TRADERS´ Briefing 630 - 25.03.2021

Index-Check: DAX
Dax im Konsolidierungsmodus

Beim Dax war gestern kein klarer Trend zu erkennen. Zunächst eröffnete der deutsche Leitindex bei 14.544 Punkten mit einem Abwärts-Gap von 118 Punkten bzw. 0,8 Prozent. Von dort konnte sich das Barometer bis zum Sitzungsende kontinuierlich bis auf einen Schlusskurs von 14.610 Punkten erholen. Dies entsprach einem Minus von 0,4 Prozent. Aus charttechnischer Sicht verteidigte der Dax zudem mit dem Tagestief bei 14.523 Punkten den dritten Handelstag in Folge die Unterstützung bei 14.500 Zählern. Zugleich hat sich vom Allzeithoch, das am vergangenen Donnerstag bei 14.804 Punkten erreicht wurde, ein kurzfristiger Abwärtstrend entwickelt, dessen Trendgerade aktuell bei 14.650 Punkten verläuft. In Verbindung mit der 14.500-Punkte-Unterstützung ergibt sich ein fallendes charttechnisches Dreieck. Bei einem Ausbruch auf der Oberseite könnte der Index ein neues Allzeithoch erreichen und danach die 15.000er-Marke überwinden.
Bei einem Break nach unten würde dagegen dem Kursniveau bei 14.200 Zählern eine trendentscheidende Funktion zukommen. Ein Fall unter diese Barriere könnte weiteres Abwärtspotenzial bis in den Bereich von zunächst 13.800 Punkten nach sich ziehen. Vonseiten der Markttechnik befinden sich derzeit zwar noch alle Indikatoren im Kaufmodus. Allerdings sind die Indikatoren im Zweistunden-Chart zurzeit deutlich abwärts gerichtet. Kurzfristig könnte der deutsche Leitindex daher etwas stärker unter Druck geraten.


Index-Check: S&P 500
Die Lage im amerikanischen Technologiesektor bleibt fragil

Nach einer zunächst positiven Eröffnung setzte an den US-Börsen in der zweiten Sitzungshälfte verstärkt Verkaufsdruck ein. Erneut zogen vor allem Technologieaktien den gesamten Markt nach unten. So verlor das Technologiebarometer Nasdaq 100 bis zum Handelsende 1,7 Prozent an Wert und schloss sogar hauchdünn unterhalb der 12.800er-Marke. Das charttechnische Bild deutet hier auf einen weiteren Kursrückgang hin, wobei der Index im Bereich des März-Tiefs bei 12.300 Zählern auf eine trendentscheidende Unterstützung treffen würde. Dagegen beendete der Dow Jones den Handel mit einem marginalen Kursrückgang von gerade einmal drei Punkten nahezu unverändert. Vor allem die aufgrund des Ölpreisanstiegs in Höhe von fünf Prozent erzielten Kursgewinne bei den beiden Ölmultis Chevron und Exxon, die jeweils mehr als zwei Prozent zulegten, sorgten beim Dow Jones für dieses ausgeglichene Ergebnis.
Das breit aufgestellte Blue-Chip-Barometer S&P 500 verbuchte einen Kursrückgang von 0,6 Prozent. Der Index schloss bei 3889 Punkten unterhalb der 3900er-Marke. Sollte die charttechnische Unterstützung bei 3880 Punkten nach unten durchstossen werden, dann droht gar ein weiterer Kursrückgang bis zu den Tiefpunkten von Ende Januar und Anfang März im Bereich von 3720 Punkten. Vonseiten der Markttechnik befinden sich derzeit zwar alle Indikatoren in der Kaufzone. Allerdings haben die Indikatoren im Intraday-Bereich Momentum nach unten aufgenommen, sodass eine Fortsetzung der gestrigen Abwärtsbewegung keine große Überraschung wäre.

 


Im Fokus: MTU Aero Engines
Aktie prallt von charttechnisch wichtiger Unterstützung nach oben ab

Die Aktie des Triebwerkherstellers MTU gehörte gestern in einem leicht schwächeren Börsenumfeld mit einem Kursaufschlag von 1,3 Prozent zu den stärksten Dax-Titeln. Dabei legte das Wertpapier nach einer zunächst niedrigeren Eröffnung im Tagesverlauf kontinuierlich zu und beendete den Handel bei 196,30 Euro nahezu auf dem Tageshoch. Damit hat sich die charttechnische Lage erneut schlagartig aufgehellt. Denn der Kurs prallte im Bereich der bedeutenden Unterstützung bei knapp 190 Euro nach oben ab. Auf diesem Kursniveau befinden sich sowohl ein temporärer Hochpunkt aus dem Juni des vergangenen Jahres als auch mehrere Tiefpunkte, die im Zuge der seit November 2020 anhaltenden Seitwärtsphase markiert wurden. Dabei pendelte MTU in den zurückliegenden fünf Monaten überwiegend im Bereich zwischen 190 und 220 Euro.
Auf dem Weg nach oben gilt es zunächst noch einen kleineren Widerstand bei ungefähr 212 Euro aus dem Weg zu räumen. Darüber rückt die 220er-Marke in den Fokus. Sollte dort ein Break auf der Oberseite gelingen, dann könnte sogar das Allzeithoch, das im Januar 2020 bei 289 Euro markiert wurde, angesteuert werden. Aus markttechnischer Sicht könnte die Aktie jetzt am Beginn eines neuen langfristigen Aufwärtstrends stehen. Denn die Indikatoren befinden sich zurzeit noch am unteren Rand der Kaufzone und bieten daher noch ausreichend Luft nach oben.


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