TRADERS´ Briefing 648 - 22.04.2021

Index-Check: DAX
Abwärtsdynamik beim Dax vorerst gestoppt

Nach den Rücksetzern an den zurückliegenden beiden Handelstagen setzte der Dax gestern zunächst seine Talfahrt fort und markierte mit dem Tagestief bei 15.072 Zählern das niedrigste Kursniveau seit Monatsanfang. Erst mit dem Beginn des regulären Handels an den amerikanischen Börsen setzte auch beim Dax eine Erholung ein, sodass der deutsche Leitindex die Sitzung mit einem Kursgewinn von 0,4 Prozent und einem Schlusskurs von 15.196 Punkten beenden konnte. Damit verteidigte das Barometer die aus charttechnischer Sicht wichtige Unterstützung im Bereich von 15.100 Punkten, die aus der Notierungslücke vom 06. April zwischen 15.100 und 15.200 Punkten stammt. Sollte dem Index in den nächsten Tagen erneut der Sprung über den Widerstand bei ungefähr 15.300 Punkten gelingen, dann wäre der Weg auf neue historische Rekordstände wieder frei. In diesem bullischen Szenario könnte der Dax in Kürze sogar die 16.000-Punkte-Marke erreichen.
Auf der Unterseite müsste dagegen bei einem Fall unter die 15.100-Punkte-Auffanglinie mit einem weiteren Rücksetzer bis in die Unterstützungszone zwischen 14.500 und 14.800 Zählern gerechnet werden. Das markttechnische Bild deutet derweil auf weiteren Korrekturbedarf hin. Denn die Indikatoren auf Tagesbasis haben auf sehr ambitioniertem Niveau nach unten gedreht. Und auch im Zweistunden-Chart deutet das hohe Abwärtsmomentum und das nach wie vor relativ hohe Niveau der Indikatoren ebenfalls auf weiter fallende Kurse hin.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Indizes auf Erholungskurs

In Amerika stiegen die Kurse der drei führenden Börsenbarometer gestern bereits wieder an, nachdem an den beiden Tagen zuvor jeweils Kursrückgänge verkraftet werden mussten. Mit Kursgewinnen von jeweils etwa 0,9 Prozent schoben sich der Dow Jones, der S&P 500 und der Nasdaq 100 wieder in Greifweite zu ihren jüngst markierten historischen Rekordständen. Dabei schloss der S&P 500 bei 4173 Zählern nur zwölf Punkte unterhalb des Schlussrekords, der am vergangenen Freitag bei 4185 Punkten markiert wurde. Aus charttechnischer Sicht verteidigte das Barometer zugleich eine Unterstützung im Bereich von 4120 Punkten. Bei einem Bruch dieser Auffanglinie würde sich weiteres Abwärtspotenzial bis in den Bereich der runden 4000er-Marke eröffnen. Dagegen könnte der S&P 500 bei Erreichen eines neuen Allzeithochs bis zur oberen Begrenzung des seit November 2020 gültigen Aufwärtstrendkanals steigen. Diese Grenze verläuft aktuell bei ca. 4236 Punkten und steigt jede Woche um weitere 30 Punkte an.
Aufgrund der raschen Erholung hatten die Indikatoren im Zweistunden-Chart allerdings bislang noch keine Zeit, sich hinreichend abzukühlen und notieren weiterhin in der extrem überhitzten Zone. Aus markttechnischer Sicht ist deshalb in den nächsten Tagen mit einer Fortsetzung der zum Wochenbeginn eingeleiteten Konsolidierung zu rechnen.


Im Fokus: Siemens Healthineers
Aktie beendet Korrektur mit Kurssprung

In der Siemens Healthineer AG wurden die medizintechnischen Aktivitäten von Siemens gebündelt und 2018 an die Börse gebracht. Die Erstnotiz bei dieser noch jungen Aktie lag am 16. März 2018 bei 29,10 Euro. Bis zum Januar 2020 kletterte der Kurs auf ein Zwischenhoch bei 45 Euro. Danach stürzte der Titel im Zuge der Corona-Krise auf 28,50 Euro ab und markierte dort das bis heute gültige Allzeittief. Von dort startete eine Rallye bis in den Bereich von 47 Euro, auf die jedoch eine weitere ausgedehnte Korrektur folgte. Erst im Dezember des vergangenen Jahres begann ein neuer langfristiger Aufwärtstrend, in dessen Verlauf die Aktie bei 49,99 Euro das bisherige Allzeithoch erreichte. In der darauffolgenden Korrektur bildete das Wertpapier zwischen 44 Euro und knapp 48 Euro eine Trading-Range aus. Mit dem gestrigen Aufwärtsimpuls von 3,4 Prozent wurde dieser Seitwärtstrendkanal nach oben durchstossen. Dabei beendete Siemens Healthineers den Handel mit 48,55 Euro auf dem höchsten Kursniveau seit dem 12. Februar.
Das nächste Kursziel auf der Oberseite ist jetzt die runde 50er-Marke, deren Erreichen einen neuen historischen Rekordstand bedeuten würde. Darüber würde die Aktie in charttechnischem Neuland auf keine weiteren technischen Widerstände treffen. Unterstützung erhält das Wertpapier zudem durch die Markttechnik. Denn die Indikatoren befinden sich auf Tagesbasis bereits seit Dezember ununterbrochen im Long-Modus und haben gestern in der mittleren Kaufzone deutlich sichtbar nach oben gedreht. Bei der Aktie könnte deshalb soeben der Startschuss für die nächste langfristige Aufwärtsbewegung gefallen sein.


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