TRADERS´ Briefing 607 - 22.02.2021

Index-Check: DAX
Dax nimmt erneut 14.000er-Marke ins Visier

Der Dax konnte am vergangenen Freitag die seit Mittwoch anhaltende Abwärtsdynamik vorerst stoppen. Bereits zur Eröffnung notierte der deutsche Leitindex mit 13.941 Punkten mehr als 50 Punkte über dem Vortagesschlusskurs. Danach setzte das Barometer die positive Kursentwicklung im Tagesverlauf fort und überwand mit dem Tageshoch bei 14.026 Zählern sogar kurzzeitig die charttechnisch bedeutende 14.000er-Marke. Der Schlusskurs lag mit 13.993 Punkten jedoch knapp unter dieser wichtigen Barriere. Immerhin konnte der Dax mit dem Kursanstieg von 0,8 Prozent das Wochenminus auf 0,4 Prozent reduzieren.
Aus charttechnischer Sicht wurde zudem die Unterstützungszone zwischen 13.800 und 13.850 Punkten, die bereits seit Anfang Februar Bestand hat, erfolgreich verteidigt. Damit bleibt die Chance auf eine nachhaltige Überwindung der 14.000er-Marke erhalten. Sobald dabei das bisherige historische Verlaufshoch bei 14.169 Zählern überwunden wird, wäre der Weg bis zur nächsten Tausendermarke bei 15.000 Punkten frei. Bei einem Break auf der Unterseite müsste dagegen ein weiterer Kursrückgang bis etwa 13.300 Punkte einkalkuliert werden. Aufgrund der Erholung vom Freitag haben sich die Indikatoren im Zweistunden-Chart ebenfalls erholt, sodass sich jetzt aus dem Blickwinkel der Wahrscheinlichkeit die Chancen auf eine Fortsetzung der langfristigen Aufwärtsbewegung wieder spürbar erhöht haben.


Index-Check: S&P 500
Aufwärtstrend an US-Börsen gerät ins Stocken

Nach einem positiven Handelsstart gaben die führenden amerikanischen Börsenbarometer am Freitag die anfänglichen Kursgewinne im Tagesverlauf wieder ab. Während der Dow Jones die Sitzung nahezu unverändert beendete, fielen der S&P 500 und der Nasdaq 100 per saldo um 0,2 Prozent und um 0,4 Prozent zurück. Im Wochenverlauf waren die Unterschiede allerdings noch deutlicher. Auch hier führte der Dow Jones die Gewinnerliste mit einem Plus von 0,1 Prozent an. Dagegen gab der S&P 500 um 0,7 Prozent nach, während der Nasdaq 100 auch in diesem Zeitfenster mit einem Minus von 1,6 Prozent die rote Laterne hielt. Insgesamt manifestiert sich hier eine deutliche Schwäche im Technologiesektor, die insbesondere durch den starken Anstieg am langen Ende der Zinsstrukturkurve hervorgerufen wird. Profiteure dieser Entwicklung sind vor allem die zyklischen Wertpapiere. Hierauf deuten auch die starken Kursgewinne bei Kupfer und Aktien aus dem Bereich der Rohstoffe hin.
Aus dem Blickwinkel der Charttechnik ist der Blue-Chip-Index S&P 500 mit einem Schlusskurs von 3907 Punkten inzwischen in das untere Drittel des seit Anfang November gültigen Aufwärtstrendkanals zurückgefallen. Dessen Grenzen verlaufen derzeit bei 4010 Punkten auf der Oberseite und 3865 Zählern auf der Unterseite. Dabei ist die Markttechnik auf Basis der Indikatoren im Tagesbereich mittelfristig unverändert bullisch. Und auch im Zweistundenchart befinden sich derzeit noch alle Indikatoren im sicheren Bereich der Kaufzone, wenn auch mit leicht sinkender Tendenz. Unterstützend wirkt dabei die Tatsache, dass aktuell weit und breit noch keine Verkaufssignale in Sicht sind.


Im Fokus: Fraport
Ausbruch auf der Oberseite in Vorbereitung

In einem insgesamt freundlichen Marktumfeld landete die Aktie von Fraport am vergangenen Freitag mit einem Kursgewinn von 4,3 Prozent auf dem dritten Platz der HDax-Performanceliste. Zugleich hellte sich das technische Bild bei diesem Wertpapier schlagartig auf. Denn noch am Donnerstag war der Kurs bis in den Bereich der Unterstützung bei 43,50 Euro zurückgefallen. Bei einem Break unter diese Barriere hätte ein erneuter Rücksetzer bis zur 200-Tage-Linie, die aktuell bei etwa 40,71 Euro verläuft, gedroht.
Mit dem Aufwärtsimpuls vom Freitag, der die Aktie bis auf einen Schlusskurs von 45,46 Euro nach oben hievte, steuert der Kurs erneut auf die seit Anfang Dezember gültige Abwärtstrendgerade zu. Diese verläuft aktuell bei ungefähr 47,70 Euro und bildet mi der 43,50-Euro-Unterstützung ein abfallendes charttechnisches Dreieck. Ein Ausbruch nach oben wäre deshalb ein sehr starkes Kaufsignal, das unmittelbar weiteres Aufwärtspotenzial bis in den Bereich des 2020er-Hochs von 52,50 Euro eröffnen würde. Dort befinden sich sowohl eine Notierungslücke vom 06. März 2020 als auch zwei markante Zwischenhochs vom Juni und Dezember des vergangenen Jahres. Aus markttechnischer Sicht würden bei einer Fortsetzung des Kursanstiegs alle Indikatoren in den Kaufbereich drehen, sodass Fraport dann am Beginn eines neuen substanziellen Aufwärtstrends stehen könnte.


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