TRADERS´ Briefing 603 - 16.02.2021

Index-Check: DAX
Erbitterter Kampf um die 14.000-Punkte-Marke

Der Dax startete am vergangenen Freitag mit einem Abwärts-Gap von 64 Punkten. Dabei lag der Eröffnungskurs mit 13.976 Zählern unterhalb der 14.000er-Marke. Danach markierte der deutsche Leitindex noch in der ersten Handelsstunde bei 13.917 Punkten sein Tagestief. Anschließend stieg der Dax kontinuierlich bis auf den Schlusskurs von 14.050 Punkten nach oben. Per saldo bedeutete dies einen marginalen Kursgewinn von neun Punkten. Auf Wochensicht schloss der Index jedoch mit einem hauchdünnen Minus von sieben Punkten. Aus charttechnischer Sicht wurde damit das Aufwärts-Gap vom 03. Februar, das zwischen 13.835 Punkten und 13.920 Punkten eine Notierungslücke gerissen hatte, erfolgreich verteidigt. Zugleich wahrte der Dax damit seine Chance auf ein neues Allzeithoch. Hierzu müsste der Index den bisherigen Rekordkurs von 14.169 Zählern überbieten. Danach wäre der Weg bis zur runden 15.000er-Marke frei. Auf der Unterseite befindet sich dagegen bei 13.800 Punkten eine kritische Marke. Sollte diese nach unten durchstossen werden, dann könnte dies weiteres Abwärtspotenzial bis in den Bereich von 13.300 Punkten nach sich ziehen.
Aus markttechnischer Sicht überwiegen jedoch nach wie vor die bullischen Signale. Denn auf Tagesbasis verlaufen die Indikatoren unverändert in der mittleren Kaufzone. Und im Zweistunden-Chart haben die Indikatoren am Freitag in den letzten beiden Handelsstunden im Long-Bereich ebenfalls Momentum nach oben aufgenommen. Damit überwiegen derzeit die Chancen auf der Oberseite.


Index-Check: S&P 500
Amerikanische Indizes setzen Rekordjagd fort

In Amerika markierten am vergangenen Freitag die drei führenden Börsenbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 jeweils neue Allzeithochs. Dabei legten der Nasdaq 100 und der S&P 500 per saldo um 0,5 Prozent zu, während der Dow Jones mit einem Kursanstieg von 0,1 Prozent leicht hinterherhinkte. Auf Wochensicht gewannen die Barometer zwischen 1,0 und 1,5 Prozent an Wert dazu. Die durchschnittlich höchsten Kursgewinne verbuchten am Freitag Wertpapiere aus den Sektoren Energie, Transport und Halbleiter, wobei der Dow Jones Transport-Index und der Halbleiter-Index der Philadelphia Stock Exchange neue historische Höchststände erreichten. Damit wurden die langfristigen Aufwärtstrends auch nach der berühmten Dow-Theorie bestätigt, die für einen intakten Bullenmarkt eine gegenseitige Bestätigung neuer Höchstwerte für den Dow Jones-Industrie- und den Transportsektor verlangt.
Aus charttechnischer Sicht bewegt sich der Blue-Chip-Index S&P 500 im Gleichschritt mit dem Anstieg des seit November gültigen Aufwärtstrendkanals nach oben. Dessen obere Begrenzung befindet sich bei ca. 4000 Punkten, während der Trendkanal nach unten bei etwa 3850 Zählern abgesichert wird. Damit könnte das Barometer in Kürze die nächste Tausendermarke erreichen. Spätestens dort ist jedoch mit einer Konsolidierung zu rechnen. Denn inzwischen haben der Random-Walk-Index und der Z-Score im Zweistunden-Chart bereits die überkaufte Zone erreicht, sodass die Luft nach oben immer dünner wird.


Im Fokus: Deutsche Bank
Deutsche Bank verteidigt langfristigen Aufwärtstrend

Die Aktie der Deutschen Bank gehörte am vergangenen Freitag in einem ausgeglichenen Marktumfeld mit einem Kursanstieg von 1,9 Prozent zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt. Mit einem Schlusskurs von 8,98 Euro legte der Titel auf Wochensicht um 0,4 Euro bzw. umgerechnet 4,7 Prozent zu. Damit schloss das Wertpapier zugleich auf dem höchsten Kursniveau seit dem 21. Januar und könnte damit die jüngste Korrektur beendet haben. Diese begann Mitte Januar am bisherigen Jahreshoch von zehn Euro und führte bis zu einem Tief bei 8,37 Euro. Ende Januar drehte der Kurs knapp drei Prozent oberhalb der 200-Tage-Linie wieder nach oben ab.
Zugleich wurde damit die seit März des vergangenen Jahres gültige Aufwärtstrendgerade, die sich auf Basis der Schlusskurse von Mitte März und Ende September 2020 sowie von Ende Januar dieses Jahres konstruieren lässt, erfolgreich verteidigt. Aus charttechnischer Sicht ist nun der Weg bis in die Widerstandszone zwischen 9,80 und 10,00 Euro frei. Darüber würde sich mittelfristig weiteres Aufwärtspotenzial bis zu den Hochpunkten aus 2017 und 2018 im Bereich von 17 Euro eröffnen.
Das markttechnische Bild deutet ebenfalls auf den Beginn des nächsten Aufwärtsimpulses hin. Denn sowohl der Random-Walk-Index als auch der Z-Score haben kurz oberhalb der Verkaufszone nach oben gedreht. Lediglich der Timing-Indikator benötigt noch einen kleinen Schubs, um erneut in den Long-Modus zu wechseln.


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