TRADERS´ Briefing 488 - 21.08.2020

Index-Check: DAX
Seitwärtsphase beim DAX hält an
Am deutschen Aktienmarkt fehlen nach wie vor die frischen Impulse. Nachdem sich der DAX mit dem Schlusskurs vom Dienstag knapp unterhalb der 13.000er-Marke in Stellung gebracht hatte, eröffnete der deutsche Leitindex gestern bei 12.830 Punkten mit einem Abwärts-Gap von fast 150 Punkten. Noch am Vormittag markierte das Barometer bei 12.756 Zählern das Tagestief. Danach schaukelte sich der Index bis auf einen Schlusskurs von 12.830 Punkten nach oben, was per saldo einem Kursrückgang von 1,1 Prozent entspricht. Zwar scheiterte der DAX damit zum wiederholten Mal am 13.000-Punkte-Widerstand. Gleichzeitig wurde aber auch die Unterstützung bei 12.800 Zählern verteidigt. Damit sind die Ausbruchspunkte sowohl auf der Unter- als auch der Oberseite eingepflockt. Erst mit einem Break einer dieser beiden Grenzen könnte sich der nächste Trendimpuls entwickeln. Für die Oberseite sprechen dabei die seit März steigenden temporären Tiefpunkte. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass der DAX unter das Tief von Ende Juli bei 12.250 Punkten fallen müsste, damit sich ein charttechnisches Verkaufssignal ergibt.
Vonseiten der Markttechnik dominieren derzeit die Kaufsignale. Die Indikatoren auf Tagesbasis geben weiterhin grünes Licht. Lediglich auf Zweistunden-Basis haben die Indikatoren in den vergangenen Tagen leicht nach unten gedreht. Daher könnte sich die Seitwärtsphase kurzfristig noch fortsetzen.


Index-Check: S&P 500
Technologieaktien setzen Rekordjagd fort
Nachdem die amerikanischen Aktienmärkte vorgestern eine kleine Verschnaufpause eingelegt hatten, setzte sich der Aufwärtstrend bereits gestern wieder fort. Insbesondere im Technologiesektor purzelten erneut die Rekorde. So legte der Nasdaq 100 mit einem Schlusskurs von 11.477 Punkten um 1,4 Prozent auf eine neue historische Bestmarke zu. Bei den Einzeltiteln baute Apple mit einem weiteren Kursanstieg von 2,2 Prozent den Firmenwert oberhalb der Zwei-Billionen-Dollar-Marke weiter aus. Und Tesla notiert erstmals in seiner Geschichte oberhalb von 2000 Dollar.
Das Blue-Chip-Barometer S&P 500 konnte zwar nicht mit neuen historischen Höchstkursen aufwarten. Allerdings erholte sich das Barometer vom Tagestief bei 3355 Punkten auf ein Tageshoch von 3390 Zählern. der Schlusskurs wurde bei 3386 Zählern festgestellt. Aus charttechnischer Sicht befindet sich der Markt damit weiterhin knapp unterhalb des Allzeithochs. Dabei hat sich in den zurückliegenden sechs Handelstagen eine Schiebezone zwischen 3350 und 3400 Punkten entwickelt. Sollte eine der beiden Grenzen durchstoßen werden, dann könnte dies weiteres Trendpotenzial freisetzen. Dabei sind oberhalb des Allzeithochs keine weiteren technischen Widerstände vorhanden. Auf der Unterseite würde der Index dagegen bei 3300 Punkten auf eine erste Auffanglinie treffen. Darunter befindet sich bei 3250 Zählern die nächste Unterstützung.
Aus dem Blickwinkel der Indikatoren stehen die Ampeln jedoch weiterhin auf Grün, sodass zurzeit die Chancen für einen Ausbruch nach oben überwiegen.


Im Fokus: TAG Immobilien
Aktie springt auf höchsten Stand seit 2002
Von den 19 Branchenindizes aus der Stoxx-Europe-600-Indexfamilie legte der Immobilen-Index (Real Estate-Index) als einziges Barometer um 2,5 Prozent zu. Alle anderen Sektorindizes verbuchten gestern Kursverluste. Stärkste deutsche Immobilienaktie war der MDAX-Titel TAG Immobilien. Das Wertpapier führte mit einem Kurssprung von 6,9 Prozent die Gewinnerliste im HDAX-Universum an. Dabei übersprang der Kurs das bisherige Jahreshoch von 25,18 Euro. Zugleich bedeutete der Schlusskurs von 25,44 Euro den höchsten Stand seit Juni 2002.
Sollten die charttechnischen Eckpunkte aus 2001 und 2002 unverändert Gültigkeit besitzen, dann läge das nächste Kursziel im Bereich von ungefähr 34 Euro. Aufgrund der aktuell hohen Aufwärtsdynamik könnte dieses Kursniveau bereits in den nächsten Wochen erreicht werden. Denn seit Anfang August legte TAG Immobilien bereits um 15 Prozent zu. Nach der Konsolidierung zwischen Ende Mai und Ende Juli könnte jetzt ein neuer langfristiger Aufwärtstrend begonnen haben. Dabei erinnert die Dynamik an die Aufholjagd nach dem Corona-Crash. Damals sattelte die Aktie innerhalb von nur drei Wochen 35 Prozent auf.
Unterstützung erhält die Aktie durch die Markttechnik. Denn zurzeit befinden sich die Indikatoren in allen Zeitebenen in der Kaufzone. Allerdings ist der Z-Score sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis bereits in der überhitzten Zone angelangt. Solange die Aktie jedoch im Zuge einer möglichen Verschnaufpause die Unterstützung bei 23,50 Euro erfolgreich verteidigen kann, bleibt das technische Bild uneingeschränkt bullisch.


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