TRADERS´ Briefing 606 - 19.02.2021

Index-Check: DAX
Dax setzt Abwärtsbewegung fort

Der Dax knüpfte gestern nahtlos an die Abwärtstendenz vom Mittwoch an. In drei gleichförmigen Abwärtswellen fiel der deutsche Leitindex um 0,2 Prozent bis auf einen Schlusskurs von 13.887 Punkten zurück. Dabei war die Tagesschwankungsbreite mit einem Tief bei 13.854 Zählern und einem Hoch bei 13.961 Punkten relativ gering. Aus charttechnischer Sicht wurde zudem die Unterstützung im Bereich von 13.850 Punkten zunächst erfolgreich verteidigt. Jetzt kommt es darauf an, dass sich das Barometer möglichst rasch wieder erholt und die wichtige 14.000er-Marke zurückerobert. Danach könnte ein erneuter Ausbruchsversuch über das am 08. Februar gesetzte Allzeithoch von 14.169 Punkten gestartet werden. Ein erfolgreicher Break würde den Weg zur nächsten Tausendermarke bei 15.000 Punkten ebnen.
Vonseiten der Markttechnik zeigt sich jedoch aktuell ein differenziertes Bild. Zum einen ist der Anteil der Dax-Titel, die oberhalb der 200-Tage-Linie notieren, von 80 Prozent zum Ende des vergangenen Jahres auf 60 Prozent zurückgefallen. In Bezug auf den GD(50) liegt die Marktbreite mit inzwischen 40 Prozent bereits im bärischen Bereich. Zum anderen befindet sich der Random-Walk-Index im Zweistunden-Chart unmittelbar vor der Generierung eines Verkaufssignals. Der Timing-Indikator und der Z-Score notieren in der gleichen Zeitebene derzeit bei sinkender Tendenz ebenfalls nur noch knapp oberhalb der Verkaufszone. Eine Entscheidung über die weitere Trendrichtung dürfte daher erst in den nächsten Handelstagen fallen.


Index-Check: S&P 500
Unsicherheit an den US-Börsen nimmt zu

An Amerikas Börsen waren gestern zwei unterschiedliche Sitzungshälften zu beobachten. Zunächst standen die führenden Barometer etwas stärker unter Druck und fielen in der Spitze um bis zu zwei Prozent zurück. In der zweiten Hälfte konnten sich die Indizes deutlich von ihren Tagestiefs erholen. Zum Handelsende notierten der Dow Jones und der S&P 500 jeweils mit 0,4 Prozent im Minus, während der Nasdaq 100 um 0,5 Prozent nachgab. Zu den größten Verlierern gehörten Aktien aus dem Energiesektor sowie die in den USA notierten chinesischen Internetunternehmen.
Das charttechnische Bild hat sich beim S&P 500 durch die gestrige Kursentwicklung kaum verändert. Das Barometer notiert nach wie vor in der Mitte des seit Anfang November gültigen Aufwärtstrendkanals. Dessen obere Begrenzung hat inzwischen die 4000er-Marke erreicht, während der Trendkanal auf der Unterseite bei ungefähr 3860 Punkten begrenzt wird. Mit dem Schlusskurs von 3914 Punkten hat das Barometer sowohl nach unten als auch nach oben noch ausreichend Luft. Kurzfristig hat sich zusätzlich seit Mittwoch eine Abwärtstrendgerade etabliert, die aktuell bei ca. 3925 Punkten verläuft. Sollte diese Barriere nach oben durchstoßen werden, dann könnte dies der Startschuss für den nächsten Aufwärtsimpuls sein. Die Markttechnik bietet hierfür reichlich Unterstützung. Denn die Indikatoren im Zweistunden-Chart haben sich vom überhitzten Zustand leicht abgekühlt und eröffnen dadurch neuen Spielraum nach oben.


Im Fokus: Daimler
Daimler untermauert Aufwärtstrend mit guten Unternehmensergebnissen

Auf Basis des Stoxx-Europe-600-Automobilindex waren die europäischen Automobilaktien gestern mit durchschnittlichen Kursgewinnen von 1,4 Prozent die Top-Gewinner in einem ansonsten schwachen Börsenumfeld. Einer der Haupttreiber dieser guten Entwicklung war Daimler. Der schwäbische Autobauer meldete für das Geschäftsjahr 2020 einen deutlich über den Erwartungen liegenden Konzerngewinn von vier Milliarden Euro und untermauerte damit den seit elf Monaten bestehenden charttechnischen Aufwärtstrend. Dementsprechend furios startete die Aktie in den gestrigen Börsenhandel. Der Eröffnungskurs lag mit 66,85 Euro um mehr als zwei Prozent über dem Vortagesschlusskurs. Dieses Kursniveau konnte das Wertpapier trotz einer schwachen Performance des Dax bis zum Sitzungsende verteidigen. Der Schlusskurs wurde mit 66,89 Euro festgestellt. Damit hat sich der Wert von Daimler seit dem Tief im vergangenen März bei 21 Euro um 218 Prozent erhöht. Dabei entwickelte sich der Aufwärtstrend in den zurückliegenden elf Monaten nahezu lehrbuchmässig. Die Aufwärtstrendgerade kann mit den beiden Auflagepunkten vom November 2020 und von Ende Januar als stabil bezeichnet werden. Aktuell verläuft die Trendgerade bei knapp 60 Euro und steigt mit etwa 1,50 Euro pro Woche weiter an.
Aus der Perspektive der Charttechnik stösst der Kurs zwischen 73 und 75 Euro auf die nächste Widerstandszone. Darüber wäre der Weg bis zum Hoch aus 2015 im Bereich von 96 Euro frei. Auch das markttechnische Bild unterstützt aktuell weiter steigende Kurse. Denn die Indikatoren befinden sich bereits seit Mitte des vergangenen Jahres im Kaufmodus. Zwar ist der Abstand zur überhitzten Zone nicht mehr besonders groß, für einen weiteren Aufwärtsschub dürfte die Konstellation aber noch ausreichend sein.


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