TRADERS´ Briefing 0711 - 21.07.2021

Index-Check: DAX
Dax mit moderatem Pullback

Nach dem Kurssturz vom Wochenbeginn befand sich der Dax gestern von Beginn an auf dem Pfad der Erholung. Bereits der Eröffnungskurs lag mit 15.235 Zählern um 102 Punkte bzw. 0,7 Prozent über dem Schlusskurs vom Montag. Danach kletterte der deutsche Leitindex zwar noch kurzzeitig auf die 15.300er-Marke, fiel danach aber wieder deutlich bis auf ein Tagestief von 15.092 Punkten zurück. Mit einer Mini-Rallye in den letzten beiden Handelsstunden konnte sich das Barometer aber wieder knapp ins Plus retten. Der Schlusskurs wurde bei 15.216 Punkten festgestellt, was einem Kursanstieg von 0,6 Prozent entspricht. In Anbetracht der Kursverluste in den zurückliegenden Handelstagen – seit dem vergangenen Donnerstag hatte der Dax in der Spitze in nur drei Sitzungen 763 Punkte oder umgerechnet 4,8 Prozent an Wert verloren – fiel die bisherige Erholung relativ bescheiden aus. Für eine Befreiung aus der bärischen Umklammerung wäre wenigstens eine Überwindung der Notierungslücke vom Montag, die durch ein Abwärts-Gap zwischen 15.420 und 15.540 Punkten entstand, notwendig. Auf der Unterseite müsste dagegen bei einem Unterschreiten des Montagstiefs bei 15.049 Zählern kurzfristig mit einem weiteren Nachgeben bis in den Bereich von 14.800 Punkten gerechnet werden.
Das markttechnische Bild spricht derzeit eher für die bärische Variante. Denn zurzeit befinden sich im Zweistunden-Chart alle Indikatoren im Verkaufsmodus. Immerhin sind dabei auf niedrigem Niveau bereits erste Zeichen einer stärkeren Gegenbewegung auszumachen. Ob diese dann tatsächlich auch eintreten wird, werden erst die nächsten Tage zeigen.


Index-Check: S&P 500
In Amerika beginnt die Aufholjagd

Nachdem die führenden US-Börsenbarometer von ihren in der vergangenen Woche erreichten Allzeithochs bis zum Montagabend in der Spitze bis zu vier Prozent an Wert verloren hatten, setzte gestern eine beeindruckende Aufholjagd ein. Dabei legten der Dow Jones, der S&P 500 und der Nasdaq 100 zwischen 1,2 Prozent und 1,6 Prozent zu. Damit wiederholt sich ein Muster, das seit Mai 2020 bereits mehrfach zu beobachten war. Wie auf dem beigefügten Zweistunden-Chart des S&P 500 zu sehen ist, befindet sich der Index bereits seit Mai des vergangenen Jahres in diesem Zeitfenster oberhalb der 200-Perioden-Linie. Insgesamt prallte das Barometer in diesem Zeitraum bereits zehn Mal vom GD(200) nach oben ab, wobei die Durchschnittslinie nur in drei Fällen für kurze Zeit unterschritten wurde. Auch mit dem Montagstief setzte der S&P 500 nahezu punktegenau auf dem GD(200) auf. Sollte sich die Geschichte wiederholen, dann könnte der Index in Kürze sogar bereits wieder auf ein neues Allzeithoch klettern.
Aus der Sicht der Charttechnik wird diese Einschätzung durch die Tatsache gestützt, dass die Notierungslücke vom Montag mit der gestrigen Erholung schon wieder geschlossen wurde. Und auch vonseiten der Markttechnik überwiegen die bullischen Signale. Denn im Zweistunden-Chart befindet sich aktuell nur der Timing-Indikator in der Verkaufszone während sowohl der Random-Walk-Index als auch der Z-Score knapp oberhalb ihrer jeweiligen Verkaufszonen wieder nach oben drehten und damit unveräandert als bullisch einzustufen sind.


Im Fokus: CTS Eventim
Aktie prallt von 200-Tage-Linie nach oben ab

Die Aktie von CTS Eventim – des im MDax gelisteten Marktführers in den Bereichen Ticketing und Live Entertainment – konnte sich gestern in einem überwiegend bullischen Marktumfeld deutlich besser als der Durchschnitt behaupten. Mit einem Kursanstieg von 2,2 Prozent zählte die Aktie zu den stärksten Titeln im HDax. Dabei schloss CTS Eventim bei 53,92 Euro 3,4 Prozent über der 200-Tage-Linie, die aktuell bei 52,15 Euro verläuft. Zum Wochenstart hatte die Aktie im Tief noch punktgenau auf der langfristigen Durchschnittslinie aufgesetzt. Damit könnte der langfristige Aufwärtstrendmodus vorerst erfolgreich verteidigt worden sein. Hinzu kommt, dass der Kurs exakt auf der seit dem 10. Juni bestehenden Abwärtstrendgeraden aufsetzte. Sollte hier ein Durchbruch auf der Oberseite gelingen, dann wäre der Weg bis zum aktuellen Jahreshoch, das mit 60,50 Euro nur hauchdünn unter dem im Januar 2020 markierten Allzeithoch bei 61,10 Euro liegt, frei. Auf der Unterseite wird die Aktie dagegen durch den GD(200) und darunter durch die vom März 2020 stammende Aufwärtstrendgerade im Bereich von derzeit 50 Euro solide unterstützt.
Aus der Perspektive der Markttechnik konnte sich im Zuge der Korrektur seit Mitte Juni bislang lediglich der Z-Score in der Kaufzone halten. Der Timing-Indikator rutschte dagegen in die Verkaufszone ab, während sich der Random-Walk-Index immerhin in die neutrale Zone retten konnte. Bei einem weiteren Kursschub würden die bullischen Indikatoren jedoch sehr schnell die Oberhand gewinnen.


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