TRADERS´ Briefing 599 - 09.02.2021

Index-Check: DAX
Dax verteidigt 14.000er-Marke

Bereits zum Wochenbeginn am Montag hatte sich mit dem lustlosen Anstieg auf ein neues Allzeithoch eine Konsolidierung beim Dax angekündigt. Gestern rutschte der deutsche Leitindex tatsächlich bereits in der ersten Handelsstunde unter die charttechnisch bedeutende 14.000-Punkte-Marke und markierte bei 13.962 Zählern das Tagestief. Danach konnte sich der Index bei relativ ruhigem Handel wieder über die 14.000er-Marke schieben und beendete die Sitzung bei 14.012 Punkten. Im Vergleich zum Vortag bedeutete das ein Minus von 0,3 Prozent. Dennoch bleiben die Trendpfeile in allen Zeitebenen aufwärts gerichtet. Denn der Dax befindet sich gerade einmal etwas mehr als ein Prozent unterhalb des Allzeithochs, das am Montag bei 14.169 Punkten markiert wurde. Sollte das Barometer diese Barriere in den nächsten Tagen nachhaltig überwinden, dann könnte in Kürze sogar die 15.000er-Marke ins Visier rücken. Wichtig bleibt jedoch, dass die Auffangzone zwischen 13.800 und 14.000 Zählern erfolgreich verteidigt werden kann. Ansonsten würde ein weiterer Kursrutsch bis in den Bereich von 13.300 Punkten drohen.
Aus der Perspektive der Markttechnik sollte jedoch das bullische Szenario favorisiert werden. Denn die Indikatoren befinden sich sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Zeitebene vollumfänglich in der Kaufzone.


Index-Check: S&P 500
Den US-Börsen fehlen die frischen Impulse

Nach einem relativ ruhigen Handelstag ohne größere Kursausschläge beendeten die drei führenden amerikanischen Börsenbarometer Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 die gestrige Sitzung jeweils mit marginalen Kursverlusten von bis zu 0,1 Prozent. Lediglich der Small-Cap-Index Russell 2000 konnte seinen historischen Schlussrekord um zehn Punkte auf 2299 Zähler ausbauen. Beim Blue-Chip-Index S&P 500 lag der Schlusskurs mit 3911 Punkten in der Mitte des seit Anfang November gültigen Aufwärtstrendkanals. Dessen Begrenzungen verlaufen derzeit bei ungefähr 3980 Punkten auf der Oberseite und ca. 3830 Zählern auf der Unterseite. Damit könnte der Index in den nächsten Tagen problemlos bis zur 4000er-Marke steigen. Allerdings verläuft die Kursentwicklung aus der Perspektive der Saisonalität in der zweiten Februarhälfte eher etwas ruppig, bevor zum Monatswechsel ab März erneut eine bullische Phase beginnt, die bis in den Mai anhalten kann.
Aufgrund der durch die Corona-Pandemie verursachten Sondersituation könnte der Aufwärtsimpuls an den Börsen in Erwartung einer Wiederbelebung der Wirtschaft jedoch auch vorgezogen werden. Hierfür sprechen zumindest die unverändert bullischen Indikatoren. Denn zurzeit notieren alle Indikatoren in allen Zeitebenen im Kaufmodus, wobei teilweise noch erhebliches Potenzial auf der Oberseite vorhanden ist. Lediglich der Z-Score im Zweistunden-Chart befindet sich in der überkauften Zone. Solange im Rahmen einer möglichen kurzfristigen Konsolidierung die Unterstützungszone zwischen 3800 und 3820 Punkten jedoch erfolgreich verteidigt werden kann, bleiben die Trendpfeile unverändert aufwärts gerichtet.


Im Fokus: Delivery Hero
Dax-Neuling setzt zum nächsten Aufwärtsschub an

Delivery Hero betreibt Online-Bestellplattformen für Essen und feierte erst im Juni 2017 bei einem Ausgabekurs von 25,50 Euro das Börsendebüt. Nur etwas mehr als drei Jahre später, am 24. August 2020, nahm Delivery Hero den Platz von Wirecard im Dax ein und ist damit das jüngste Mitglied in der ersten Börsenliga. Gestern landete das Wertpapier mit einem Kursanstieg von 2,7 Prozent auf dem ersten Platz der Dax-Performance-Rangliste. Dabei wurde der Schlusskurs bei 133,30 Euro festgestellt, womit der Titel seit seiner Erstnotiz um 423 Prozent nach oben geschossen ist. Zugleich könnte die Aktie jetzt unmittelbar vor dem nächsten massiven Aufwärtsschub stehen. Denn nachdem am zweiten Handelstag dieses Jahres bei 145,50 Euro ein neues historisches Verlaufshoch markiert wurde, war die weitere Kursentwicklung bislang durch eine Konsolidierung gekennzeichnet.
Inzwischen läuft der Kurs in die Spitze eines charttechnischen Dreiecks hinein, das sich durch die seit Jahresanfang bestehende Abwärtstrendgerade und die seit Ende Januar gültige Aufwärtstrendgerade konstruieren lässt. Die aktuellen Grenzen befinden sich bei 128 Euro auf der Unter- und bei 139 Euro auf der Oberseite. Bei einem Ausbruch nach oben erscheint ein neues Allzeithoch nahezu vorprogrammiert zu sein. Mittelfristig wäre in diesem Szenario sogar ein Kursanstieg bis zur runden 200er-Marke denkbar. Bei einem Break nach unten läge die nächste Auffanglinie dagegen erst wieder im Bereich von 120 Euro. Allerdings deutet die bullische Konstellation bei den Indikatoren eher auf einen Ausbruch nach oben hin.


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