TRADERS´ Briefing 655 - 03.05.2021

Index-Check: DAX
Dax setzt Konsolidierung fort

Mit einem marginalen Kursrückgang von 0,1 Prozent und einem Schlusskurs von 15.136 Punkten, beendete der Dax am vergangenen Freitag die zweite Woche in Folge im Minus. Dabei verlor der deutsche Leitindex auf Wochensicht 0,9 Prozent an Wert. Für den gesamten Monat April konnte das Barometer aber immerhin noch ein Plus von 0,9 Prozent über die Ziellinie retten. Das darf jedoch nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass der Index vom historischen Rekordwert, der am 19. April bei 15.502 Zählern markiert wurde, seitdem bereits wieder um 366 Punkte oder umgerechnet 2,4 Prozent gefallen ist. Dabei konnte bislang jedoch die wichtige charttechnische Unterstützung bei 15.100 Zählern erfolgreich verteidigt werden. Diese Barriere resultiert vom Aufwärts-Gap, das am 06. April den Ausbruch auf der Oberseite einleitete. Sollte der Dax unter diese Auffanglinie fallen, dann läge die nächste Unterstützungszone erst wieder im Bereich zwischen 14.500 und 14.800 Punkten.
Vonseiten der Markttechnik ist ein weiterer Kursrückgang durchaus realistisch. Zwar notieren die Indikatoren auf Tagesbasis nach wie vor unmittelbar unterhalb der überkauften Zone. Allerdings wurde im Zweistunden-Chart beim Timing-Indikator erstmals seit Ende Februar wieder ein Verkaufssignal generiert. Zugleich signalisieren die innerhalb der Kaufzone fallenden Indikatoren Random-Walk und Z-Score ebenfalls weiteren Konsolidierungsbedarf.


Index-Check: S&P 500
Amerikanischer Aktienmarkt erneut schwächer

Zum Wochenausklang gaben die führenden US-Börsenbarometer erneut nach und setzten damit die bereits seit Mitte April anhaltende Konsolidierung fort. Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 fielen zwischen 0,5 Prozent und 0,8 Prozent. Während der S&P 500 damit auf Wochensicht ein ausgeglichenes Ergebnis erzielte, verbuchten sowohl der Dow Jones als auch der Nasdaq 100 jeweils ein kleines Minus von 0,5 Prozent. Dennoch konnten der S&P 500 und der Nasdaq 100 im gesamten Monat April mehr als fünf Prozent aufsatteln, während das Monatsergebnis beim Dow Jones mit einem Kursgewinn von 2,7 Prozent deutlich geringer ausfiel. Alle drei Barometer befinden sich damit weiterhin in langfristigen Aufwärtstrends, während sich die Indizes kurzfristig in einer Konsolidierungsphase befinden. Dabei wurden beim S&P 500 bislang noch keine trendentscheidenden Chartmarken verletzt.
Auf der Unterseite würde das Barometer im Bereich von 4120 Punkten auf eine erste Unterstützung treffen. Darunter läge die nächste Auffanglinie bei etwa 4000 Punkten. Auf diesem Kursniveau verläuft derzeit auch der GD200 auf Zweistundenbasis. Weitere 60 Punkte tiefer würde das Barometer auf die seit November des vergangenen Jahres gültige Aufwärtstrendgerade treffen. Auch die Markttechnik deutet kurzfristig auf weiteren Konsolidierungsbedarf hin. Denn die Indikatoren haben im teilweise überkauften Bereich deutlich sichtbar nach unten gedreht. In Verbindung mit dem Beginn der schwächeren saisonalen Phase überwiegen am amerikanischen Aktienmarkt deshalb kurzfristig die Risiken.


Im Fokus: Drägerwerk
Aktie setzt Aufwärtstrend unbeirrt fort

Die Aktie von Drägerwerk – einem familiengeführten Traditionsunternehmen aus Lübeck und weltweit führenden Hersteller von Atemschutzgeräten – gehörte am vergangenen Freitag in einem allgemein leicht bärischen Marktumfeld mit einem Kursanstieg von 2,1 Prozent zu den stärksten Aktien im HDax-Universum. Dabei markierte der Titel bei 77,65 Euro das höchste Schlusskursniveau seit August des vergangenen Jahres. Aus charttechnischer Sicht ist der Weg jetzt frei bis in den Bereich von 88 Euro. Dort befindet sich ein markantes Zwischenhoch aus dem Juli 2020. Davor war Drägerwerk, die aufgrund ihrer Produktpalette zu den Krisengewinnern der Pandemie zählen, im März des vergangenen Jahres von 50 Euro innerhalb von nur drei Wochen bis auf 108,50 Euro in die Höhe geschossen. In der anschließenden Korrektur erreichte die Aktie Anfang März dieses Jahres bei knapp 61 Euro ein zyklisches Tief.
Seitdem hat sich ein Aufwärtstrend etabliert, dessen untere Begrenzung aktuell bei etwa 73 Euro verläuft. Sollte die Aktie diesem vorgezeichneten Aufwärtspfad folgen, dann könnte das 2020er-Hoch bis Ende August erreicht werden. Das bisherige Allzeithoch stammt übrigens vom April 2015 und befindet sich bei 123,70 Euro. Auch das markttechnische Bild spricht derzeit für weiter steigende Kurse. Denn die Indikatoren befinden sich auf Tagesbasis alle in der Kaufzone und haben bereits seit Ende März Momentum nach oben aufgenommen. Dabei ist bis zum Erreichen der überhitzten Zone noch ausreichend Luft auf der Oberseite vorhanden.


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