TRADERS´ Briefing 609 - 24.02.2021

Index-Check: DAX
Dax mit heftigen Kursausschlägen

Der Dax gab gestern unter heftigen Kursschwankungen weiter nach. Der Eröffnungskurs lag zwar mit 13.985 Punkten noch 35 Punkte über dem Vortagesschlusskurs. Danach setzte jedoch ein Abverkauf ein, der den Dax innerhalb von zwei Stunden um mehr als 300 Punkte bis auf ein Tagestief von 13.664 Zählern nach unten drückte. Von dort konnte sich der Leitindex unter zum Teil starken Schwankungen bis auf einen Schlusskurs von 13.865 Punkten nach oben arbeiten, was einem Kursrückgang von nur noch 0,6 Prozent entsprach. Damit verteidigte der Index den zweiten Tag in Folge die wichtige Unterstützung bei 13.800 Punkten. Aus charttechnischer Sicht bleibt hierdurch die Trading-Range zwischen 13.800 und 14.100 Zählern intakt. Erst wenn auf Schlusskursbasis eine der Grenzen durchstossen würde, könnte sich ein größerer Trendimpuls entfalten. Dabei wäre auf der Oberseite das nächste Kursziel die runde 15.000-Punkte-Marke.
Vonseiten der Markttechnik wurden durch die gestrigen Turbulenzen die Indikatoren insbesondere im Zweistunden-Chart kräftig durcheinandergewirbelt. So befindet sich der Timing-Indikator in diesem Zeitfenster im Short-Modus, während der Random-Walk-Index als neutral einzustufen ist. Lediglich der Z-Score konnte seine leicht bullische Lage verteidigen. Aufgrund dieser Gesamtkonstellation könnte sich die volatile Seitwärtsphase in den nächsten Tagen weiter fortsetzen.


Index-Check: S&P 500
US-Technologiesektor weiterhin schwach

Die führenden US-Aktienbarometer starteten gestern mit deutlichen Kursverlusten in den neuen Handelstag. So fiel der Nasdaq 100 in der ersten Handelsstunde um fast 500 Punkte bzw. 3,5 Prozent zurück, bevor eine kräftige Erholung einsetzte. Bei den Blue-Chip-Barometern fielen die Kursschwankungen etwas geringer aus, wobei sich sowohl der Dow Jones als auch der S&P 500 in der anschließenden Erholung auf Schlusskursbasis sogar noch leicht in die Pluszone retten konnten. Der Nasdaq 100 reduzierte mit einem Schlusskurs von 3.195 Zählern das Minus auf 29 Punkte bzw. 0,2 Prozent.
Der S&P 500 konnte mit dem Schlusskurs von 3881 Punkten sogar den seit Anfang November gültigen Aufwärtstrendkanal zurückerobern, nachdem dessen untere Begrenzung bei 3875 Zählern im Tagesverlauf um 70 Punkte unterschritten wurde. Allerdings träfe der Index bei einem weiteren Kursanstieg im Bereich von 3910 Punkten auf die seit Mitte Februar bestehende kurzfristige Abwärtstrendgerade. Erst darüber wäre der Weg bis zum oberen Rand des Trendkanals bei aktuell 4020 Punkten frei. Auf der Unterseite hat der Index dagegen mit dem gestrigen Tief bei 3806 Punkten eine neue Unterstützung definiert. Darunter besteht weiteres Abwärtspotenzial bis etwa 3680 Zählern.
Das markttechnische Bild bleibt insofern bullisch, als gestern alle Indikatoren im Zweistunden-Chart knapp oberhalb der Verkaufszone wieder leicht nach oben gedreht haben.


Im Fokus: Linde
Ende der kurzfristigen Abwärtsbewegung in Sicht

In einem insgesamt volatilen Marktumfeld konnte sich die Aktie des Industriekonzerns Linde gestern relativ gut behaupten. Mit einem Kursanstieg von 1,6 Prozent landete das Wertpapier auf dem zweiten Platz der Dax-Performanceliste. Zugleich schob sich der Titel mit einem Schlusskurs von 209,90 Euro bis unmittelbar vor die seit dem 08. Januar gültige kurzfristige Abwärtstrendgerade. Damals markierte die Aktie bei 223,40 Euro das bisherige Jahreshoch, das nur drei Euro unterhalb des Allzeithochs von Anfang November 2020 liegt. Im Zuge der Januar-Korrektur erreichte Linde bei knapp 200 Euro ein markantes Zwischentief. Von dort setzte eine Aufwärtsbewegung ein, die ein temporäres Hoch von 216 Euro hervorbrachte. Nach einem erneuten Rücksetzer drehte die Aktie gestern im Bereich von 203 Euro wieder nach oben ab. Sollte der Aufwärtsschwung für ein Break über die Abwärtstrendgerade bei aktuell 212 Euro ausreichen, dann könnte erneut der historische Höchstwert angelaufen werden. Dagegen würde der Titel bei einem erneuten Abprall nach unten zwischen 200 und 203 Euro auf eine solide Unterstützungszone treffen.
Aus markttechnischer Sicht überwiegen derzeit jedoch die bullischen Indikatoren. Zwar befindet sich der Timing-Indikator auf Tagesbasis aktuell noch im Verkaufsmodus. Allerdings notieren sowohl der Random-Walk-Index als auch der Z-Score zurzeit noch im unteren Bereich der Kaufzone und bieten damit reichlich Luft nach oben.


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