TRADERS´ Briefing 653 - 29.04.2021

Index-Check: DAX
Gefangen in der Schiebezone

Der Dax startete gestern bei 15.320 Punkten mit einem Aufwärts-Gap von 71 Punkten bzw. 0,5 Prozent sehr vielversprechend in den neuen Handelstag. Am Nachmittag markierte der deutsche Leitindex bei 15.355 Zählern sein Tageshoch, bevor Gewinnmitnahmen in der letzten Handelsstunde das Barometer bis auf einen Schlusskurs von 15.292 Punkten nach unten drückten. Immerhin rettete der Dax damit einen Kursgewinn von 0,3 Prozent über die Ziellinie. Damit bleibt der Dax allerdings weiterhin in der Schiebezone zwischen 15.100 und 15.300 Punkten gefangen. Diese Trading-Range wurde seit dem 06. April sowohl auf der Oberseite als auch auf der Unterseite jeweils nur ein Mal für kurze Zeit verlassen. Je länger diese Seitwärtsphase noch anhält, umso heftiger dürfte der anschliessende Trendimpuls ausfallen. Auf der Oberseite würde sich bei einem Break über das bisherige Allzeithoch von 15.502 Punkten weiteres Aufwärtspotenzial bis zur runden 16.000er-Marke eröffnen. Auf der Unterseite würde der Index dagegen bei einem Bruch der 15.100-Punkte-Marke im Bereich zwischen 14.500 und 14.800 Punkten auf die nächste massive Auffangzone treffen.
Das markttechnische Bild sieht zurzeit auf Tagesbasis unverändert angespannt aus. Denn der Random-Walk-Index befindet sich nach wie vor nur einen Wimpernschlag unterhalb der überhitzten Zone. Dagegen haben sich die Indikatoren im Zweistunden-Chart bereits leicht abgekühlt. Kurzfristig könnte es daher nochmals einen kleinen Schub nach oben geben.


Index-Check: S&P 500
Amerikanischer Aktienmarkt ohne frische Impulse

Auch die amerikanische Notenbank Fed konnte die US-Aktienmärkte nicht aus ihrer Lethargie reissen. Nach ihrer routinemässigen Sitzung verkündeten die Notenbanker, dass sie auch weiterhin an ihrer ultralockeren Zinspolitik festhalten werden. Der Aktienmarkt blieb von dieser Entscheidung unbeeindruckt. Die drei führenden Börsenbarometer beendeten die Sitzung nach einem ereignislosen und schwankungsarmen Handel mit Kursabschlägen zwischen 0,1 Prozent und 0,5 Prozent. Damit verharrt der Blue-Chip-Index S&P 500 nun bereits den dritten Tag in Folge innerhalb einer extrem engen Handelsspanne zwischen 4180 und 4195 Punkten. Immerhin notierte das Barometer gestern jedoch erstmals kurzzeitig über der 4200er-Marke und markierte bei 4202 Zählern ein neues historisches Verlaufshoch. Der Schlusskurs wurde dann allerdings wieder unterhalb der runden 4200-Punkte-Marke bei 4183 Zählern festgestellt.
Damit hat sich an der charttechnischen Situation wenig verändert. Auf der Oberseite könnte der Index noch bis zur oberen Begrenzung des seit November gültigen Aufwärtstrendkanals, die aktuell bei ungefähr 4250 Punkten verläuft, vordringen. Dagegen ist nach unten zunächst Luft bis zur horizontalen Unterstützung im Bereich von 4120 Zählern. Vonseiten der Markttechnik notiert insbesondere der Random-Walk-Index im Zweistunden-Chart unverändert in extrem überreiztem Terrain. Und auch auf Tagesbasis befinden sich die Indikatoren knapp unterhalb der überkauften Zone. Die Luft nach oben wird daher immer dünner.


Im Fokus: Deutsche Bank
Aktie bricht mit gewaltigem Kurssprung nach oben aus

Nachdem die Deutsche Bank gestern die besten Quartalsergebnisse seit sieben Jahren vermelden konnte, explodierte der Kurs des größten deutschen Geldhauses förmlich. Bereits zum Handelsbeginn lag die Notierung mit 10,57 Euro fast vier Prozent über dem Vortagesschlusskurs. Danach stieg der Kurs kontinuierlich bis zum Sitzungsende weiter an. Der Schlusskurs von 11,28 Euro bedeutete einen Kursgewinn von 10,7 Prozent und gleichzeitig das höchste Kursniveau seit Mitte Mai 2018. Zugleich beendete das Wertpapier damit die seit Anfang März anhaltende Korrektur, die im Bereich von elf Euro startete und in der vergangenen Woche mit einem Tief bei 9,70 Euro in der Spitze zu einer Wertminderung von knapp zwölf Prozent führte. Mit dem gestrigen Aufwärtsimpuls eröffnet sich jetzt weiteres langfristiges Aufwärtspotenzial bis zur nächsten Widerstandszone zwischen 17,00 und 17,50 Euro. Damit würde die Aktie auch die langfristige Abwärtstrendgerade, die ihren Ausgangspunkt am Allzeithoch vom Mai 2007 im Bereich von 105 Euro hat, nach oben durchstossen. Aktuell verläuft die Abwärtstrendgerade bei knapp zwölf Euro.
Unterstützung erhält die Deutsche Bank durch das ebenfalls bullische markttechnische Bild. Zwar schoss der Z-Score gestern in den überhitzten Bereich vor, das ist bei einem Trendimpuls dieser Intensität aber völlig normal. Dagegen befindet sich der Random-Walk-Index erst im mittleren Kaufbereich – mit stark steigender Tendenz. Einem weiteren Kursanstieg steht daher aktuell nichts im Weg.


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