TRADERS´ Briefing 683 - 11.06.2021

Index-Check: DAX
Dax tritt auf der Stelle

In einem fast ganztägig munteren Handel durchlief der Dax gestern insgesamt fünf Mal nahezu eine 100-Punkte-Spanne. Zunächst tendierte der deutsche Leitindex abwärts und markierte noch in der ersten Handelsstunde bei 15.513 Zählern das Tagestief. Danach folgten nochmals zwei sinusförmige Wellen mit fast gleich hohen Kursausschlägen, allerdings mit einer per saldo leicht steigenden Tendenz. Zum Sitzungsende stand bei einem Schlusskurs von 15.571 Punkten ein marginales Minus von zehn Punkten auf dem Kurszettel. Immerhin konnte der Dax damit erneut die wichtige 15.500-Punkte-Unterstützung auf Schlusskursbasis verteidigen. Dennoch bleibt festzuhalten, dass der Kurszuwachs seit Mitte April gerade einmal 111 Punkte bzw. 0,7 Prozent beträgt. Nach dieser Durststrecke wird ein größerer Trendimpuls immer wahrscheinlicher. Auf der Oberseite wäre das nächste Kursziel die 16.000er-Marke. Dagegen müsste bei einem Bruch der 15.500-Punkte-Unterstützung mit einem Kursrückgang bis in die Auffangzone zwischen 14.800 und 15.100 Zählern gerechnet werden.
Aus dem Blickwinkel der Markttechnik überwiegen derzeit die Chancen für einen Ausbruch auf der Oberseite, da sich zurzeit alle Indikatoren im Kaufmodus befinden. Ein kleiner Wermutstropfen ist dabei die sinkende Tendenz bei den Indikatoren im Zweistunden-Chart, wobei sich diese jedoch aktuell noch in der mittleren Kaufzone bewegen.


Index-Check: S&P 500
Neuer Rekord an der Wallstreet

Obwohl die bereits seit Tagen mit Spannung erwarteten amerikanischen Inflationsdaten gestern auf den ersten Blick höher als erwartet ausfielen, waren die Börsianer offensichtlich nach einem zweiten Blick sehr zufrieden mit den veröffentlichten Daten. Denn die drei führenden Indizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 zogen unmittelbar nach Sitzungsbeginn zum Teil deutlich an. Dabei markierte der S&P 500 mit dem Tageshoch bei 4250 Punkten einen neuen historischen Verlaufsrekord. Dieses erhöhte Kursniveau konnte jedoch nicht verteidigt werden, und das Barometer beendete den Handel bei 4239 Zählern, was aber immer noch einem Kursanstieg von 0,5 Prozent entspricht. Immerhin reichte dies für einen Ausbau des bisherigen Schlussrekords um sechs Punkte. Auch der Nasdaq 100 legte mit plus 1,1 Prozent deutlich zu und nimmt mit dem Schlusskurs von 13.960 Zählern sowohl die runde 14.000er-Marke als auch das knapp darüber liegende Allzeithoch bei 14.073 Punkten ins Visier. Lediglich der Dow Jones litt unter der schlechten Performance der Finanztitel und konnte mit Ach und Krach ein Plus von 16 Punkten bzw. 0,1 Prozent einfahren.
Insbesondere der S&P 500 bestätigte mit den neuen Rekorden den langfristigen Aufwärtstrend, sodass für die nächsten Wochen mit weiter steigenden Kursen zu rechnen sein dürfte. Dies wird auch durch die Markttechnik bestätigt. Denn die Indikatoren im Zweistunden-Chart weisen bereits seit drei Wochen innerhalb der Kaufzone eine stetig steigende Tendenz auf und bieten dabei noch ausreichend Potenzial auf der Oberseite.


Im Fokus: Deutsche Telekom
Aktie auf den Weg zu einem neuen Dekadenhoch

Die Aktie der Deutschen Telekom, die sowohl im Dax als auch im TecDax gelistet ist, gehörte gestern in einem uneinheitlichen Marktumfeld mit einem Kursaufschlag von 1,8 Prozent zu den größten Gewinnern im gesamten HDax-Universum. Der Schlusskurs bei 17,97 Euro bedeutete dabei zugleich das höchste Kursniveau seit Mai 2017 – also seit mehr als vier Jahren. Damit bestätigte die Aktie den Aufwärtstrend, der im März des vergangenen Jahres am zyklischen Tiefpunkt von 10,41 Euro seinen Ausgangspunkt hat. Seitdem bewegte sich der Kurs in mehreren Wellen unter teilweise heftigen Schwankungen nach oben. Auf eine Seitwärtsbewegung, die zwischen Juni 2020 und März dieses Jahres auf der Oberseite durch den Widerstand bei 15,50 Euro begrenzt wurde, folgte ab Mitte März eine sehr dynamische Aufwärtsbewegung, die bis heute anhält. Dabei hat sich die Aufwärtsdynamik seit Anfang Mai nochmals verstärkt. Inzwischen ist das 2017er-Hoch bei 18,15 Euro zum Greifen nahe. Darüber würde die Deutsche Telekom in Kursgebiete vordringen, die letztmals im Januar 2002 auf dem Kurszettel standen. Danach läge der nächste nennenswerte Widerstand erst wieder im Bereich von 25 Euro.
Vonseiten der Markttechnik befindet sich die Aktie bereits seit November 2020 ununterbrochen im Bullenmodus. Dabei notiert der Z-Score zwar schon in der überhitzten Zone. Bei einem Ausbruch auf den höchsten Stand seit fast 20 Jahren könnte die Aktie aus dieser Perspektive jedoch über einen längeren Zeitraum bei gleichzeitig steigenden Kursen im überkauften Zustand verweilen. Lediglich durch einen Fall unter die 16-Euro-Unterstützung würde sich das derzeit bullische Bild erneut eintrüben.


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