TRADERS´ Briefing 678 - 04.06.2021

Index-Check: DAX
Dax mit starkem Intraday-Reversal

Beim Dax waren gestern zwei völlig unterschiedliche Sitzungshälften zu beobachten. Zunächst pendelte der deutsche Leitindex lustlos knapp unterhalb der 15.600er-Marke hin und her, bevor um die Mittagszeit verstärkter Abwärtsdruck aufkam, der das Barometer bis auf ein Tagestief von 15.477 Punkten nach unten drückte. Von dort setzte am frühen Nachmittag eine Rally ein, die bis zum Handelsende anhielt. Der Schlusskurs wurde 0,2 Prozent oberhalb des Vortagesschlusskurses bei 15.633 Punkten festgestellt und bedeutete einen neuen historischen Rekord. Mit diesem Intraday-Reversal verteidigte der Dax auf eindrucksvolle Weise den jüngsten Ausbruch über die 15.500-Punkte-Barriere. Aus charttechnischer Sicht bedeutet das eine kraftvolle Bestätigung des übergeordneten Aufwärtstrends, der zurzeit in allen Zeitebenen vollkommen intakt ist. Ein weiterer Kursanstieg bis zur nächsten runden Kursmarke bei 16.000 Zählern besitzt daher eine hohe Wahrscheinlichkeit. Auf der Unterseite wird der Dax dabei zunächst bei 15.500 Punkten und darunter im Bereich von 15.100 Zählern solide abgesichert. Erst mit einem nachhaltigen Fall unter 14.800 Punkte müsste das bullische Szenario neu bewertet werden.
Vonseiten der Markttechnik überwiegen derzeit ebenfalls noch die Chancen auf der Oberseite. Denn alle Indikatoren befinden sich sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis in der Kaufzone. Allerdings notiert der Z-Score im Zweistunden-Chart bereits in der überkauften Zone und deutet damit darauf hin, dass die Luft nach oben dünner wird.


Index-Check: S&P 500
Technologiesektor gerät unter Druck

Die amerikanischen Börsen wurden gestern aus ihrer bereits seit einer Woche anhaltenden Lethargie gerissen. Bereits kurz nach der Eröffnung notierten die beiden Blue-Chip-Barometer Dow Jones und S&P 500 ein knappes Prozent im Minus, während der Nasdaq 100 sogar um bis zu 1,5 Prozent absackte. Danach setzte jedoch ebenso rasch eine Erholung ein. Während der Dow Jones und der S&P 500 innerhalb einer Stunde nahezu wieder das Vortagesschlusskursniveau errichten, fiel die Gegenreaktion beim Technologiebarometer Nasdaq 100 deutlich schwächer aus. Zudem geriet der Index gegen Handelsende nochmals leicht unter Druck, sodass der Schlusskurs mit 13.530 Punkten um 1,1 Prozent unterhalb des Vortagesschlusskurses festgestellt wurde. Damit scheiterte das Barometer vorerst am charttechnisch bedeutenden Widerstand bei 13.750 Zählern.
Dagegen schloss der Dow Jones nahezu unverändert, während der S&P 500 ein kleines Minus von 0,4 Prozent verbuchte. Der Schlusskurs lag mit 4193 Punkten zwar unterhalb der 4200er-Marke. Allerdings wurde mit dem Tagestief bei 4168 Punkten eine kleinere charttechnische Unterstützung bei 4180 Zählern vorerst verteidigt. Sollte dieses Kursniveau in den nächsten Tagen jedoch nach unten durchstossen werden, dann könnte der S&P 500 bis in den Bereich von 4120 Punkten zurückfallen.
Aus markttechnischer Sicht stehen die Ampeln jedoch weiterhin auf Grün. Denn die Indikatoren im Zweistunden-Chart blieben vom gestrigen Rücksetzer bisher unbeeindruckt und signalisieren in der mittleren Kaufzone weiterhin ein bullisches Marktumfeld.


Im Fokus: BMW
Aktie im Rallye-Modus

Der Automobilsektor gehört auf Basis des Stoxx-Europe-600-Branchenindex bereits seit mehreren Monaten zu den stärksten Branchen am europäischen Aktienmarkt. Auch gestern führte der Sektor mit einem Kursanstieg von 1,5 Prozent die Gewinnerliste in Europa an. Dabei stach BMW mit einem Kursgewinn von 4,0 Prozent hervor. Der Titel war damit der Top-Gewinner im Dax. Zugleich durchbrach der Kurs mit einem Schlusskurs von 93,87 Euro den charttechnisch wichtigen 90-Euro-Widerstand und schloss auf dem höchsten Kursniveau seit Januar 2018. Damit bestätigte die Aktie zudem den im März des vergangenen Jahres bei einem zyklischen Tief von 37,66 Euro eingeleiteten Aufwärtstrend. Seitdem hat der Wert von BMW um 150 Prozent zugelegt. Die bisherige Jahresperformance liegt bei knapp 30 Prozent.
Mit dem derzeitigen Momentum besitzt das Wertpapier noch erhebliches Aufwärtspotenzial. Sollte ein Break über das 2018er-Hoch bei 97,50 Euro gelingen, dann würde das Allzeithoch ins Visier rücken. Dieses wurde am 27. März 2015 bei 123,75 Euro markiert. Auf der Unterseite besitzt BMW zunächst im Bereich des Ausbruchsniveaus bei 90 Euro eine solide Unterstützung. Darunter befindet sich bei 80 Euro eine weitere massive Auffangzone. Aus dem Blickwinkel der Markttechnik haben die Indikatoren deutlich sichtbar Momentum nach oben aufgenommen. Dies deutet auf weitere Kurssteigerungen hin, wenn auch der Z-Score bereits unmittelbar vor der überkauften Zone notiert.


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