TRADERS´ Briefing 654 - 30.04.2021

Index-Check: DAX
Dax gerät unter Druck

Der Dax ging gestern nach einer positiven Eröffnung bei 15.326 Punkten unmittelbar in eine Abwärtsbewegung über, die bis zum Sitzungsende anhielt. Dabei fiel der deutsche Leitindex mit einem Tagestief von 15.085 Punkten sogar kurzzeitig unter die wichtige 15.100-Punkte-Unterstützung, die sich aus dem Aufwärts-Gap vom 06. April ergibt. Mit einer Mini-Rallye in der letzten Handelsstunde konnte das Barometer diese Barriere jedoch postwendend zurückerobern und schloss bei 15.154 Zählern. Damit verteidigte der Index zwar eine bedeutende Auffanglinie, allerdings hat die Volatilität nach einer mehrtägigen Seitwärtsphase deutlich zugenommen. Dies deutet darauf hin, dass ein größerer Trendimpuls unmittelbar bevorstehen könnte. Dabei könnte der Dax mit einem Ausbruch über das bisherige Allzeithoch bis zur nächsten runden Tausendermarke bei 16.000 Punkten vordringen. Auf der Unterseite würde dagegen bei einem Bruch der 15.100-Punkte-Unterstützung die massive Auffangzone zwischen 14.500 und 14.800 Punkten in das Blickfeld rücken.
Vonseiten der Markttechnik haben die Indikatoren im Zweistunden-Chart bereits auf den Rücksetzer reagiert. Insbesondere beim Random-Walk-Index ist die bärische Komponente steil nach oben gesprungen, womit der Dax aus diesem Blickwinkel bestenfalls noch als neutral einzustufen ist. Anleger sollten sich daher für die nächsten Tage auf eine deutlich höhere Volatilität einstellen.


Index-Check: S&P 500
Die Volatilität nimmt deutlich zu

Nach mehreren Tagen der Lethargie hat sich die Schwankungsbreite an den US-Börsen gestern sichtbar erhöht. Zunächst eröffneten die drei führenden Börsenbarometer deutlich im Plus, wobei der S&P 500 und der Nasdaq 100 neue historische Verlaufshochs erreichten. Danach fielen die Barometer im Gleichschritt teilweise um mehr als ein Prozent zurück. In der zweiten Sitzungshälfte zeigten die Trendpfeile erneut nach oben. Bis zum Sitzungsende schafften alle drei Barometer wieder den Sprung in die Pluszone, wobei die Kursgewinne zwischen 0,5 Prozent und 0,7 Prozent lagen. Dabei markierte der S&P 500 mit einem Schlusskurs von 4211 Zählern ein neues Allzeithoch. Zugleich schloss das Barometer erstmals in seiner Geschichte über der 4200er-Marke. Hierdurch wurde ebenfalls der langfristige Aufwärtstrend bestätigt. Innerhalb des seit November gültigen Aufwärtstrendkanals eröffnet sich jetzt weiteres Aufwärtspotenzial bis zur oberen Begrenzung im Bereich von derzeit 4270 Punkten.
Auf der Unterseite hat der Index nach wie vor bei ungefähr 4120 Punkten eine solide Unterstützung. Darunter befindet sich die nächste Auffangzone zwischen 3980 und 4000 Punkten. Aus dem Blickwinkel der Markttechnik ist das Rückschlagrisiko dabei unverändert hoch. Denn die Indikatoren notieren in allen Zeitfenstern nur knapp unterhalb der überhitzten Zone. Der Random-Walk-Index im Zweistunden-Chart befindet sich sogar unverändert im extrem überkauften Bereich.


Im Fokus: Fraport
Aktie unmittelbar vor nächstem Aufwärtsschub

Mit einem Kursanstieg von 3,5 Prozent war die Aktie des Flughafenbetreibers Fraport gestern der stärkste Titel im HDax, der alle Aktien des Dax, MDax und TecDax zusammenfasst. Dabei lag der Schlusskurs mit 55,54 Euro nur ein knappes Prozent unterhalb des bisherigen Jahreshöchstkurses vom 08. März bei 56 Euro. Sollte dem Wertpapier der nachhaltige Sprung über diese Barriere gelingen, dann würde die Aktie in Kursgebiete vordringen, die letztmals im Februar 2020 auf dem Kurszettel standen. Darüber wäre der Weg aus charttechnischer Sicht bis zur Widerstandszone aus 2019 im Bereich von 78 Euro frei. Davor müsste Fraport noch eine kleinere Widerstandszone zwischen 63 und 65 Euro überwinden. Allerdings spricht der seit November des vergangenen Jahres gültige Aufwärtstrend, dessen untere Begrenzung aktuell im Bereich von 50 Euro verläuft, eher für steigende Kurse. Darunter befindet sich die nächste bedeutende Auffanglinie erst wieder bei 48 Euro.
Die Markttechnik liefert zurzeit ebenfalls ausnahmslos Kaufsignale. Denn die Indikatoren notieren bereits seit Ende Februar ununterbrochen in der Kaufzone und haben dort im unteren Bereich soeben erst nach oben gedreht.


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