TRADERS´ Briefing 676 - 02.06.2021

Index-Check: DAX
Ausbruch auf Oberseite gerät ins Stocken

Der Dax eröffnete gestern bei 15.531 Punkten bereits mit einem Plus von 110 Zählern oder umgerechnet 0,7 Prozent. Danach legte der deutsche Leitindex kontinuierlich weiter zu und erreichte am frühen Nachmittag bei 15.685 Punkten eine neue historische Bestmarke. Damit baute das Barometer den bisherigen Verlaufsrekord aus der vergangenen Woche bei 15.569 Punkten um mehr als 100 Punkte aus. Danach setzten jedoch Gewinnmitnahmen ein und der Dax fiel bis zum Sitzungsende auf 15.567 Punkte zurück. Dennoch bedeutete dies immer noch einen Kursgewinn von einem Prozent sowie einen neuen Schlussrekord. Allerdings konnte der Index die bisherige Barriere zwischen 15.500 und 15.550 Punkten nur hauchdünn überwinden. Wichtig wäre jetzt ein zügiger Ausbau auf der Oberseite in Richtung 16.000 Punkte. Bei einem nachhaltigen Fall zurück in die Trading-Range zwischen 14.800 und 15.500 Zählern würde sich der gestrige Ausbruch nach oben als Bullenfalle entpuppen. Entsprechend groß könnte dann das Enttäuschungspotenzial ausfallen. In diesem Szenario müssten sich Anleger auf einen Test der unteren Begrenzung bei 14.800 Punkten einstellen.
Aus markttechnischer Sicht ist kurzfristig jedoch weiteres Aufwärtspotenzial vorhanden. Denn die Indikatoren im Zweistunden-Chart zeigen stramm nach oben. Dabei befindet sich der Z-Score zwar inzwischen bereits im Bereich der unteren Grenze der überhitzten Zone. Für einen weiteren Aufwärtsschub reicht die Luft aber allemal.



Index-Check: S&P 500
Amerikanische Börsen treten auf der Stelle

Nach dem Feiertag am Montag starteten die drei führenden US-Börsenbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 gestern zunächst mit viel Elan in die neue Handelswoche. Die Indizes schossen in den ersten Handelsminuten teilweise um ein knappes Prozent nach oben. Genauso schnell verpuffte die Anfangseuphorie jedoch wieder und die Indizes befanden sich für den Rest des Tages auf dem Rückzug. Der Dow Jones konnte zwar noch einen kleinen Kursgewinn von 0,1 Prozent über die Ziellinie retten. Dagegen gaben der S&P 500 und der Nasdaq 100 jedoch um bis zu 0,2 Prozent nach. Das Blue-Chip-Barometer S&P 500 scheiterte mit dem Tageshoch von 4234 Punkten am bisherigen Allzeithoch, das am 07. Mai bei 4238 Zählern markiert wurde. Mit dem Schlusskurs von 4202 Punkten ist der Index in den zurückliegenden fünf Handelstagen per saldo gerade einmal um fünf Punkte gestiegen. Auf Sicht der vergangenen sechs Wochen beträgt der Kursgewinn weniger als ein halbes Prozent, wobei die zwischenzeitlichen Kursausschläge überwiegend sehr gering ausfielen.
Je länger diese schwankungsarme Phase anhält, umso stärker fällt in aller Regel der anschließende Trendimpuls aus. Dabei träfe der S&P 500 im Bereich von 4120 Punkten auf eine erste Unterstützung. Darunter befindet sich die nächste Auffanglinie im Bereich der Mai-Tiefs von ca. 4060 Zählern. Vonseiten der Markttechnik beginnen die Indikatoren im Zweistunden-Chart auf hohem Niveau langsam nach unten abzukippen. Daher könnte der aus saisonaler Sicht eher schwächere Juni dieses Jahr ganz im Zeichen einer Konsolidierung stehen.


Im Fokus: Continental
Aktie unmittelbar vor Ausbruch auf der Oberseite

Die Aktie des Automobilzulieferers Continental war gestern mit einem Kursgewinn von 3,7 Prozent der stärkste Dax-Titel, während der Dax selbst nur ein Prozent an Wert gewann. Dabei markierte Continental bei 125,34 Euro den höchsten Schlusskurs seit Anfang März. Damals erreichte der Titel in der Spitze ein Hoch von 130,85 Euro. Sollte dem Wertpapier in den nächsten Tag ein Break über diese Hürde gelingen, dann wäre dies das höchste Kursniveau seit Oktober 2019. Zugleich würde die Aktie damit einen bedeutenden Widerstand erreichen, an dem der Kurs seit Mai 2019 bereits drei Mal nach unten abprallte. Darüber würde sich anschließend weiteres Aufwärtspotenzial bis in den Bereich von 160 Euro eröffnen. Dort befindet sich ein markantes Zwischentief aus 2016 sowie ein ebenso auffälliges Hoch vom Juni 2019.
Mittel- bis langfristig sind bei einem Ausbruch auf der Oberseite sogar noch deutlich höhere Kurse zu erwarten. Denn nach den Regeln der Charttechnik liesse sich bei einem Break über den 131-Euro-Widerstand ein Kursziel von 230 Euro ableiten. Das bisherige Allzeithoch wurde übrigens im Januar 2018 bei 257,40 Euro erreicht.
Aus markttechnischer Sicht sieht das Bild ebenfalls sehr bullisch aus. Denn nach einer fünfmonatigen Konsolidierung haben die Indikatoren mit der jüngsten Aufwärtsbewegung soeben erst Kaufsignale auf breiter Front generiert. Continental könnte daher erst am Beginn einer längerfristigen Aufwärtsbewegung stehen.


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