TRADERS´ Briefing 612 - 01.03.2021

Index-Check: DAX
Dax fällt unter wichtige 13.800-Punkte-Barriere

Der Dax gab am vergangenen Freitag in einer überwiegend volatilen Seitwärtsbewegung um 0,7 Prozent nach. Dabei eröffnete der Index die Sitzung bei 13.686 Punkten mit einem Minus von fast 200 Punkten oder umgerechnet 1,4 Prozent. Von den Tagestiefstständen konnte sich der deutsche Leitindex jedoch rasch wieder erholen und pendelte für den Rest des Tages in einer 100-Punkte-Spanne zwischen 13.760 und 13.860 Zählern. Der Schlusskurs wurde bei 13.786 Punkten festgestellt und lag damit erstmals seit Monatsbeginn wieder unter der charttechnisch bedeutenden 13.800er-Marke. Auf Wochensicht verlor das Barometer damit 1,5 Prozent an Wert. Demgegenüber konnte der gesamte Monat Februar mit einem kräftigen Plus von 353 Punkten bzw. 2,6 Prozent abgeschlossen werden.
Aus charttechnischer Sicht hat der Dax im Bereich von 13.650 Punkten eine kleinere Unterstützung, die in der zurückliegenden Woche bereits zwei Mal erfolgreich verteidigt werden konnte. Darunter befindet sich zwischen 13.300 und 13.400 Punkten eine weitere Auffangzone. Auf der Oberseite müsste der Index dagegen möglichst rasch die Widerstandszone zwischen 13.800 und 14.000 Zählern überwinden, um einen weiteren Anlauf auf ein neues Allzeithoch mit Kursziel 15.000 Punkten starten zu können. Vonseiten der Markttechnik wird jedoch weiterhin eine fragile Situation angezeigt. Denn im Zweistunden-Chart generierte der Timing-Indikator bereits ein Short-Signal, während der Random-Walk-Index und der Z-Score unmittelbar vor der Verkaufszone notieren. Die Lage steht daher zurzeit Spitz auf Knopf, sodass sich die weitere Trendrichtung erst im Wochenverlauf entscheiden dürfte.


Index-Check: S&P 500
Amerikas führende Börsenbarometer ohne klare Tendenz

An den amerikanischen Börsen war am Freitag keine klare Tendenz erkennbar. Während sich an der Technologiebörse Nasdaq eine leichte Erholung abzeichnete, stand der Dow Jones, der die Kursentwicklung der 30 größten US-Industrieunternehmen nachzeichnet, von Beginn an unter Druck. Zum Handelsende lag das bekannteste Börsenbarometer der Welt mit einem Schlusskurs von 30.932 Zählern mit 470 Punkten oder ungerechnet 1,5 Prozent im Minus. Auf Wochensicht bedeutete das einen Kursrückgang von 1,8 Prozent. Dagegen verzeichnete der Index im Februar ein sattes Plus von 3,2 Prozent. Der Nasdaq 100 konnte sich am vergangenen Freitag zwar um 0,6 Prozent erholen. Auf Wochensicht rutschte der Index jedoch fast fünf Prozent nach unten, womit sich für den gesamten Februar ein marginaler Kursrückgang von 0,1 Prozent ergibt.
Der Blue-Chip-Index S&P 500 gab am Freitag zwar ebenfalls um 0,5 Prozent auf einen Schlusskurs von 3811 Punkten nach, schloss den Monat Februar jedoch mit einem Gewinn von 2,6 Prozent ab. Dennoch hat sich das charttechnische Bild inzwischen erheblich eingetrübt. Denn der seit Anfang November gültige Aufwärtstrendkanal wurde signifikant nach unten durchstossen. Dabei setzte der Kurs im Zweistunden-Chart fast auf dem GD200, der aktuell bei 3808 Punkten verläuft, auf.
Zudem generierte der Timing-Indikator im gleichen Zeitfenster ein Verkaufssignal. Dagegen befinden sich sowohl der Random-Walk-Index als auch der Z-Score im Intraday-Bereich noch knapp oberhalb der Verkaufszone. Sollte es hier ebenfalls zu Short-Signalen kommen, dann würde sich weiteres Abwärtspotenzial bis zur nächsten markanten Unterstützung im Bereich von 3680 bis 3700 Punkten eröffnen. Auf der Oberseite müsste der S&P 500 erneut über 3900 Punkten steigen, um eine Entspannung herbeizuführen.


Im Fokus: Münchener Rück
Münchener Rück unmittelbar vor Ausbruch auf der Oberseite

Auf Basis des Stoxx-Europe-600-Insurance-Index gehören Versicherungsaktien bereits seit November des vergangenen Jahres zu den Titeln mit einer relativ hohen Stärke gegenüber dem breiten Marktindex Stoxx 600. Dementsprechend kann auch die Aktie des weltgrößten Rückversicherungskonzerns Münchener Rück seitdem mit einer sehr soliden Performance überzeugen. Diese wird zudem fundmental durch einen Anstieg der langfristigen Zinsen unterstützt, da Versicherungsaktien hierdurch in der Zukunft auf das überwiegend im Anleihebereich angelegte Kapital wieder höhere Renditen erzielen können. In der vergangenen Woche schob sich die Aktie mit einem Wochenhoch bei 250,20 Euro unmittelbar vor den charttechnisch relevanten Widerstand bei 253 Euro, der durch die beiden Zwischenhochs vom September und Dezember 2020 definiert wird. Am Freitag viel der Kurs zwar in einem schwachen Marktumfeld um 0,8 Prozent bis auf einen Schlusskurs von 243 Euro zurück.
Dennoch bleiben die Trendpfeile in allen Zeitebenen aufwärts gerichtet. Dabei verläuft die seit März 2020 gültige Aufwärtstrendgerade aktuell bei etwa 228 Euro. Knapp darüber befindet sich bei derzeit ca. 230 Euro die 200-Tage-Linie. Auf der Oberseite läge nach einem Ausbruch über den 253-Euro Widerstand das nächste Kursziel im Bereich des 2020er-Hochs bei 284 Euro. Das bisherige Allzeithoch stammt übrigens noch vom November 2000 und liegt bei knapp 400 Euro. Unterstützung erhält die Aktie ebenfalls von der Markttechnik. Denn zurzeit notieren alle Indikatoren auf Tagesbasis in der mittleren Kaufzone und bieten noch jede Menge Luft nach oben.


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