TRADERS´ Briefing 679 - 07.06.2021

Index-Check: DAX
Dax im Rekordrausch

Der Dax markierte am vergangenen Freitag den vierten Tag in Folge einen neuen historischen Schlussrekord. Ein Kursanstieg von 60 Punkten bzw. 0,4 Prozent führte zu einem neuen Allzeithoch von 15.693 Zählern. Auf Wochensicht erzielte der deutsche Leitindex einen Kursgewinn von 173 Punkten bzw. 1,1 Prozent. Damit rückt jetzt die 16.000er-Marke als Kursziel in greifbare Nähe. Mittelfristig könnte das Barometer aufgrund der ungebremst hohen Aufwärtsdynamik sogar noch deutlich weiter steigen. Aus charttechnischer Sicht bewegt sich das Barometer bereits seit November des vergangenen Jahres innerhalb eines Aufwärtstrendkanals, dessen unter Begrenzung derzeit bei etwa 14.900 Punkten und dessen obere Grenze aktuell bei 16.100 Zählern verläuft, wobei sich die Grenze pro Woche um weitere 150 Punkte nach oben schiebt. Sollte sich der Dax an diesem Aufwärtspfad orientieren, dann könnte innerhalb der nächsten sechs Wochen sogar die 17.000er-Marke überschritten werden. Auf der Unterseite dient zurzeit das Kursniveau um 15.500 Punkte als solide Unterstützung. Darunter befindet sich zwischen 14.800 und 15.100 Punkten eine Schlüsselzone, bei deren Unterschreiten sich weiteres erhebliches Abwärtspotenzial eröffnen würde.
Das markttechnische Bild ist zwar weiterhin positiv. Allerdings nähern sich die Indikatoren auf Tagesbasis immer mehr der überkauften Zone. Und im Zweistunden-Chart hat der Z-Score die Schwelle zum überhitzten Bereich bereits überschritten. Die Aufwärtsdynamik könnte sich in den nächsten Wochen deshalb etwas deutlicher abflachen.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Börsenbarometer setzen zur nächsten Rekordjagd an

In Amerika befanden sich die drei führenden Börsenbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 am vergangenen Freitag von Beginn an im Aufwärtsmodus. Bis zum Sitzungsende legten die beiden Blue-Chip-Barometer Dow Jones und S&P 500 um 0,5 Prozent und um 0,9 Prozent zu, während der Nasdaq 100 um 1,8 Prozent nach oben schoss. Mit einem Schlusskurs von 13.771 Zählern überwand der Technologie-Index die charttechnisch bedeutende 13.750-Punkte-Barriere – wenn auch nur hauchdünn. Sollte sich die Aufwärtstendenz in der aktuellen Woche fortsetzen, dann könnte das Barometer in Kürze neue Rekordstände erreichen. Das bisherige Allzeithauch wurde im Tagesverlauf am 29. April dieses Jahres bei 14.073 Punkten markiert.
Neue historische Rekordwerte könnten bei den anderen beiden Indizes indes bereits zum Wochenbeginn auf der Agenda stehen. Denn sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 schlossen jeweils nur um Haaresbreite unterhalb ihrer bisherigen Rekordstände. So lag der Schlusskurs beim S&P 500 mit 4230 Zählern nur drei Punkte unter dem bisherigen Schlussrekord. Sollte diese Barriere überwunden werden, dann könnte der Index im Rahmen einer Short-Squeeze sehr schnell um weitere fünf bis zehn Prozent in die Höhe schnellen. Als Orientierung für die nächsten Kursziele könnte dabei der seit November gültige Aufwärtstrendkanal dienen. Dessen obere Begrenzung verläuft aktuell im Bereich von 4400 Zählern und steigt pro Woche um weitere 25 Punkte an. Auf der Unterseite befinden sich nach wie vor bei 4120 und darunter bei 4060 Punkten markante Unterstützungen, bevor die 4000er-Marke in den Fokus rücken würde.
Vonseiten der Markttechnik ist weiteres Aufwärtspotenzial vorhanden. Denn sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis befinden sich alle Indikatoren in der Kaufone, wobei insbesondere im Zweistunden-Chart auf der Oberseite noch jede Meng Luft bis zur überkauften Zone vorhanden ist.


Im Fokus: HelloFresh
Aktie bricht nach oben aus

Die Aktie des MDax-Titels HelloFresh gehörte am vergangenen Freitag mit einem Kursaufschlag von 2,9 Prozent zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Zugleich durchbrach das Wertpapier mit einem Schlusskurs von 80,16 Euro den 78-Euro-Widerstand, der bereits seit Februar den Weg nach oben versperrte. Zudem schloss der Titel damit auf einem neuen Rekordniveau. Damit gibt es für die Aktie von HelloFresh, die erst im November 2017 mit einer Erstnotiz bei ungefähr zehn Euro ihr Börsendebut feierte, auf der Oberseite keine technischen Grenzen mehr. Als Orientierung fungiert jetzt nur noch die Magie der runden Zahlen, sodass als nächstes markantes Kursziel die 100-Euro-Marke angesteuert werden könnte. Auf der Unterseite mutierte dagegen der ehemalige Widerstand bei 78 Euro zur Unterstützung. Darunter befindet sich aus dem Blickwinkel der Charttechnik die nächste Auffanglinie erst wieder im Bereich von 68 Euro.
Das markttechnische Bild ist bereits seit März rundweg bullisch, da die Indikatoren auf Tagesbasis seitdem ununterbrochen im Long-Modus notieren. Einziger Wermutstropfen ist derzeit der Z-Score, da dieser Indikator bereits überkauftes Niveau erreicht hat. Allerdings kann bei Ausbruchssituationen mit starkem Momentum die überhitzte Situation über einen längeren Zeitraum anhalten.


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