TRADERS´ Briefing 487 - 20.08.2020

Index-Check: DAX
DAX bringt sich erneut in Stellung

Nach der Achterbahnfahrt vom Dienstag war beim DAX gestern von Beginn an eine klare Aufwärtstendenz zu erkennen. Der Index stieg von Anfang bis Ende kontinuierlich um 96 Punkte bzw. 0,7 Prozent an und beendete den Handel bei 12.977 Punkten. Damit befindet sich der deutsche Leitindex unmittelbar unterhalb der runden 13.000er-Marke. Darüber träfe das Barometer bei etwa 13.070 Punkten auf einen bedeutenden Widerstand. Denn oberhalb dieses Kursniveaus bildete sich zwischen dem 21. und dem 23. Juli eine obere Inselumkehr aus, die von einem Aufwärts- und einem Abwärts-Gap umschlossen wird. Sollte dort ein Break nach oben erfolgen, dann könnte nur noch das Juli-Hoch bei 13.313 Zählern den weiteren Anstieg des DAX bis zum Allzeithoch bei 13.794 Punkten stoppen. Im Fall eines nochmaligen Rücksetzers hat sich auf der Unterseite der Bereich um 12.800 Punkten in den zurückliegenden sieben Handelstagen dagegen als tragfähige Unterstützung erwiesen. Allerdings müsste bei einem Break dieser Schlüsselzone mit einem weiteren Kursrückgang bis zur 200-Tage-Linie bei aktuell 12.209 Punkten gerechnet werde.
Vonseiten der Markttechnik befinden sich die Indikatoren in allen Zeitebenen in der mittleren Kaufzone, sodass einem weiteren Kursanstieg zurzeit nichts im Weg steht.


Index-Check: S&P 500
Gewinnmitnahmen am US-Aktienmarkt

Nachdem sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq 100 gestern im Tagesverlauf neue Allzeithochs markiert hatten, setzten in der zweiten Sitzungshälfte Gewinnmitnahmen ein, die alle drei führenden US-Leitbarometer – Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 – per saldo ins Minus drückten. Dabei lagen die Kursverluste zwischen 0,3 Prozent und 0,7 Prozent. Nach einer nahezu unterbrechungsfreien Aufwärtsbewegung seit Ende Juni sind Gewinnmitnahmen in dieser überschaubaren Größenordnung zwar völlig normal. Allerdings hat das charttechnische Bild einen ersten Kratzer erhalten.
Denn der S&P 500 ist mit dem Schlusskurs von 3375 Zählern unter die seit März gültige Aufwärtstrendgerade gerutscht, die aktuell bei 3394 Punkten verläuft. Sollte das Barometer in den nächsten Tagen weiter fallen oder auch nur seitwärts tendieren, dann hätte dies wenigstens eine deutliche Abflachung des Aufwärtstrendkanals zur Folge. Dabei könnte sich für den S&P 500 zunächst weiteres Abwärtspotenzial bis in die Unterstützungszone zwischen 3230 und 3250 Punkten eröffnen. Darunter hätte das Barometer sogar Luft bis zur 200-Tage-Linie, die aktuell bei 3070 Zählern notiert.
Allerdings deuten die Indikatoren zurzeit weder auf Tages- noch auf Intraday-Basis auf eine größere Korrektur hin. Daher ist bislang lediglich von einer völlig normalen Verschnaufpause innerhalb der langfristigen primären Aufwärtsbewegung auszugehen.


Im Fokus: Münchener Rück
Aktie unmittelbar vor charttechnisch relevantem Widerstand

Mit einem Kursanstieg von 1,9 Prozent gehörte die Aktie der Münchener Rück gestern zu den stärksten DAX-Titeln. Der Schlusskurs wurde bei 239,30 Euro festgestellt und lag damit fast drei Prozent oberhalb der 200-Tage-Linie. Gleichzeitig schob sich das Wertpapier unmittelbar vor den Widerstand bei 242 Euro heran. Dort verläuft eine horizontale Widerstandsgerade, die die obere Begrenzung des seit Anfang Juni gültigen Seitwärtstrendkanals darstellt. Auf der Unterseite verläuft die entsprechende Unterstützung bei 220 Euro. Sollte die Münchener Rück auf Schlusskursbasis nach oben ausbrechen, dann würde der Kurs auf den höchsten Stand seit Ende Februar springen. Darüber würde sich unmittelbar weiteres Aufwärtspotenzial bis zum Jahreshoch bei 284,20 Euro, das am 17. Februar markiert wurde, eröffnen. Danach könnte die Aktie sogar in Kursgefilde vordringen, die letztmals 2002 auf dem Kurszettel standen.
Aus dem Blickwinkel der Markttechnik werden mittelfristig weiter steigende Kurs signalisiert, da die Indikatoren bereits seit Mitte Juni in der Kaufzone notieren, ohne bislang Anzeichen einer Überhitzung aufzuweisen. Dagegen notiert der Z-Score im Zweistunden-Chart bereits im überverkauften Bereich, sodass ein kurzfristiger Ausbruch nach oben alles andere als gesichert erscheint. Solange die Aktie jedoch die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 233 Euro verläuft, erfolgreich verteidigen kann, bleibt das technische Bild unverändert bullisch.


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