TRADERS´ Briefing 652 - 28.04.2021

Index-Check: DAX
Dax setzt Seitwärtsbewegung fort

Mit einem Kursrückgang von 0,3 Prozent auf einen Schlusskurs von 15.249 Punkten setzte der Dax gestern die trendlose Tendenz vom Montag fort. Damit befindet sich der Index bereits seit dem Ausbruch vom 06. April auf der Oberseite in einer Seitwärtsphase. Zwar gab es zwischenzeitlich sowohl einen Ausbruchsversuch nach oben als auch nach unten, per saldo hat sich der deutsche Leitindex seitdem jedoch nur geringfügig bewegt. Aus übergeordneter Sicht ist diese Konsolidierung als trendbestätigendes Muster innerhalb eines intakten mittel- und langfristigen Aufwärtstrends einzuordnen. Je länger diese trendlose Phase anhält, umso kräftiger dürfte der nachfolgende Trendimpuls ausfallen. Auf der Oberseite wäre das nächste Kursziel dabei die 16.000er-Marke. Dagegen würde der Index auf der Unterseite im Bereich von 15.100 Punkten auf eine solide Unterstützung treffen. Diese wird durch das Aufwärts-Gap von Anfang April definiert. Darunter verläuft aktuell bei ungefähr 14.800 Zählern die seit November gültige Aufwärtstrendgerade.
Vonseiten der Markttechnik befinden sich die Indikatoren auf Tagesbasis nach wie vor unmittelbar unterhalb der jeweiligen überhitzten Zonen. Dagegen haben sich die Indikatoren auf Zweistunden-Basis in den vergangenen beiden Wochen erheblich abgekühlt und schaffen damit Raum für frisches Aufwärtspotenzial. Kurzfristig ist daher mit weiter steigenden Kursen zu rechnen.


Index-Check: S&P 500
US-Börsen treten auf der Stelle

Bei den drei führenden amerikanischen Börsenbarometern war die Schwankungsbreite auch gestern erneut sehr gering. Dabei war das Technologiebarometer Nasdaq 100 mit einem Minus von 0,5 Prozent der Tagesverlierer. Der Index schloss mit 13.960 Punkten unterhalb der 14.000er-Marke, womit hier die Gefahr der Ausbildung eines Doppel-Hochs besteht. Die beiden Blue-Chip-Barometer Dow Jones und S&P 500 gingen mit nur minimalen Kursveränderungen aus dem Handel. Dabei lag die Schwankungsbreite beim S&P 500 mit nur 17 Punkten erneut auf einem sehr geringen Niveau. Aus charttechnischer Sicht befindet sich das Barometer unverändert am oberen Rand des seit mehr als zwei Wochen gültigen Seitwärtstrendkanals. Bei einem nachhaltigen Ausbruch über die obere Begrenzung sowie die 4200er-Marke würde der Index danach in charttechnischem Neuland auf keine weiteren Widerstände mehr treffen. Auf der Unterseite verläuft die Grenze der Schiebezone im Bereich von etwa 4120 Zählern. Darunter könnte der S&P 500 bis zum Ausbruchsniveau vom 05. April bei etwa 4000 Punkten zurückfallen, ohne den seit November bestehenden Aufwärtstrend zu verletzen.
Das markttechnische Bild ist derweil vor allem im kurzfristigen Zeitfenster unverändert angespannt. Denn der Random-Walk-Index im Zweistunden-Chart notiert weiterhin in der extrem überhitzten Zone, während der Z-Score sich nur knapp darunter befindet. Das Chance-Risiko-Verhältnis würde sich daher mit steigenden Kursen erheblich eintrüben.


Im Fokus: Commerzbank
Chartformation kündigt Trendwende nach oben an

Die Commerzbank-Aktie legte gestern in einem moderat bärischen Umfeld um 2,0 Prozent zu und gehörte damit zu den Top-Gewinnern im gesamten HDax-Universum. Dabei vollendete der Titel die Candlestick-Formation „Three White Soldiers“ (deutsch: drei weisse Soldaten). Dieses Muster erstreckt sich über drei Handelstage und stellt eine relativ zuverlässige Trendumkehr von einem Bärenmarkt zu einem Bullenmarkt dar. Die Formation besteht aus drei bullischen Candle-Sticks, die jeweils einen langen Körper besitzen. Das bedeutet, dass an drei aufeinander folgenden Handelstagen im Tagesverlauf eine stark steigende Tendenz zu beobachten war. Hinzu kommt, dass die drei Candlesticks in der Form einer ansteigenden Treppe ausgerichtet sind.
Nachdem sich die Kursentwicklung bei der Commerzbank seit Anfang März innerhalb eines mustergültigen Abwärtstrendkanals vollzog, könnte daher jetzt die Trendwende nach oben erfolgen. Hierauf deutet auch die Tatsache, dass die Aktie bereits zum Wochenbeginn sowohl die Abwärtstrendgerade als auch die 200-Tage-Linie bei fünf Euro nach oben durchstiess. Diese bullischen Signale wurden mit dem gestrigen Aufwärtsimpuls nochmals bestätigt. Als nächstes Kursziel auf der Oberseite könnte daher in Kürze die Widerstandszone zwischen 5,80 und 6,00 Euro angesteuert werden. Auf der Unterseite dient der GD(200) dabei als solide Unterstützung.
Die Markttechnik liefert zurzeit jedoch noch kein so eindeutig bullisches Bild. Während sich der Timing-Indikator noch im Short-Modus befindet – allerdings mit steigender Tendenz –, ist der Random-Walk-Index derzeit bestenfalls als neutral einzustufen. Dagegen generierte der Z-Score gestern ein Kaufsignal. In Verbindung mit der bullischen Charttechnik könnte die Commerzbank jetzt dennoch am Beginn eines neuen Aufwärtstrends stehen.


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