen zunächst bei ca. 3320 Punkten und darunter im Bereich von 3250 Zählern auf charttechnische Unterstützungen treffen.
Vonseiten der Markttechnik befinden sich die Indikatoren auf allen Zeitebenen im grünen Bereich. Eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung besitzt daher aktuell die größte Wahrscheinlichkeit.


Im Fokus: Rocket Internet
Langfristiger Aufwärtstrendmodus zum Greifen nah
Die Aktie des Berliner Beteiligungsunternehmens Rocket Internet war am vergangenen Freitag mit einem Kursanstieg von 2,9 Prozent der Tagesgewinner im HDAX , in dem alle Aktien aus DAX , MDAX und TecDAX zusammengefasst sind. Seit Monatsbeginn hat die Aktie bereits mehr als acht Prozent aufgesattelt und sich mit dem Schlusskurs von 19,70 Euro bis auf 1,4 Prozent an die 200-Tage-Linie herangeschoben. Sollte dem Wertpapier der Sprung über die langfristige Durchschnittslinie gelingen, dann würde die Aktie erstmals seit Oktober des vergangenen Jahres im langfristigen Aufwärtstrendmodus notieren. Damit würden auch die Chancen auf ein Ende des charttechnischen Abwärtstrends steigen. Dieser begann im Oktober 2018 im Bereich von 31 Euro und führte während des Corona-Crashs bis auf ein Tief von 16 Euro. Zurzeit verläuft die Abwärtstrendgerade bei knapp 22 Euro. Darüber wäre der Weg sogar bis zum 2019er-Hoch bei etwa 26 Euro frei. Bei einem erneuten Rücksetzer würde sich dagegen Abwärtspotenzial bis zur Unterstützung bei 18 Euro eröffnen. Dieses Kursniveau wurde seit April mehrmals erfolgreich verteidigt.
Unterstützung erhält Rocket Internet ebenfalls von der Markttechnik. Denn am Freitag generierte der Timing-Indikator auf Tagesbasis ein Kaufsignal, während die anderen Indikatoren unmittelbar vor der Kaufzone stehen. Und im Zweistunden-Chart wurden die Kaufsignale bereits vor zwei Wochen erzeugt. Damit überwiegen derzeit die Chancen auf ein Überschreiten des GD(200).


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