TRADERS´ Briefing 604 - 17.02.2021

Index-Check: DAX
Dax prallt nach unten ab

Nach dem gelungenen Wochenstart vom Montag scheiterte der Dax gestern erneut knapp unterhalb des Allzeithochs, das am 08. Februar bei 14.169 Zählern generiert wurde. In einem überaus schwankungsarmen Handel markierte der deutsche Leitindex gestern zur Mittagszeit bei 14.130 Punkten das Tageshoch. Danach bröckelten die Kurse bis zum Sitzungsende sukzessive ab, sodass der Schlusskurs bei nur noch 14.065 Punkten festgestellt werden konnte. Damit besteht jetzt die Gefahr, dass sich knapp oberhalb von 14.000 Punkten eine Top-Formation herausbildet, die in Kürze zu einer Korrektur führen könnte. Sollte der Dax dagegen das bisherige Allzeithoch nachhaltig nach oben durchbrechen, dann könnte eine Short-Squeeze den Index innerhalb kürzester Zeit bis auf 15.000 Punkte hieven. Auf der Unterseite träfe der Dax zwischen 13.800 und 14.000 Punkten auf eine massive Unterstützungszone. Darunter läge die nächste Auffanglinie erst wieder im Bereich von 13.300 Punkten.
Vonseiten der Markttechnik sollte sich eher das bullische Szenario durchsetzen. Zum einen befinden sich aktuell 70 Prozent der Dax-Titel über der 200-Tage-Linie und 57 Prozent der Indexaktien über dem GD(50). Zum anderen notieren derzeit die Indikatoren sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis im Bullenmodus, wobei derzeit weder Überhitzungserscheinungen noch Anzeichen einer Trendumkehr vorhanden sind.


Index-Check: S&P 500
Trotz neuer Rekorde wird die Luft dünner

Der Dow Jones legte gestern um 0,2 Prozent und baute mit einem Schlusskurs von 31.523 Punkten den bisherigen historischen Rekordschlusskurs um 65 Zähler weiter aus. Dagegen trat der S&P 500 per saldo auf der Stelle, während der technologieorientierte Nasdaq 100 um 0,2 Prozent nachgab. Trotz des Rekordkurses beim Dow Jones hat die Aufwärtsdynamik bei den führenden US-Börsenbarometern in den zurückliegenden sechs Handelstagen sichtbar nachgelassen. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass der amerikanische Aktienmarkt unmittelbar vor einer ausgeprägten Konsolidierung oder sogar Korrektur steht. So ist z.B. der Blue-Chip-Index S&P 500 seit Ende Oktober von ca. 3250 Zähler in der Spitze um 700 Punkte bzw. umgerechnet mehr als 21 Prozent gestiegen. Seit dem 05. November verläuft die Kursentwicklung dabei innerhalb eines Aufwärtstrendkanals, dessen untere Begrenzung aktuell bei ungefähr 3850 Punkten verläuft. Vom derzeitigen Kursniveau bei 3932 Punkten entspräche dies einem Rückgang von zwei Prozent. Darunter läge die nächste Unterstützung im Bereich von knapp 3700 Punkten.
Bei einem aktuellen Abstand von mehr als 15 Prozent zur 200-Tage-Linie, die zurzeit bei 3407 Punkten verläuft, wäre dies eine völlig normale Gegenreaktion auf die vorausgegangenen Kursgewinne. Hierdurch könnten sich auch die stark überhitzten Indikatoren im Zweistunden-Chart abkühlen. Die Wahrscheinlichkeit spricht deshalb für eine Verschnaufpause innerhalb eines mittel- und langfristig intakten Aufwärtstrends.


Im Fokus: Infineon
Aktie des Chipherstellers bleibt auf Haussekurs

Mit einem Kursanstieg von 1,4 Prozent gehörte Infineon gestern zu den stärksten Dax-Aktien und erzielte damit eine deutlich bessere Performance als der Dax, der um 0,3 Prozent nachgab. Seit Jahresbeginn hat der Titel mit einem Kursgewinn von 13,6 Prozent den deutschen Leitindex sogar um mehr als zehn Prozent outperformt. Dabei war Infineon Anfang Januar im Bereich von knapp 32 Euro auf den höchsten Stand seit Juni 2001 ausgebrochen. Danach formierte sich bei 35,50 Euro eine neue Widerstandslinie, die mit dem gestrigen Aufwärtsimpuls auf einen Schlusskurs von 36,43 Euro geknackt wurde. Damit wurde gleichzeitig eine markante Notierungslücke, die ebenfalls im Juni 2001 zwischen 32 und 35 Euro generiert wurde, nachhaltig nach oben durchstossen.
Das nächste charttechnische Kursziel ist jetzt die runde 50-Euro-Marke. Das bis heute gültige Allzeithoch stammt übrigens vom Juni 2000 und wurde damals bei 93,60 Euro erreicht. Unterstützung erhält Infineon derzeit ebenfalls von der Markttechnik. Denn die Indikatoren auf Tagesbasis befinden sich bereits seit Anfang Mai des vergangenen Jahres im Kaufmodus und haben aktuell bis zur überkauften Zone noch reichlich Luft. Auf der Unterseite befinden sich Unterstützungen zunächst bei 35 Euro und darunter bei 33 Euro.


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