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TRADERS´ Briefing 608 - 23.02.2021

Index-Check: DAX
Dax mit missglücktem Wochenauftakt

Schwache Vorgaben von den asiatischen Aktienmärkten – chinesische Aktien stürzten wegen Befürchtungen einer restriktiveren Geldpolitik seitens der chinesischen Notenbank um fast fünf Prozent ab – drückten den Dax zum gestrigen Handelsbeginn kräftig nach unten. Der Eröffnungskurs lag mit 13.858 Zählern um 135 Punkte oder umgerechnet einem Prozent unter dem Freitagsschlusskurs. Danach fiel der deutsche Leitindex zunächst weiter und markierte noch in der ersten Handelsstunde bei 13.802 Punkten das Tagestief. Danach begann eine Erholung, die bis zum Sitzungsende anhielt und den Dax auf einen Schlusskurs von 13.950 Punkten nach oben hievte. Damit reduzierte sich das Tagesminus auf einen überschaubaren Wert von 43 Zählern bzw. 0,3 Prozent. Positiv schlägt dabei zu Buche, dass die Unterstützung bei 13.800 Punkten erfolgreich verteidigt werden konnte. Sollte der Schwung jetzt noch für einen Sprung über die 14.000er-Marke ausreichen, dann könnte in Kürze sogar die 15.000-Punkte-Marke erreicht werden. Zuvor müsste jedoch noch das bisherige Allzeithoch bei 14.169 Punkten geknackt werden.
Vonseiten der Markttechnik hat sich das Bild ebenfalls aufgehellt. Denn im Zweistunden-Chart befinden sich sowohl der Random-Walk-Index als auch der Z-Score in der Kaufzone, nachdem hier am Freitag noch die Gefahr von Verkaufssignalen bestand. Lediglich der Timing-Indikator notiert in diesem Zeitfester noch knapp in der Verkaufszone. Insgesamt überwiegt in der Summe damit weiterhin das bullische Szenario. Lediglich durch einen Fall unter die bedeutende 13.800er-Marke würde sich dieses positive Bild erneut eintrüben.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Technologieaktien unter Druck
An den amerikanischen Börsen gab es gestern keine einheitliche Tendenz. Insbesondere der Technologiesektor stand kräftig unter Druck. Denn während der Dow Jones nahezu unverändert aus dem Handel ging, gaben der S&P 500 um 0,8 Prozent und der technologielastige Nasdaq 100 um 2,6 Prozent nach. Dabei mussten 83 der 100 Indexaktien des Technologiebarometers ein Minus verkraften. Mit einem Kurssturz von 8,5 Prozent gehörte Tesla zu den größten Verlierern. Dagegen profitierte der Dow Jones von der guten Performance der Energie-Giganten Exxon und Chevron, die Gewinne von 2,7 Prozent und von 3,7 Prozent verbuchen konnten.
Das Blue-Chip-Barometer S&P 500 setzte mit dem Schlusskurs von 3877 Punkten auf der unteren Begrenzung des seit Anfang November gültigen Aufwärtstrendkanals auf. Zugleich hat sich seit der vergangenen Woche ein kurzfristiger Abwärtstrendkanal herausgebildet, der auf der Oberseite bei 3920 Punkten und nach unten bei 3870 Zählern begrenzt wird. Damit befindet sich das Barometer aktuell an einem trendentscheidenden Punkt. Sollte die 3870er-Marke nach unten durchbrochen werden, dann wäre dies ein starkes charttechnisches Verkaufssignal und würde unmittelbar weiteres Abwärtspotenzial bis etwa 3800 Zähler eröffnen. Darunter befände sich die nächste Auffanglinie erst wieder im Bereich von knapp 3600 Punkten.
Aus der Perspektive der Markttechnik haben die kurzfristigen Indikatoren im Zweistunden-Chart in der oberen Kaufzone zwar bereits deutlich sichtbar nach unten gedreht, bis zur Generierung von Short-Signalen wäre jedoch ein noch stärkerer Abwärtsdruck notwendig.


Im Fokus: Airbus
Ausbruch nach oben steht unmittelbar bevor

Mit einem Kurssprung von 4,4 Prozent führte die Aktie des europäischen Flugzeugherstellers Airbus gestern die Gewinnerliste beim MDax an. Dabei schob sich der Titel mit einem Schlusskurs von 95,71 Euro bis kurz vor den bedeutenden Widerstand bei 97 Euro heran. Auf diesem Kursniveau befindet sich zum einen die untere Grenze der Notierungslücke vom 06. März und zum anderen das temporäre Zwischenhoch vom 04. Dezember des vergangenen Jahres. Sollte der Aktie die nachhaltige Überwindung dieser Barriere gelingen, dann läge das nächste Kursziel erst wieder im Bereich des 112-Euro-Widerstands. Darüber wäre der Weg sogar bis zum Allzeithoch, das am 24. Januar des vergangenen Jahres bei 139,40 Euro markiert wurde, frei. Bei einem erneuten Abprall von der 97er-Barriere nach unten würde dagegen erneut die untere Begrenzung der seit Mitte November bestehenden Trading-Tange im Bereich von 82 Euro in den Fokus rücken.
Ein Blick auf die Markttechnik zeigt, dass derzeit jedoch eher das bullische Szenario favorisiert werden sollte. Denn die Indikatoren auf Tagesbasis notieren bereits seit Mitte November ununterbrochen in der Kaufzone und bieten derzeit noch ausreichend Luft nach oben.


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