TRADERS´ Briefing 677 - 03.06.2021

Index-Check: DAX
Dax bestätigt Ausbruch auf Oberseite

Der gestrige Handel verlief beim Dax in sehr ruhigen Bahnen. Der deutsche Leitindex hatte mit einem Tageshoch bei 15.631 Zählern und einem Tief bei 15.554 Punkten eine relativ geringe Schwankungsbreite von gerade einmal 77 Punkten bzw. einem halben Prozent. Dennoch verteidigte das Barometer mit einem Schlusskurs bei 15.603 Punkten, der zugleich einen neuen Schlussrekord bedeutet, den am Dienstag erfolgten Ausbruch über die 15.500-Punkte-Barriere. Damit ist der Weg bis zur nächsten runden Kursmarke bei 16.000 Punkten frei. Aus der Perspektive der Charttechnik besitzt der Index mittelfristig sogar noch erheblich mehr Aufwärtspotenzial, sodass in den nächsten Monaten sogar Kurse im Bereich von 17.000 Punkten vorstellbar sind. Auf der Unterseite gilt es dagegen ein Abgleiten in die ehemalige Schiebezone zwischen 14.800 und 15.500 Punkten zu verhindern. Denn in diesem bärisch angehauchten Szenario müsste der jüngste Ausbruch nach oben als Fehlsignal eingestuft werden. Dies könnte zu deutlich niedrigeren Kursen sogar unterhalb von 14.800 Punkten führen.
Das markttechnische Bild sieht dagegen zurzeit weiterhin sehr bullisch aus. Denn die Indikatoren notieren in allen Zeitebenen unverändert in der oberen Kaufzone, wobei sich bislang noch keine Überhitzungserscheinungen abzeichnen.


Index-Check: S&P 500
Lethargie an US-Börsen hält unvermindert an

Die drei führenden US-Aktienbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 treten weiterhin auf der Stelle. Auch gestern gab es kein Vorwärtskommen, die Indizes legten jeweils um ca. 0,1 Prozent zu. Dabei waren die Kursausschläge erneut sehr gering. Beim S&P 500 betrug die Handelsspanne gerade einmal 19 Punkte und damit weniger als ein halbes Prozent, wobei der Index mit dem Schlusskurs von 4208 Punkten nahezu in der Mitte zwischen Tagestief und Tageshoch schloss. In den zurückliegenden sechs Handelstagen durchlief das Barometer zwischen 4182 Punkten und 4234 Punkten eine maximale Handelsspanne von 52 Zählern oder umgerechnet 1,2 Prozent.
Erfahrungsgemäß folgen auf diese niedrigvolatilen Börsenphasen in aller Regel dynamische Ausbrüche. Auf der Oberseite müsste der S&P 500 hierzu das bisherige Allzeithoch bei 4238 Zählern, das am 07. Mai markiert wurde, nachhaltig nach oben durchbrechen. Darüber würde sich auf Basis des seit November gültigen Aufwärtstrendkanals bis Ende Juni ein Kursziel von ca. 4500 Punkten ableiten. Vom aktuellen Kursniveau wäre das ein Anstieg von etwa sieben Prozent. Auf der Unterseite wird der Index dagegen bei 4120 und darunter bei 4060 Punkten solide unterstützt.
Vonseiten der Markttechnik wird die aktuelle Seitwärtsphase bestätigt. Denn die Indikatoren verlaufen in der mittleren Kaufzone bereits seit Tagen nahezu waagrecht. Somit gilt es derzeit abzuwarten, in welche Richtung der nächste größere Trendimpuls ausschlagen wird.


Im Fokus: Beiersdorf
Aktie bestätigt Bilderbuchausbruch auf der Oberseite

Mit einem Kursanstieg von 2,8 Prozent bestätigte die Aktie des Konsumgüterkonzerns Beiersdorf, die im März vom Dax in den MDax abgestiegen ist, gestern den bereits Ende Februar eingeleiteten Aufwärtstrend. Dieser startete im Bereich von ungefähr 83 Euro, wo sich zugleich eine langjährige und äusserst massive charttechnische Unterstützung befindet. Seitdem folgt die Kursentwicklung einem mustergültigen und zugleich sehr steilen Aufwärtstrendkanal. Dabei gelang dem Titel Anfang Mai mit einem kräftigen Aufwärtsimpuls die nachhaltige Überwindung der 200-Tage-Linie, die aktuell bei 93,56 Euro verläuft. Mitte Mai wurde zudem bei ungefähr 97 Euro die langfristige Abwärtstrendgerade – die ihren Ursprung im Allzeithoch vom 05. September 2019 bei 117,25 Euro hat – nach oben durchstossen. Danach folgte ein klassisches Pullback auf diese langfristige Abwärtstrendgerade, das mit dem gestrigen Aufwärtsimpuls beendet wurde. Dabei generierte der Kurs eine Notierungslücke zwischen 97 und 99 Euro und beendete den Handel bei 99,54 Euro auf dem höchsten Stand seit Mitte November 2020. Sollte der Aktie jetzt auch noch ein Break über die runde 100er-Marke gelingen, dann wäre der Weg bis zum Allzeithoch frei.
Unterstützung erhält das Wertpapier zurzeit durch die Markttechnik. Denn die Indikatoren befinden sich bereits seit Anfang April alle im Kaufmodus und signalisieren mit einem starken Aufwärtsmomentum weiter steigende Kurse. Lediglich durch einen Rückfall unter die 95-Euro-Unterstützung würde sich das derzeit bullische Bild wieder eintrüben.


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