TRADERS´ Briefing 486 - 19.08.2020

Index-Check: DAX
Achterbahnfahrt beim DAX

Die Kursentwicklung beim DAX glich gestern regelrecht einer Achterbahnfahrt. Zunächst eröffnete der deutsche Leitindex bei 12.837 Punkten mit einem Abwärts-Gap von mehr als 80 Punkten und markierte unmittelbar danach das Tagestief bei 12.807 Zählern. Danach setzte eine Rallye ein, die den Index bis zum frühen Nachmittag auf ein Tageshoch bei 13.053 Punkten katapultierte. Am Nachmittag fiel der Index erneut um 200 Punkte zurück, bevor der Schlusskurs mit 12.882 Zählern festgestellt wurde. Damit durchlief der DAX gestern nahezu die komplette Handelsspanne der zurückliegenden fünf Handelstage. Dabei lagen Licht und Schatten sehr nahe beieinander. Zum einen wurde die charttechnisch bedeutende Unterstützung bei 12.800 Punkten erfolgreich verteidigt. Zum anderen misslang gestern erneut der nachhaltige Sprung über die 13.000er-Marke. Auch der Widerstand bei 12.934 Zählern, der sich aus dem Juni-Hoch ableitet, wurde auf Schlusskursbasis unterboten.
Immerhin ist aus charttechnischer Sicht der Aufwärtstrend weiterhin intakt. Denn die seit März gültige Aufwärtstrendgerade verläuft derzeit bei etwa 12.780 Punkten. Erst ein Fall unter diese Auffanglinie würde weiteres Abwärtspotenzial freisetzen. Dabei trifft der DAX jedoch zwischen 12.500 und 12.800 Punkten auf ein ganzes Bündel von Unterstützungen. Zudem erhält der Index weiterhin Unterstützung von der Markttechnik. Denn aktuell befinden sich sowohl die Indikatoren auf Tages- als auch auf Intraday-Basis im Kaufmodus.


Index-Check: S&P 500
S&P 500 schließt auf neuem Allzeithoch

An den amerikanischen Aktienmärkten war auch gestern eine hohe relative Stärke des Technologiesektors zu beobachten. Das Technologiebarometer Nasdaq 100 baute den historischen Rekordwert um ein weiteres Prozent auf nunmehr 11.399 Punkte aus. Dagegen gab der Dow Jones um 0,2 Prozent nach, während der S&P 500 immerhin ein marginales Plus von 0,2 Prozent über die Ziellinie retten konnte. Zugleich markierte das 500 Aktien umfassende Blue-Chip-Barometer mit 3390 Punkten einen neuen historischen Schlussrekord. Das bisherige Allzeithoch vom 19. Februar wurde jedoch lediglich um vier Zähler überboten, sodass bislang von einem nachhaltigen Ausbruch nach oben noch keine Rede sein kann.
Auch aus charttechnischer Sicht sind jetzt weitere Kurssteigerungen notwendig, damit der im März eingeleitete Aufwärtstrend intakt bleibt. Denn aktuell verläuft die Aufwärtstrendgerade bei 3379 Zählern, wobei der Anstieg 14 Punkte pro Tag beträgt. Sollte der S&P 500 aus diesem Aufwärtstrend nach unten herausfallen, dann könnte das zu einer Unterbrechung der Aufwärtsbewegung führen. Dabei würde der Index zunächst bei 3320 Zählern auf die nächste Unterstützung treffen. Darunter befindet sich bei ungefähr 3250 Punkten eine weitere Auffanglinie.
Vonseiten der Markttechnik nähern sich die Indikatoren sowohl auf der Tages- als auch der Intraday-Zeitebene immer mehr der überhitzten Zone. Vor einer Fortsetzung des langfristigen Aufwärtstrends könnte es daher in den nächsten Tagen zu einer kleinen Verschnaufpause kommen.


Im Fokus: Henkel
Ausbruch auf Oberseite in greifbarer Nähe

In einem insgesamt schwächeren Marktumfeld bewies die Aktie von Henkel gestern mit einem Kursgewinn von 1,2 Prozent relative Stärke und gehörte damit zu den größten Gewinnern unter den DAX -Titeln. Mit einem Schlusskurs von 87,04 Euro baute das Wertpapier den Abstand zur 200-Tage-Linie auf knapp zwei Prozent aus. Zudem bedeutete dies den zweithöchsten Schlusskurs seit Ende Februar. Lediglich Mitte Juli schloss Henkel um wenige Cents höher, setzte danach jedoch wieder in den Bereich von 82 Euro zurück. Sollte dieses Mal der nachhaltige Ausbruch über den 87-Euro-Widerstand gelingen, dann würde der Kurs knapp unterhalb von 90 Euro auf eine trendentscheidende Barriere stoßen. Denn dort verläuft zurzeit die seit Juni 2017 gültige Abwärtstrendgerade, die am Allzeithoch von 130 Euro ihren Ausgangspunkt hat. Ein Break über dieses Hindernis könnte den Beginn eines neuen langfristigen Aufwärtstrends einleiten. Zugleich würde sich kurzfristig unmittelbar weiteres Aufwärtspotenzial bis zum 2019er-Hoch bei 98 Euro eröffnen.
Aus dem Blickwinkel der Markttechnik unterstützen die Indikatoren auf Tagesbasis mittelfristig weiter steigende Kurse. Dabei befinden sich die Indikatoren derzeit in der unteren Kaufzone, sodass erhebliches Aufwärtspotenzial vorhanden ist. Auch im Zweistunden-Chart notieren seit der vergangenen Woche alle Indikatoren im Long-Modus. Lediglich durch einen erneuten Fall unter die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 85,48 Euro notiert, würde sich das aktuell positive technische Bild erneut eintrüben.


Die ersten Tagesprognosen zum DAX, MDAX und TecDAX noch vor Börseneröffnung?
Alles, was Sie tun müssen, ist, sich zu registrieren, und schon erhalten Sie unser TRADERS´ Briefing jeden Morgen, noch vor 09:00 Uhr.

TRADERS´ media GmbH
Alfred-Nobel-Str. 7
97080 Würzburg
Tel: +49 - 931 - 452 26-0

Rechtliches

Follow Us