TRADERS´ Briefing 650 - 26.04.2021

Index-Check: DAX
Dax erweist sich als sehr robust

Nach der Erholung vom Donnerstag gab der Dax am vergangenen Freitag bis zum Nachmittag deutlich nach und markierte bei 15.149 Punkten das Tagestief. Im Vergleich zum Vortagesschlusskurs bedeutete das einen Kursrückgang von 172 Punkte oder umgerechnet 1,1 Prozent. Mit dem Beginn des regulären Handels an den US-Börsen setzte auch beim deutschen Leitindex eine kräftige Erholung ein, sodass mit dem Schlusskurs von 15.280 Zählern das Minus auf 0,3 Prozent reduziert werden konnte. Nach einer überaus turbulenten Woche verlor der Dax im Wochenverlauf damit 1,2 Prozent an Wert. Dennoch liegt das Barometer seit Monatsbeginn immer noch mit 271 Punkten bzw. 1,8 Prozent im Gewinn. Auch der Aufwärtstrend hat durch die teilweise erhöhten Tagesschwankungen bislang keinen Schaden genommen und ist in allen Zeitebenen intakt, wobei die seit November gültige Aufwärtstrendgerade derzeit im Bereich von 14.800 Punkten verläuft. Direkt darunter befindet sich zwischen 14.500 und 14.800 Punkten eine weitere charttechnisch bedeutende Auffangzone.
Auf der Oberseite müsste das Barometer dagegen die 15.300er-Marke durchrechen, um den Weg nach oben freizuschaufeln. Danach wäre ein Anstieg über das bisherige Allzeithoch von 15.502 Zählern nahezu vorgezeichnet. Vonseiten der Markttechnik haben sich insbesondere in der Zweistunden-Zeitebene die Indikatoren inzwischen deutlich abgekühlt. Damit ist auch aus diesem Blickwinkel kurzfristig wieder frisches Aufwärtspotenzial vorhanden.


Index-Check: S&P 500
Amerikanischer Aktienmarkt erholt sich auf breiter Front

Nachdem die führenden US-Börsenindizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 am Donnerstag aufgrund der Steuererhöhungspläne der US-Regierung unter Druck geraten waren, starteten die Barometer bereits am Freitag wieder kräftig durch. Mit Kursgewinnen zwischen 0,7 Prozent und 1,3 Prozent wurden die Kursrückgänge des Vortages nahezu komplett aufgeholt. Dennoch beendeten die Indizes die vergangene Woche mit Kursverlusten zwischen 0,1 Prozent und 0,7 Prozent. Aus charttechnischer Sicht hat sich beim S&P 500 in den zurückliegenden beiden Handelswochen damit eine Trading-Range zwischen 4120 und 4190 Punkten herausgebildet. Mit einem Ausbruch auf der Oberseite würde sich weiteres Aufwärtspotenzial bis zur oberen Begrenzung des seit November gültigen Aufwärtstrendkanals im Bereich von aktuell 4250 Punkten eröffnen. Dagegen läge die nächste Unterstützung bei einem Ausbruch nach unten bei 4000 Zählern. Darunter verläuft bei aktuell etwa 3900 Punkten die Aufwärtstrendgerade von Anfang November.
Das markttechnische Bild deutet zurzeit auf weiteren Konsolidierungsbedarf hin. Denn die Indikatoren im Zweistunden-Chart befinden sich nach wie vor in der überkauften Zone, wobei sich in der vergangenen Woche bärische Divergenz ausgebildet haben. Deshalb sind aktuell die Risiken beim S&P 500 deutlich höher als die Chancen einzuschätzen.


Im Fokus: SMA Solar
Korrektur neigt sich dem Ende zu

Die Aktie der im Bereich der Herstellung von Systemtechnik für Photovoltaik und Batterietechnik spezialisierten und weltweit tätigen SMA Solar Technology AG, war am vergangenen Freitag mit einem Kursaufschlag von 1,8 Prozent in einem allgemein leicht schwächeren Börsenumfeld eines der stärksten Wertpapiere im gesamten HDax. Dabei bestätigte die Aktie mit einem Schlusskurs von 48,48 Euro den am Tag zuvor erfolgten Ausbruch über die 200-Tage-Linie, die aktuell im Bereich von knapp 46 Euro verläuft. Zugleich kommt SMA Solar damit dem Ende des seit Anfang Januar bestehenden Abwärtstrends einen großen Schritt näher. Am 08. Januar hatte der Titel bei 71,80 Euro das höchste Kursniveau seit Mitte 2011 erreicht. Danach begann eine Abwärtsbewegung, die sich im Nachhinein als mustergültiger Abwärtstrend entpuppte. Aktuell notiert die Abwärtstrendgerade bei etwa 52,30 Euro und fällt mit ca. 1,15 Euro pro Woche. Aufgrund des jüngsten Aufwärtsimpulses besteht jetzt eine reelle Chance, dass SMA Solar in Kürze die Abwärtstrendgerade nach oben durchbrechen könnte. Darüber würde sich unmittelbar weiteres Aufwärtspotenzial bis 56 Euro eröffnen, bevor das bisherige Jahreshoch in den Fokus rücken würde.
Aus markttechnischer Sicht überwiegen aktuell jedoch noch die Verkaufssignale. Denn bislang notiert lediglich der Z-Score in der Kaufzone. Dagegen befinden sich der Timing-Indikator und der Random-Walk-Index noch im Short-Modus, wenn auch mit klar aufwärtsgerichteter Tendenz. Mit dem Bruch der Abwärtstrendgeraden würde daher auch die Markttechnik Kaufsignale auf breiter Front aufweisen.


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