TRADERS´ Briefing 598 - 09.02.2021

Index-Check: DAX
Neues Allzeithoch ohne Schwung

Nach einem Aufwärts-Gap von 100 Punkten markierte der Dax gestern zwar in der Eröffnungsphase bei 14.169 Punkten ein neues historisches Verlaufshoch, danach verliessen den deutschen Leitindex jedoch die Kräfte. Der Schlusskurs wurde bei nur noch 14.060 Punkten festgestellt, bedeutete jedoch dennoch einen neuen Schlussrekord. Aus charttechnischer Sicht wurde damit der seit März vergangenen Jahres bestehende Aufwärtstrend bestätigt. Auf der Oberseite eröffnet sich hierdurch weiteres Aufwärtspotenzial bis zur runden 15.000er-Marke. Anlass zur Sorge bereitet jedoch die geringe Aufwärtsdynamik. Denn der Dax tendierte gestern nach der Eröffnung im Tagesverlauf schwächer. Daher könnte der Index vor einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung nochmals durchschnaufen. In diesem Fall würde das Barometer jedoch zwischen 13.800 und 14.000 Punkten auf eine starke Auffangzone treffen. Erst darunter würde sich weiteres substanzielles Abwärtspotenzial eröffnen, das zunächst bis etwa 13.300 Punkte reichen könnte.
Vonseiten der Markttechnik stehen die Ampeln kurzfristig jedoch auf Grün. Denn die Indikatoren im Zweistunden-Chart haben erst Mitte der vergangenen Woche neue Kaufsignale generiert und besitzen noch reichlich Luft nach oben. Das bullische Szenario besitzt daher aktuell eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit.


Index-Check: S&P 500
US-Börsen im Höhenrausch

Der amerikanische Aktienmarkt knüpfte gestern zum Wochenstart nahtlos an die gute Performance der Vorwoche an. Bereits zum Handelsbeginn eröffneten die führenden Leitindizes mit Aufwärts-Gaps und bauten die Kursgewinne im Sitzungsverlauf sukzessive weiter aus. Der Dow Jones, der S&P 500 und der Nasdaq 100 legten per saldo jeweils um etwa 0,7 Prozent zu. Dabei schlossen alle drei Barometer auf neuen historischen Höchstkursen. Der Small-Cap-Index Russell 2000 spurtete sogar um 2,5 Prozent nach oben und beendete den Handel ebenfalls auf einem neuen historischen Rekordstand. Damit wurden die langfristigen Aufwärtstrends auf breiter Basis und auf eindrucksvolle Weise bestätigt.
Aus charttechnischer Sicht nähert sich der Blue-Chip-Index S&P 500 mit dem Schlusskurs von 3915 Zählern immer mehr der oberen Begrenzung des seit Anfang November gültigen Aufwärtstrendkanals. Diese befindet sich derzeit bei etwa 3970 Zählern. Darüber könnte die runde 4000er-Marke ein weiteres bedeutendes Zwischenziel darstellen. Nach unten wird der Trendkanal bei ungefähr 3825 Punkten begrenzt. Aktuell deutet neben der Chart- ebenfalls auch noch die Markttechnik auf weiter steigende Kurse hin. Denn die Indikatoren befinden sich sowohl auf Tages- als auch auf Intraday-Basis im Bullenmodus. Dabei notiert derzeit lediglich der Z-Score im Zweistunden-Chart im überhitzten Bereich.


Im Fokus: 1&1 Drillisch
Startschuss für neuen langfristigen Aufwärtstrend

Das mehrheitlich zu United Internet gehörende Telekommunikationsdienstleistungsunternehmen 1&1 Drillisch schoss gestern um 6,3 Prozent nach oben und katapultierte sich damit in eine sehr aussichtsreche charttechnische Ausgangsposition. Dabei eröffnete der Titel die neue Börsenwoche gestern bei 22,31 Euro mit einem Aufwärts-Gap von 6,4 Prozent. Gleichzeitig übersprang die Aktie damit zwei bedeutende charttechnische Barrieren. Zum einen wurde die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 21,64 Euro verläuft, signifikant nach oben durchstossen. Zum anderen durchbrach das Wertpapier eine seit Mitte Juni 2018 bestehende längerfristige Abwärtstrendgerade. Der Schlusskurs wurde mit 22,30 Euro knapp unterhalb des Eröffnungskurses festgestellt und liegt im oberen Bereich des massiven Abwärts-Gaps, das am 21, September des vergangenen Jahres zwischen 24,37 Euro und 17,60 Euro eine im Chartbild weithin sichtbare Notierungslücke hinterlassen hat. Bei einem Break der oberen Begrenzung würde sich unmittelbar weiteres Aufwärtspotenzial bis zum 2020er-Hoch bei ca. 27 Euro eröffnen.
Aus der Perspektive der Markttechnik erhält die Aktie Unterstützung von den Indikatoren auf Tagesbasis. Hier haben gestern der Random-Walk-Index und der Z-Score neue Kaufsignale generiert. Daher besteht derzeit eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass mit dem gestrigen Aufwärtsimpuls eine neue mittelfristige Aufwärtsbewegung eingeleitet wurde.


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