TRADERS´ Briefing 601 - 15.02.2021

Index-Check: DAX
Dax erobert 14.000er-Marke zurück

Der Dax kletterte gestern von Beginn an ohne größere Kursausschläge bis zum Sitzungsende kontinuierlich um 0,8 Prozent nach oben. Mit dem Schlusskurs von 14.041 Zählern eroberte der deutsche Leitindex die 14.000er-Marke, die vorgestern auf Schlusskursbasis nach unten durchbrochen worden war, postwendend zurück. Damit wurde zugleich der kurzfristige Abwärtstrendkanal, der sich seit Wochenbeginn etabliert hatte, nach oben durchbrochen. Hierdurch rückt jetzt erneut das bisherige Allzeithoch, das am 08. Februar bei 14.169 Zählern markiert wurde, in den Fokus. Bei einem Break über diese Barriere könnte weiteres Aufwärtspotenzial freigesetzt werden, das den Index bis zur runden 15.000er-Marke hieven könnte.
Aus markttechnischer Sicht gibt es derzeit jedoch widersprüchliche Signale. Zum einen ist der Anteil der Dax-Titel, die oberhalb der 50-Tage-Linie notieren, seit Jahresanfang von 97 Prozent auf aktuell 47 Prozent gefallen. Die Marktbreite hat im kurzfristigen Zeitfenster damit deutlich nachgegeben. Zum anderen notieren die Indikatoren allerdings in allen Zeitfenstern in der Kaufzone und bieten überwiegend noch reichlich Luft nach oben. Solange der Dax die Auffangzone zwischen 13.800 und 14.000 Punkten erfolgreich verteidigen kann, überwiegen deshalb die Chancen auf der Oberseite.


Index-Check: S&P 500
US-Börsenbarometer mit uneinheitlicher Kursentwicklung

An den amerikanischen Börsen verliefen die Kursentwicklungen bei den führenden Börsenbarometern gestern uneinheitlich, wobei die Tagesvolatilität erneut relativ gering war. Während der Dow Jones einen marginalen Kursrückgang von sieben Punkten verzeichnete, legte der S&P 500 um magere 0,2 Prozent zu. Tagesgewinner war das Technologiebarometer Nasdaq 100, das immerhin ein Plus von 0,6 Prozent erzielte. Dabei bedeutete der Schlusskurs von 13.734 Zählern einen neuen historischen Schlussrekord. Der Blue-Chip-Index S&P 500 baute seinen bisherigen Rekord auf Schlusskursbasis ebenfalls um einen Punkt auf 3916 Zähler aus. Dabei lotete das Barometer bei 3890 Punkten den zweiten Tag in Folge ein Tief unterhalb der 3900er-Marke aus. Die erfolgreiche Verteidigung dieser Barriere deutet auf eine hohe innere Stärke des Index hin.
Aus charttechnischer Sicht notiert der S&P 500 weiterhin in der Mitte des seit Anfang November gültigen Aufwärtstrendkanals. Dieser eröffnet auf der Oberseite weiteres Aufwärtspotenzial bis etwa 3990 Punkte, während die Grenze auf der Unterseite derzeit im Bereich von 3840 Zählern verläuft. Unterstützung erhält der Index weiterhin durch die Markttechnik. Denn zurzeit befinden sich alle Indikatoren sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis im Kaufmodus. Dabei sind aktuell weder Überhitzungserscheinungen noch Anzeichen einer Trendumkehr erkennbar. Die Aufwärtsbewegung könnte sich deshalb in den nächsten Tagen weiter fortsetzen.


Im Fokus: Adidas
Aktie unmittelbar vor Ausbruch auf der Oberseite
Mit einem Kursgewinn von mehr als fünf Prozent auf einen Schlusskurs von 293,50 Euro war Adidas gestern der stärkste Dax-Titel und konnte damit den deutschen Leitindex, der lediglich um 0,8 Prozent zulegte, deutlich outperformen. Zugleich beendete die Aktie die seit Jahresanfang anhaltende Korrektur, in deren Verlauf der Kurs von ungefähr 300 Euro bis auf das bisherige Jahrestief bei ca. 260 Euro abgestürzt war. Knapp oberhalb der 200-Tage-Linie drehte die Aktie Ende Januar wieder nach oben ab und verläuft seitdem innerhalb eines kurzfristigen Aufwärtstrendkanals. Mit dem gestrigen Aufwärtsimpuls wurde zudem die seit Beginn des Jahres bestehende Abwärtstrendgerade nach oben durchstossen. Sollte der Aktie jetzt auch noch ein Break über den horizontalen Widerstand bei 300 Euro gelingen, dann wäre der Weg nach oben frei. Das nächste Kursziel wäre danach das historische Verlaufshoch bei 317,45 Euro, das am 16. Januar des vergangenen Jahres markiert wurde.
Im Fall eines Abpralls von der 300er-Marke nach unten würde dagegen ein nochmaliger Test der Unterstützung im Bereich von 265 Euro drohen. Allerdings deutet aus markttechnischer Sicht derzeit alles auf einen Ausbruch nach oben hin. Denn die Indikatoren auf Tagesbasis haben – mit Ausnahme des Timing-Indikators – Anfang Februar Kaufsignale generiert und nehmen soeben erst Fahrt nach oben auf.

 


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