TRADERS´ Briefing 605 - 18.02.2021

Index-Check: DAX
Dax fällt erneut unter die 14.000er-Marke

Nachdem der Dax vorgestern nur wenige Punkte unterhalb des bisherigen Allzeithochs von 14.169 Punkten nach unten abgeprallt war, nutzten die Bären gestern diese Steilvorlage und drückten den deutschen Leitindex unter die 14.000-Punkte-Unterstützung. Dabei eröffnete das Barometer bei 14.028 Zählern bereits mit einem Abwärts-Gap von 37 Punkten und fiel anschließend schnurstracks unter die 14.000er-Marke. Danach setzte sich die Abwärtsbewegung bis zum Sitzungsende fort. Der Schlusskurs lag mit 13.909 Punkten nur 15 Zähler über dem Tagestief. Damit befindet sich der Dax inmitten einer Unterstützungszone, die sich von 13.800 bis 14.000 Punkte erstreckt. Bei einem Bruch der unteren Begrenzung läge die nächste Auffanglinie erst wieder im Bereich von 13.300 Punkten. Auf diesem Kursniveau liegen mehrere temporäre Hochpunkte aus dem zweiten Halbjahr 2020. Daneben befindet sich bei 13.310 Punkten ein markantes Tief vom 28. Januar dieses Jahres. Darunter hätte der Index sogar Luft bis zur 200-Tage-Linie bei aktuell 12.857 Punkten.
Für eine Entspannung aus der momentan prekären charttechnischen Situation müsste der Dax möglichst rasch die 14.000-Punkte-Linie erneut überwinden. Vonseiten der Markttechnik stehen die Chancen hierfür nach wie vor gut. Denn im Zweistunden-Chart notieren die Indikatoren weiterhin in der Kaufzone, wenn auch mit sinkender Tendenz. Damit besitzt das bullische Szenario zurzeit noch eine leicht höhere Wahrscheinlichkeit als ein Durchrutschen des Dax nach unten.


Index-Check: S&P 500
Uneinheitliche Entwicklung bei den führenden US-Barometern

In Amerika bewegten sich die führenden Indizes gestern bei teilweise lebhaftem Handel in unterschiedliche Richtungen. Während der technologieorientierte Nasdaq 100 um 0,5 Prozent nachgab und der S&P 500 den Handel marginal im Minus beendete, legte der Dow Jones um 0,3 Prozent zu. Zu den größten Gewinnern gehörten erneut die Aktien der Ölmultis. So war Chevron mit einem Kursgewinn von drei Prozent einer der stärksten Dow-Titel. Dabei begannen die Indizes zunächst relativ schwach. Der Nasdaq verlor zwischenzeitlich mehr als 200 Punkte und das Blue-Chip-Barometer S&P 500 fiel im Tief bis auf 3900 Punkte zurück. In der zweiten Sitzungshälfte setzten sich jedoch erneut die Bullen durch und zogen die Leitbarometer bis zum Handelsende kontinuierlich nach oben. Der S&P 500 fiel mit dem Schlusskurs von 3931 Zählern per saldo gerade einmal um einen Punkt zurück. Aus charttechnischer Sicht befindet sich der Index nach wie vor in der Mitte des seit Anfang November bestehenden Aufwärtstrendkanals. Dieser wird auf der Oberseite aktuell bei knapp 4000 Punkten und auf der Unterseite bei ca. 3850 Zählern begrenzt.
Das markttechnische Bild mahnt dabei weiterhin zur Vorsicht. Denn die Indikatoren auf Tagesbasis befinden sich unmittelbar vor der überkauften Zone. Und im Zweistunden-Chart haben die Indikatoren teilweise im überkauften Bereich scharf nach unten gedreht. Diese Konstellation lässt für die nächsten Tage bestenfalls eine volatile Seitwärtsphase erwarten.


Im Fokus: Telefonica
Langfristiger Aufwärtstrendwechsel in Greifweite

In einem insgesamt schwachen Börsenumfeld gehörte die Aktie des Telekommunikationsdienstleisters Telefonica zu den wenigen Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Mit einem Kursplus von 2,8 Prozent landete der Titel auf dem zweiten Platz auf der HDax-Performanceliste. Zudem rückt jetzt der langfristige Aufwärtstrendwechsel wieder in greifbare Nähe. Denn der Schlusskurs lag mit 2,39 Euro nur noch 0,7 Prozent unterhalb der 200-Tage-Linie, die aktuell bei 2,41 Euro verläuft. Sollte Telefonica der Sprung über diese Barriere gelingen, dann würde die Aktie erstmals seit Juli des vergangenen Jahres wieder im langfristigen Bullenmodus notieren. Darüber würde der Kurs im Bereich von 2,52 Euro auf die seit Ende 2017 bestehende langfristige Abwärtstrendgerade treffen. Ein Break über diese Hürde würde weiteres Aufwärtspotenzial bis zum markanten 2020er-Hoch bei 2,90 Euro eröffnen.
Aus markttechnischer Sicht würde ein weiterer Kursanstieg zwangsläufig bei den Indikatoren auf Tagesbasis Kaufsignale auf breiter Front nach sich ziehen. Aktuell notieren sowohl der Timing-Indikator als auch der Random-Walk-Index sowie der Z-Score noch knapp in der Verkaufszone. Im Fall eines Rücksetzers würde das Wertpapier dagegen im Bereich von 2,25 Euro auf eine solide charttechnische Unterstützung treffen. Von dort könnte die Aktie einen erneuten Anlauf auf den GD200 nehmen.


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