TRADERS´ Briefing 611 - 26.02.2021

Index-Check: DAX
Dax scheitert zum wiederholten Mal an der 14.000er-Marke

Innerhalb der zurückliegenden 36 Handelstage kreuzte der Dax intraday jeden dritten Tag die 14.000-Punkte-Marke. Auch gestern überkreuzte der Dax mit einem Eröffnungskurs von 14.045 Zählern erneut diesen hart umkämpften Widerstand. Doch bereits in der ersten Handelsstunde fiel der deutsche Leitindex erneut unter die 14.000er-Marke zurück und schloss sogar auf einem Tagestief von nur noch 13.879 Punkten, was einen Kursrückgang von 0,7 Prozent bedeutete. Immerhin befindet sich das Barometer jetzt in einer stabilen Unterstützungszone, deren untere Begrenzung bei 13.800 Punkten verläuft. Sollte diese Auffanglinie jedoch auf Schlusskursbasis nachhaltig nach unten durchstossen werden, dann läge die nächste Unterstützung erst wieder bei ca. 13.300 Punkten.
Zurzeit mehren sich allerdings die Anzeichen für einen Ausbruch nach unten. Zum einem hat sich die Marktbreite seit Jahresbeginn erheblich verschlechtert. So ist die Quote der Aktien, die über der 200-Tage-Linie notieren von 80 auf inzwischen 60 Prozent gefallen. In Bezug auf den GD(50) fiel die Quote sogar von 98 auf aktuell 43 Prozent. Und auch bei den Indikatoren im Zweistunden-Chart nehmen die bärischen Anzeichen zu. Der Timing-Indikator generierte bereits am Montag ein Verkaufssignal. Der Random-Walk-Index und der Z-Score haben in der unteren Kaufzone bereits deutlich sichtbar nach unten gedreht, sodass auch hier in Kürze mit Short-Signalen gerechnet werden muss. Aus technischer Sicht besteht beim Dax daher weiterer Korrekturbedarf.


Index-Check: S&P 500
Amerikanischer Aktienmarkt stark unter Druck

Die relativ hohen Kursausschläge seit Wochenbeginn – insbesondere im US-Technologiesektor – waren der Vorbote für den gestrigen Kursrutsch an den amerikanischen Börsen. Ob dieser Sell-Off bereits das Ende der Konsolidierung in diesem Bereich darstellt, werden erst die nächsten Tage zeigen. Gestern stürzte der Nasdaq 100 um 3,6 Prozent auf einen Schlusskurs von 12.828 Punkte ab. Das war zugleich der größte prozentuale Tagesverlust seit Ende Oktober 2020. Hinzu kommt, dass der Index damit die seit dem Tiefpunkt vom vergangenen März bestehende Aufwärtstrendgerade nach unten durchbrochen hat. Damit ist das Barometer auch aus charttechnischer Sicht angeschlagen.
Die Blue-Chip-Barometer Dow Jones und S&P 500 fielen um 1,8 Prozent und um 2,5 Prozent zurück. Beim S&P 500 ist die langfristig Aufwärtstrendgerade, die aktuell bei etwa 3750 Punkten verläuft, zwar noch intakt. Allerdings ist der Index mit dem Schlusskurs von 3829 Punkten erneut aus dem seit Anfang November gültigen Aufwärtstrendkanal nach unten herausgefallen. Hierdurch eröffnet sich jetzt weiteres Abwärtspotenzial bis zur nächsten charttechnischen Auffanglinie bei ungefähr 3700 Zählern. Lediglich eine rasche Rückeroberung der 3900er-Marke könnte kurzfristig für eine Entspannung sorgen. Die Markttechnik deutet jedoch auf weiteren Korrekturbedarf hin. Denn die Indikatoren im Zweistunden-Chart befinden sich unmittelbar vor der Generierung von Verkaufssignalen. Dies wäre der erste Short-Modus seit Ende Oktober 2020.


Im Fokus: Hannover Rück
Versicherungsaktie mit solidem Kaufsignal

Mit einem Kursanstieg von 1,4 Prozent gehörte die Aktie des Rückversicherungskonzerns Hannover Rück gestern in einem per saldo schwächeren Marktumfeld zu den wenigen Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Dabei verlief die Kursentwicklung von Beginn an positiv, lediglich in der letzten Handelsstunde waren leichte Gewinnmitnahmen zu beobachten. Dennoch markierte die Aktie mit einem Schusskurs von 144 Euro den höchsten Stand seit Ende November des vergangenen Jahres. Zugleich bestätigte der Titel die aktuell bullische Konstellation in zwei wesentlichen Punkten. Zum einen wurde der Ausbruch über die 200-Tage-Linie, die zurzeit im Bereich von 141 Euro verläuft, nachhaltig vollzogen. Zum anderen wurde ebenfalls der Ausbruch aus dem gleichseitigen charttechnischen Dreieck, das sich durch die Abwärtstrendgerade vom März des vergangenen Jahres und durch die Aufwärtstrendgerade, die nur wenige Wochen später ihren Ursprung im Bereich des zyklischen Tiefs von 98,25 Euro hat, bestätigt.
Damit ist der Weg aus charttechnischer Sicht bis zum nächsten Widerstand bei ungefähr 150 Euro frei. Darüber besteht weiteres Aufwärtspotenzial bis zum markanten Zwischenhoch vom Juni 2020 bei knapp 167 Euro. Abgerundet wird das derzeit bullische Bild durch die Indikatoren auf Tagesbasis, die seit Mitte Februar im Kaufmodus notieren und mit dem gestrigen Kursschub Momentum nach oben aufgenommen haben.


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