TRADERS´ Briefing 682 - 10.06.2021

Index-Check: DAX
Dax legt den Rückwärtsgang ein

Nach einer dreitägigen Seitwärtsbewegung im Bereich des Allzeithochs musste der Dax gestern einen kleinen Rückschlag verkraften. Bereits in der ersten Handelsstunde war eine Abwärtstendenz erkennbar, die den deutschen Leitindex bis zum frühen Nachmittag auf ein Tagestief von 15.505 Punkten drückte. Bis zum Sitzungsende konnte sich das Barometer jedoch auf einen Schlusskurs von 15.581 Zählern nach oben arbeiten, was aber dennoch ein Minus von 0,4 Prozent bedeutete. Damit wurde ein erster Test des Ausbruchsniveaus aus der vergangenen Woche bei 15.500 Punkten immerhin erfolgreich bestanden.
Sollte der Dax diese charttechnisch wichtige Marke jedoch auf Schlusskursbasis nach unten durchstossen, dann könnte es sich bei dem jüngsten Ausbruch auf ein neues Allzeithoch als Fehlsignal handeln. In diesem bärischen Szenario müsste mit einem Rücksetzer bis in die Unterstützungszone zwischen 14.800 und 15.100 Punkten gerechnet werden. Auf der Oberseite wäre dagegen bei einer Fortsetzung der jüngsten Aufwärtsbewegung unverändert die 16.000er-Marke das nächste kurzfristige Kursziel.
Aus markttechnischer Sicht überwiegen derzeit nach wie vor die bullischen Signale. Denn zurzeit befinden sich alle Indikatoren in der Kaufzone. Dabei ist vor allem im Zweistunden-Chart noch reichlich Luft nach oben vorhanden.


Index-Check: S&P 500
US-Börsen befinden sich an entscheidendem Punkt

In Amerika gaben die drei führenden Börsenbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 gestern nach einem positiven Start vor allem in der letzten Handelsstunde etwas stärker nach. Dabei rutschen der Dow Jones und der S&P 500 per Schlusskurs mit 0,4 Prozent und 0,2 Prozent sogar noch leicht ins Minus, während der Nasdaq 100 ein hauchdünnes Plus von vier Punkten über die Ziellinie retten konnte. Damit schloss das Technologiebarometer erneut oberhalb von 13.800 Punkten und wahrte die Chance für einen Angriff auf das Allzeithoch bei 14.073 Punkten. Der S&P 500 schloss mit 4220 Punkten zwar erneut oberhalb der 4200er-Marke. Allerdings scheiterte der Index jetzt bereits zum fünften Mal innerhalb der zurückliegenden beiden Handelswochen an der Überwindung des bisherigen Rekordwertes von 4238 Punkten, der am 07. Mai markiert wurde.
Bei einem Fall unter 4200 Punkte könnte sich eine Abwärtsdynamik entwickeln, die den Index bis zur nächsten Unterstützung bei 4120 Zählern zurückfallen lassen könnte. Dagegen hätte das Barometer bei einem Break auf ein neues Allzeithoch die Chance auf einen weiteren Kursanstieg in einer Größenordnung von fünf bis zehn Prozent.
Vonseiten der Markttechnik überwiegen zurzeit aufgrund der durchweg bullischen Konstellation bei den Indikatoren sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis die Chancen auf einen Ausbruch nach oben.


Im Fokus: Fresenius Medical Care
Aktie bestätigt Ausbruch in Aufwärtstrendmodus

Die Aktie von Fresenius Medical Care, dem weltweit führenden Anbieter von Dialyseprodukten, könnte nach einer mehrjährigen Durststrecke jetzt am Beginn einer neuen langfristigen Aufwärtsbewegung stehen. In einem insgesamt schwächeren allgemeinen Börsenumfeld legte der Titel gestern um 1,0 Prozent zu und bestätigte damit den Wechsel in den langfristigen Aufwärtstrendmodus. Nachdem das Wertpapier bereits am vergangenen Freitag erstmals seit November 2020 erneut die 200-Tage-Linie überschritt und gleichzeitig die seit Juli des vergangenen Jahres gültige Abwärtstrendgerade nach oben durchbrach, wurde der Abstand zum GD(200) mit der gestrigen Aufwärtsbewegung auf mehr als zwei Prozent ausgebaut. Gleichzeitig bedeutete der Schlusskurs von 68,28 Euro den höchsten Stand seit Ende Januar dieses Jahres. Aus charttechnischer Sicht ist der Weg jetzt bis zum 2020er-Hochplateau im Beriech von 80 Euro frei. Sollte auch dort ein Break auf der Oberseite gelingen, dann würde das Allzeithoch bei 93,50 Euro, das im Januar 2018 markiert wurde, in den Fokus rücken.
Das markttechnische Bild unterstützt derzeit ebenfalls weiter steigende Kurse, zumal der Z-Score auf Tagesbasis soeben erst ein Kaufsignal generiert hat. Sofern der Kurs die langfristige Durchschnittslinie verteidigen kann, steht einem weiteren Kursanstieg derzeit somit nichts mehr im Weg.


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