TRADERS´ Briefing 635 - 01.04.2021

Index-Check: DAX
Dax verteidigt 15.000er-Marke

Nachdem der Dax seit Donnerstagnachmittag in der Spitze um 600 Punkte geklettert war und dabei am Montag erstmals in seiner Geschichte oberhalb von 15.000 Punkten notierte, stand der gestrige Tag ganz im Zeichen der Verteidigung des höheren Kursniveaus. Bei äusserst geringen Kurschwankungen pendelte das Barometer überwiegend zwischen 14.980 und 15.020 Punkten und schloss bei 15.008 Punkten nur hauchdünn im Minus. Entscheidend dabei ist die Tatsache, dass die 15.000er-Marke erfolgreich verteidigt wurde. Hierdurch eröffnet sich weiteres Aufwärtspotenzial, das kurzfristig sogar bis zur nächsten runden Tausendermarke bei 16.000 Zählern reichen könnte.
Unterstützt wird der Dax von der Markttechnik. Zum einen befindet sich die Marktbreite auf einem sehr bullischen Niveau. Denn jeweils 23 der insgesamt 30 Daxaktien notieren entweder oberhalb der 200-Tage-Linie oder über dem GD(50). Und auch vonseiten der Indikatoren stehen die Ampeln weiterhin auf Grün. Denn sowohl auf Tagesebene als auch im Zweistunden-Chart befinden sich weiterhin alle Indikatoren in der Kaufzone, wobei aktuell lediglich der Z-Score im Intraday-Bereich bereits leicht überreiztes Niveau erreicht hat. Auf der Unterseite hat der Dax zudem eine massive Unterstützung zwischen 14.500 und 14.800 Punkten aufgebaut. Solange diese Sperrzone nicht unterschritten wird, bleiben die Trendpfeile mittel- und langfristig unverändert aufwärts gerichtet.


Index-Check: S&P 500
Wallstreet sendet positive Signale

Der Handel an den US-Börsen wurde gestern durch eine starke Aufwärtsbewegung des gesamten Technologiesektors dominiert. So legte der Nasdaq 100 um 1,5 Prozent zu und führte damit die Gewinnerliste unter den Indizes an. Dabei durchbrach das Technologiebarometer mit einem Schlusskurs von 13.091 Zählern die seit Mitte Februar bestehende Abwärtstrendgerade. Hierdurch könnte die mehrwöchige Korrektur beendet worden sein, was dem gesamten Aktienmarkt erheblichen Auftrieb geben würde. Sollte dem Barometer in den nächsten Handelstagen ein Break über die Widerstandszone zwischen 13.200 und 13.300 Punkten gelingen, dann wäre der Weg bis zum Allzeithoch, das am 16. Februar bei 13.880 Punkten markiert wurde, frei.
Bei den Blue-Chip-Barometern war eine uneinheitliche Kursentwicklung zu beobachten. Während der Dow Jones um 0,3 Prozent nachgab, legte der S&P 500 um 0,4 Prozent zu. Der Schlusskurs lag mit 3973 Zählern nur einen Punkt unterhalb des bisherigen Schlussrekords von 3974 Punkten. Dagegen bedeutet das gestrige Tageshoch bei 3994 Punkten ein neues historisches Verlaufshoch. Allerdings wurde die runde 4000er-Marke knapp verpasst. Ein kleiner Wermutstropfen ist zudem die Tatsache, dass der Schlusskurs mehr als 20 Punkte unterhalb des Tageshochs lag. Dies könnte ein Hinweis auf eine bevorstehende kurzfristige Erschöpfung sein. Allerdings befinden sich die Indikatoren in allen Zeitebenen rundum im Long-Modus. Im Zuge einer möglichen Konsolidierung wird der S&P 500 zudem im Bereich der 3900-Punkte-Marke solide unterstützt.


Im Fokus: RWE
Aktie erobert 200-Tage-Linie zurück

Auf Basis der Stoxx-Europe-600-Branchenindizes waren Versorgeraktien gestern mit einem durchschnittlichen Kursgewinn von 1,1 Prozent die größten Gewinner am europäischen Aktienmarkt. Dies spiegelt sich auch in der Dax-Performanceliste wider. Denn mit einem Plus von 3,1 Prozent stieg die Aktie des größten deutschen Versorgers RWE überproportional an und war zugleich der größte Gewinner im Dax. Dabei notiert das Wertpapier mit dem Schlusskurs von 33,42 Euro erstmals seit Mitte Februar wieder oberhalb der 200-Tage-Linie, die aktuell bei 33,33 Euro verläuft. Damit könnte die Korrektur, in deren Verlauf RWE vom Zwischenhoch bei 38,65 Euro Anfang Januar dieses Jahres bis auf ein Tief bei knapp 30 Euro um mehr als 22 Prozent abstürzte, beendet sein. Hierzu müsste jedoch der Wechsel in den langfristigen Aufwärtstrendmodus mit weiter steigenden Kursen bestätigt werden. Dabei würde die Aktie im Bereich von 35 Euro auf den nächsten massiven Widerstand treffen, der sich aus mehreren Hochpunkten zwischen Februar und Dezember 2020 ableiten lässt. Darüber wäre anschließend der Weg bis zum Jahreshoch frei.
Auf Basis des markttechnischen Bildes steht der Ausbruch auf der Oberseite zurzeit noch auf sehr wackeligen Beinen. Denn sowohl der Timing-Indikator als auch der Random-Walk-Index befinden sich noch im Short-Modus. Dagegen hat der Z-Score in der unteren Kaufzone mit dem gestrigen Aufwärtsimpuls bereits Momentum nach oben aufgenommen.


Das Team von TRADERS’ Briefing wünscht allen Lesern ein frohes und vor allem gesundes Osterfest.
Die nächste Ausgabe des TRADERS’ Briefing erscheint am Dienstag nach Ostern, dem 06. April.


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